USA 2015 – 19. Tag – Di. 16.06.2015

Mariposa – Lodi

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Heute ging es zuerst nach Süden um von dort in den Yosemite Nationalpark zu fahren. Mein erstes Ziel war der Glacier Point, welcher oberhalb des Yosemite Valleys liegt. Die Strecke geht 13 Meilen von der normalen Straße ab, aber auch hier gilt: Jede Meile ist gut investiert. Der Aussichtspunkt ist einfach nur gigantisch.

Hier konnte ich mir noch einmal die Wanderstrecke von gestern anschauen. Man sieht super den Vernal Fall, welcher unten und den Nevada Fall, welcher oberhalb liegt. Vom unglaublichen Blick über das gesamte Tal, auf die Yosemite Fälle und den Half Dome ganz zu sprechen. Dieser Ort ist einfach nur atemberaubend.

Da ich nach Nordwesten wollte, ging es zurück durch das Tal und ich hielt noch einmal am Tunnel View sowie am Valley View Aussichtspunkt. Alles in allem habe ich in zwei Tagen vieles dieses wunderschönen Ortes gesehen. Leider ist es zum Teil schon sehr überlaufen, hier muss man wohl abwägen. Der Massentourismus welcher auch zum Erhalt des beträgt, oder eben nicht die Möglichkeit dies sehen zu können.

Über die 120 fuhr ich im Anschluss nach Westen in Richtung San Francisco. Bei Manteca fuhr ich auf die 99 in Richtung Norden um in Lodi mein heutiges Ziel zu finden.

Distanz: 238 Meilen (381 km)

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USA 2015 – 18. Tag – Mo. 15.06.2015

Mariposa (Yosemite Nationalpark)

Ich wollte im Park wandern und deshalb machte ich mich erst einmal einen Stopp im örtlichen Diner, um mir ein Frühstück zu genehmigen. Im Anschluss ging es die etwa 50 Kilometer zurück in den Yosemite Nationalpark. Dort angekommen fuhr ich erst einmal zum Tunnel View um Bilder zu machen. Leider steht die Sonne am Morgen etwas ungünstig und so kommt nicht die gesamte Schönheit des Parks auf den Bildern rüber.

Im Anschluss fuhr ich ans östliche Ende des Yosemite Valleys und fing an den Mist Trail zu wandern. Der Trail ist relativ lange asphaltiert, dementsprechend waren auch viele Menschen unterwegs. Da es noch früh am Morgen war, hielt es sich trotzdem noch in Grenzen. Der erst Halt war unterhalb des Vernal Fall. Der Wasserfall ist wirklich toll und in der Gischt bildete sich durch die Sonnenstrahlen immer wieder ein schöner Regenbogen..

Waren die ersten Stufen um den Wasserfall von unten zu erreichen schon deutlich anstrengender, wurde es ziemlich anstrengend um ihn von oben zu sehen. Die Amerikaner deklarieren den Anstieg als „Strenuous“. So etwas wie anstrengend. Ich habe auch nicht wirklich verstanden wie viele, noch wirklich sehr kleine, Kinder hier von den Eltern nach oben getrieben wurden. Oben am Vernal Fall angekommen machten die Meisten der Leute dann auch kehrt.

Ich wollte aber auch den Nevada Fall sehen und so wanderte ich weiter in das Tal hinein. Mittlerweile war es um die Mittagszeit und ich war sehr froh die meiste Zeit im Wald wandern zu können. Nachdem ich den Nevada Fall auch von unten gesehen hatte, wollte ich dann auch nach oben. Hier wurde es dann aber wirklich Anspruchsvoll. Über ungezählte Steinstufen ging es noch einmal 300 Höhenmeter nach oben.

Aber aller Mühen Lohn sind natürlich immer das Ziel und der Ausblick und dieser ist einfach gigantisch. Ich machte es mir erst einmal im Schatten gemütlich und genoss den Moment. Ich war nicht lange alleine. Eines der unzähligen Squirrels wollte wohl etwas zum Essen von mir, bekam es aber nicht. Nachdem ich mich am Ausblick satt gesehen hatte, machte ich mich auf den Weg nach unten.

Insgesamt hat der Weg hinauf zum Nevada Fall 8,7 Kilometer und man überwindet dabei 610 Höhenmeter. Ich war dafür reine Wanderzeit etwa 3,5 Stunden unterwegs. Man kann sich aber auch etwas mehr Zeit lassen. Den Rückweg lief ich in nicht einmal der Hälfte der Zeit des Aufstiegs.

Ich machte dann eine kurze Pause im Yosemite Vally ehe ich mich in Richtung der Yosemite Falls aufmachte. Es gibt vom Parkplatz einen kleinen Rundweg welcher zum Fuß des Lower Yosemite Falls führt. Um beide Wasserfälle sehen zu können gibt es einen extra Aussichtspunkt. Auch hier sieht man die Dürre welche derzeit in California herrscht. Die Wasserfälle sind deutlich ausgedünnt.

Was mir gestern schon auffiel, auf dem Highway 140 gibt es eine Umleitung aufgrund eines Muren Abganges, diese gab es auch schon als ich 2010 hier war. Diese Umleitung führt über den Merced River und ist nur einspurig. Google sagt mir, bereits seit 2006 ( ! ) gibt es diese Umleitung. Das Schild „Ihre Steuergelder bei der Arbeit“ bekommt da eine besondere Note.

Distanz: 95 Meilen (152 km)

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USA 2015 – 17. Tag – So. 14.06.2015

Bishop – Mariposa

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Von Bishop aus ging es auf der 395 weiter in Richtung Norden. Vorbei am relativ unspektakulären Mono Lake und an der 120, welche über den Tioga Pass führt. Mein erstes Ziel für den heutigen Tag war die bekannte Geisterstadt Bodie. Die Anfahrt geht über 13 Meilen vom Highway ab, wobei die letzten 3 Meilen Schotterpiste sind. Diese ist aber gut zu befahren. Für den Der Bodie State Historic Park selbst wird man 5 $ los.

Bodie ist 1859 als Goldgräbersiedlung entstanden und stieg 1880 zu einer Stadt mit 10.000 Einwohnern auf. Bereits im Jahr 1881 hatte die Stadt aber nur noch 3.000 Einwohner. Da die Minen nicht mehr den Gewinn abwarfen wanderten die Einwohner weiter. 1917 wurde die Eisenbahnlinie demontiert und in den 1930er Jahren hatte Bodie nur noch um die 100 Einwohner. Spätestens nach dem Großbrand von 1932 war das Schicksal besiegelt. Die Einwohnerzahl ging auf um die 20 zurück. Interessant finde ich, dass das 1877 eröffnete Postamt erst 1942 schloss. Der Goldabbau wurde erst in den 1960er Jahren komplett aufgegeben.

Der Historic State Park ist wirklich toll. Man kann sich komplett frei bewegen und rumlaufen. Es sind noch etwa 170 Gebäude erhalten, einige davon kann man sogar von innen besichtigen. Die geringe Luftfeuchtigkeit macht den Erhalt der Gebäude und Liegenschaften möglich. Es sieht zum Teil so aus, als ob die Bewohner nicht lange weg sind. Nur eine dicke Staubschicht und der Zahn der Zeit nagen an den Einrichtungen. Ich war froh früh dran zu sein, als ich gegen Mittag die Geisterstadt verließ, war es schon relativ voll. Fotos ohne Menschen waren da fast nicht mehr möglich.

Ich fuhr bis zum Mono Lake zurück um dann über den Tioga Pass zu fahren. Leider musste ich einige Zeit warten um endlich in den Yosemite zu kommen. Aber an einem Sonntag will halt jeder in den Park. Der mir bisher unbekannte Teil des Yosemite Nationalparks auf dem Pass ist wie der gesamte Park wirklich toll. Aber das Staunen fängt halt erst an wenn man in das Yosemite Valley schauen kann. Auf dem Weg zu meinem Ziel hielt ich noch am Yosemite Fall, einem eigentlich mächtigen Wasserfall. Durch die sommerlichen Temperaturen (28 Grad) war auch er etwas ausgedünnt. Ich fuhr über die wunderschöne 140 raus aus dem Park um in Mariposa mein Hotel für zwei Nächte zu beziehen. Zum Abendessen gönnte ich mich noch einen super leckeren Burger in einem örtlichen Lokal.

Distanz: 235 Meilen (376 km)

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USA 2010 – 12. Tag – So. 23.05.2010

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Yosemite – Jamestown – San Francisco

Nach drei Tagen Natur und vier besuchten Nationalparks, ging es heute wieder zurück in die Zivilisation. Um kurz nach 8 Uhr verließen wir die View Lodge in El Portal und brachen in Richtung Westküste mit Ziel San Francisco auf. Wir machten einen kleinen Umweg über den Highway 49, der Goldgräberhighway genannt wird. Im kleinen verschlafenen Westernstädtchen Jamestown wollten wir frühstücken. Leider fanden wir nichts und so fuhren wir nach einem kleinen Spaziergang weiter.

Wir frühstückten dann in irgend einer dieser typischen amerikanischen Kleinstädte mit einer mehrspurigen Hauptstrasse, an der man alles was man zum leben benötigt findet. Da wir mit Taco Bell keine all zu schlechten Erfahrungen gemacht hatten, versuchten wir es mit Del Taco. Ein Griff ins Klo trifft es allerdings am besten. Die Qualität war schlicht und ergreifend nicht besser als Hundefutter. Das mit Abstand schlechteste Essen das wir in diesem Urlaub zu uns genommen haben.

Gegen drei Uhr Nachmittag erreichten wir San Francisco von Osten über die Bay Bridge (4 $ Gebühr) kommend. Aufgrund der Quadratischen Anordnung von San Francisco war es uns auch absolut kein Problem unser Hotel zu finden und einzuchecken. Nachdem wir unser Auto ausgeladen hatten, machten wir uns bei Sonnenschein auf den Weg zum Stadtzentrum.

Wir hatten schon vorab entschieden ein 3-Day-Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Diese kann man aber weder im Bus selbst, noch an den Bushaltestellen erwerben und so mussten wir nach Fishermans Wharf laufen. Dort konnten wir dann gegen einige Dollars unsere Fahrscheine erwerben.

An Fishermans Wharf liefen wir gleich in den ersten Shop um uns etwas wärmeres zum anziehen zu kaufen. Es schien zwar die Sonne, aber es wehte ein bitter kalter Wind. Am Ende liefen wir dann alle drei in Partnerlook mit SF Pullis, nur getrennt durch die unterschiedlichen Farben, durch die Stadt. Wir erkundeten die Gegend um das Touristenzentrum von San Francisco und liefen in Richtung Pier 33. Ich wollte mir anschauen wo die Boote nach Alcatraz ablegen um morgen früh keinen Stress zu haben.

Nachdem wir genug von Fischen und vor allem von Menschenmassen hatten, fuhren wir per Bus nach Downtown. San Fran hat einfach einen unvergleichlichen Charme. Die Hochhäuser einer Großstadt, die kleinen engen Strassen einer italienischen Kleinstadt und diese Hügel, hinter denen jederzeit mit dem Cablecar ein Verkehrsmittel aus dem letzten Jahrhundert auftauchen kann. Natürlich waren wir auch alle ganz verrückt darauf mit einem Cablecar zu fahren und so fuhren wir kreuz und quer durch die Stadt. Zum Abendessen kehrten wir in einem Burger King an Fishermans Wharf ein um von dort mit dem Bus zurück zum Hotel zu fahren.

Distanz: 200 Meilen (320 km)

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USA 2010 – 11. Tag – Sa. 22.05.2010

Yosemite National Park

Endlich einmal ausgeschlafen! Erst um halb 10 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Yosemite Nationalpark, dessen Eingang nur etwas mehr als eine Meile vom Hotel entfernt liegt. Der Yosemite ist übrigens nach dem Yellowstone Nationalpark der Besucherstärkste der USA. Da Wochenende war, hatten wir leider damit auch zu kämpfen. An vielen Stellen im Park wurde es mit den Parkplätzen ziemlich eng.

Wir fuhren zuerst einmal das Visitor Center an um etwas zum Frühstücken zu kaufen. Am Visitor Center findet man neben den allgemeinen Informationen zum Park hier eine kleine Stadt. Es gibt einen Supermarkt, ein kleines Krankenhaus und auch einige Restaurants. Da im Park jährlich mehrere tausend Menschen übernachten ist dies auch kein Wunder. Nachdem wir uns etwas über den Park informiert hatten, fuhren wir diverse Aussichtspunkte an um Bilder zu machen. Bei nur etwa 10 Grad und Schneeregen machte das ganze leider nur bedingt Spaß. Auch konnte der Park so seinen Zauber nicht komplett entfalten und unsere geplante Wanderung viel buchstäblich ins Wasser. Wir waren ziemlich ausgefroren als wir einige kleine Spaziergänge später, nach etwas mehr als fünf Stunden den Park wieder verließen.

Im Zimmer wurde ich dann auf den sehr vertrauenerweckenden Hochwassergefahr Hinweis aufmerksam. Das Hotel liegt direkt am Merced River, der sich auch an der 140 schlängelt und wenn im Frühling die Schneeschmelze beginnt, kann es sein, dass das Hotel evakuiert wird. Einfach sympathisch…

Heute im Laufe des Tages erfuhren wir auch von der Niederlage der Bayern im Finale der Championsleague. Es ist immer etwas surreal, wenn es bei uns gerade Mittag ist und in Deutschland, bzw. Europa schon Abend.

Distanz: 32 Meilen (51 km)

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USA 2010 – 10. Tag – Fr. 21.05.2010

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Three Rivers – Sequoia – Yosemite

Nach einem typisch amerikanischen Frühstück, fett, süß und wenig geschmackvoll, brachen wir auf in Richtung Sequoia Nationalpark. Von Three Rivers aus, ging es nach Nordosten den Berg hinauf. Serpentine um Serpentine quälten wir uns zum Parkeingang. Bevor wir diesen erreichten, mussten wir noch eine 20 minütige Zwangspause einlegen. Aufgrund einer Baustelle war nur eine Fahrspur befahrbar, deshalb wurde der Verkehr per Ampel geregelt.

Im Park der Mammutbäume fuhren wir den Aussichtspunkt Moro Rock an. Früher führte die Parkstrasse unter einem Felsen hindurch. Aufgrund der immer größer werdenden Autos und des wachsenden Verkehrs, führt die Strasse heute außen um den Felsen herum. Am Moro Rock angekommen bestiegen wir den Felsen. Nach einem fünfzehnminütigen Aufstieg hatten wir kurzweilig einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung, ehe dichter Nebel aufzog. Deshalb zogen wir einen schnellen Abstieg dem verweilen vor.

Wir wollten als nächstes den Tunnelrock, einen umgestürzten Baum durch den eine Strasse gebaut wurde, anfahren. Da der Park auf über 2000 Metern Höhe liegt, hat es sogar im Mai noch frische 7 Grad und jede Menge Schnee. Deshalb war auch die Strasse zum Tunnelrock noch gesperrt, weshalb wir weiterfahren mussten. Unseren nächsten Halt legten wir am General Sherman Tree ein. Dort machten wir einen kurzen Rundgang um uns den größten und ältesten lebenden Baum der Welt genauer anzuschauen. Der Baum ist zwischen 1900 und 2500 Jahre alt und 83,8 Meter hoch. Damit ist er zwar nicht der höchste Baum, dieser steht im Redwood Nationalpark (Hyperion 115,55 Meter hoch), aber er ist der gewaltigste.

Wir verließen den Sequia Nationalpark um gleich direkt in den Kings Canyon Nationalpark zu kommen. Beide Parks gehören zusammen und sind nur durch den Namen getrennt. Im Kings Canyon NP schauten wir uns den General Grant Tree an, welcher der zweitälteste Baum der Welt ist. Der General Grant ist übrigens der Weihnachtsbaum der US-Nation und trägt deshalb den Beinamen „National Christmas Tree“. Natürlich verzichteten wir nicht auf den üblichen Stopp im Visitor Center um etwas im Shop zu stöbern und die Blasen zu leeren bevor es weitergeht.

Landschaftlich sehr reizvoll ging es wieder nach Norden. Unser nächstes Ziel war der Yosemite Nationalpark. Da wir zwei Nächte am gleichen Ort vor uns hatten, versorgten wir uns unterwegs noch mit ordentlich Lebensmitteln, immerhin wollten wir am nächsten Tag etwas im Park wandern. Nachdem wir eingekauft hatten, machten wir noch einen Essenshalt bei „Jack in the Box“, der qualitativ sicher einer der besten Bürgerladen während des ganzen Urlaubes war.

Wir fuhren die Yosemite View Lodge über die 140 von Westen aus an. Von Mariposa kommend fanden wir bei El Portal unser Hotel etwa eine Meile vor dem Parkeingang. Die 140 kann man wirklich bedenkenlos empfehlen. Landschaftlich absolut reizvoll in einem Tal gelegen, durch das sich auch ein wilder Fluss schlängelt. Auf der anderen Flussseite finden sich auch noch die Reste einer alten Bahnstrecke. Auch auf diesem Abschnitt mussten wir eine Zwangspause von 15 Minuten einlegen. Ein Steinrutsch hatte die Strasse versperrt und so ging es nur einspurig voran. Wie ich allerdings herausgefunden habe, gibt es diese Engstelle wohl schon etwas länger.

In der View Lodge werden wir jetzt zwei Mal nächtigen. Dafür bezahlen wir pro Nacht 193,14 $ und freuen uns das wir am Samstag endlich einmal wirklich ausschlafen können und nicht gleich wieder aufbrechen müssen.

p. s. für Wissbegierige: Die Sequoia Bäume sind mit den Redwoods verwandt. Die Redwoods wachsen direkt an der Californischen Küste und werden höher als die Sequoia Bäume. Die Sequoia Bäume hingegen werden älter und sind massiver.

Distanz: 213 Meilen (341 km)

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