USA 2015 – 14. Tag – Do. 11.06.2015

St. George – Las Vegas

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Wie gewohnt ging es früh los und es waren ja auch nur knapp 200 Kilometer bis Las Vegas. Gegen 10 Uhr kam ich in Las Vegas an und ging erst einmal Shoppen. Im Anschluss fuhr ich ins Treasure Island. Hier merkte ich auch gleich wieder deutlich wie grausam Stadtverkehr in den USA ist. Innerhalb weniger Kilometer wird aus einer kleinen Straße ein gigantischer Highway mit bis zu acht Spuren pro Seite.

Den restlichen Tag machte ich mir im Casino einen schönen Tag.

Distanz: 126 Meilen (202 km)

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USA 2015 – 13. Tag – Mi. 10.06.2015

Cannonville – St. George

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Als ich wach wurde regnete es, was mir etwas die Stimmung drückte. Aber der Regen hörte relativ schnell auf und so wurde ich heute nicht nass. Ich hatte gestern wohl eine gewisse Vorahnung, als ich entgegen der Planungen bereits in den Bryce Canyon Nationalpark fuhr.

Ich fuhr zum Bryce Canyon und parkte mein Auto am Visitor Center. Ich suchte mir den Shuttle Bus und fuhr damit zum Bryce Point. Dort sah ich dann erst einmal nichts, also gar nichts! Es hatte so einen dichten Nebel, dass man wirklich dachte man steht vor einer weißen Wand. Ich ließ mich davon aber nicht aufhalten und lief am Rand der Klippe zurück in Richtung Visitor Center. Auch wenn es schade war vieles nicht zu sehen, so hatte es doch eine unglaublich spannende Stimmung. An manchen Stellen verzog sich der Nebel sogar ganz gut und gab einen Blick auf die Stacheln frei.

Am Sunset Point lief ich dann den Navajo Loop Trail, welcher in einem 4km Rundweg von der Klippe nach unten und wieder zurückführt. Absolut geniale Sache, von unten haben die Hoodies noch einmal eine ganze andere Dimension. Ich lief im Anschluss weiter bis zum Sunrise Point, ehe ich den Bus zurück nahm. Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg zum Zion Nationalpark.

Der Bryce Canyon Nationalpark gehört für mich zu den Parks in den USA die man gesehen haben muss. Er ist in einer Reihe mit dem Grand Canyon und dem Yosemite Nationalpark. Hätte ich noch etwas mehr Zeit gehabt, wäre ich gerne mehr direkt unten zwischen den Hooodies gewandert. Aber auch so habe ich fast einen ganzen Tag im Park verbracht. Leider spürt man auch in diesem Park den Massentourismus deutlich. Wenn gerade ein Bus einen Aussichtspunkt erreicht hat, dann macht es keinen Spaß sich dort aufzuhalten. Das schöne ist aber, läuft man etwas abseits der Parkplätze, hat man die wunderschöne Natur fast für sich allein. Hier findet man auch eine kleinere Art der Eichhörnchen, die Goldmantelziesel. Ganz schön flink und bei weitem nicht so zutraulich wie Felsenziesel (Squirrels).

Der Zion Nationalpark war mein zweites Ziel an diesem Tag. Alleine die Anfahrt zu diesem Park ist das Eintrittsgeld wert. Kurz hinter dem östlichen Eingang beginnen unglaublich tolle Schluchten und steile Felswände. Zwischendrin musste ich kurz anhalten, weil eine Bergziege die Straße überqueren wollte. Kurz vor dem zweiten großen Tunnel, der hinab ins Tal fühlt, hielt ich an um den Canyon Overlook Trail zu wandern. Ein kleiner Weg hoch hinauf mit einem unglaublichen Ausblick oben. Der Haltepunkt ist nicht so bekannt und deshalb auch nicht so überlaufen.

Nachdem ich durch die Schlucht weiter ins Tal gefahren bin, fuhr ich zum Visitor Center. Dort nahm ich dann den Shuttle in den Park, in dem man mit dem Privat PKW nicht fahren darf, was das ganze deutlich entspannter macht. Leider dürfen Busse in den Park und so hat man doch wieder die Horden von Menschen auf einen Haufen. Ich fuhr mit dem Shuttle bis zum letzten Halt, dem Temple of Sinawava und lief dann den Riverside Walk bis zum Ende. Leider hatte der Fluss noch ausreichend Wasser. Ich hatte keine Lust nass zu werden und wanderte nicht im Flussbett. Ich lief also wieder zurück und fuhr zum Visitor Center.

Der Zion ist ähnlich dem Arches ein Nationalpark den man erwandern muss. Ich wäre gerne auf Angels Landing hinaufgelaufen, aber für diese anspruchsvolle Strecke war ich nicht ausgerüstet. Zumal ich am Morgen schon im Bryce Canyon einiges gelaufen bin und einfach die Zeit fehlte.

Distanz: 145 Meilen (232 km)

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USA 2015 – 12. Tag – Di. 09.06.2015

Green River – Cannonville

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Heute stand ein Scenic Byway, also ein „Nebenbei staunen Weg“ auf dem Programm. Es ging über die 24 nach Süden in Richtung Capitol Reef Nationalpark. Bis dorthin ist die Strecke auch noch nicht besonders. Einsam, gerade und hin und wieder so etwas wie ein Dorf.

Den Capitol Reef selbst durchquert man auf der 24, ohne bezahlen zu müssen. Ich hatte den Park etwas langweiliger in Erinnerung und war doch überrascht ob den gigantischen Felsen und tollen Farben die der Park bietet. Länger hielt ich mich aber dann aber nicht auf. Der Park bietet im Vergleich zu den anderen Nationalparks in Utah dann doch wenig Highlights.

Richtig toll wurde es dann auf dem Highway 12 „an All-American-Road“ und ein Scenic Byway wie er eigentlich nicht schöner sein kann. Vom Norden kommen schraubt er sich zuerst die Boulder Mountains hinauf. Auf beiden Seiten der Straße ein wunderschöner Mischwald mit tollen Birken, der Dixie Nationalforest. In Deutschland findet man ja kaum mehr Mischwälder und meistens dürfen die Wälder auch nicht in dieser Ruhe wachsen wie hier in den Nationalparks und Wäldern.

Sobald man den Gipfel der Boulder Mountains erreicht hat, geht das Staunen weiter. Man befindet sich dann im Grand Staircase Escalante National Monument. Schwer zu beschreiben was dies genau ist. Ein weites Steinplato trifft es am ehesten. Die Straße bahnt sich ihren Weg nach den Möglichkeiten die die Landschaft bietet. Es geht zum Teil links und rechts der Straße steil hinab. Wie man das in den USA kennt, gibt es auch hier genügend Aussichtspunkte um ohne Stress Bilder machen zu können und die Aussicht zu genießen.

Ich erreichte mein Hotel in Cannonville schon gegen kurz nach Mittag. Deshalb fuhr ich gleich weiter zum Arches Nationalpark. Dort machte ich mich erst einmal zum am weitesten entfernten (18 Meilen) Punkt des Parks, dem Rainbow Point auf. Ich fuhr dann mehrere Haltepunkte auf dem Rückweg an. Nach der Hälfte der Haltepunkte machte ich mich auf den Rückweg. Der Rest kommt morgen dann.

Ich hatte gesehen, dass auf der Karte ein kleiner Punkt etwas außerhalb des Parks liegt. Der Mossy Cave and Waterfall. Ein kleiner 500 Meter langer Weg führt zu einem unglaublich tollen Wasserfall. Man wandert hier direkt durch die Hoodies, was dem Ganzen ein unglaubliches Flair verleiht. Es wäre wirklich schade gewesen dies nicht zu sehen. Ein absolutes Highlight!

Distanz: 273 Meilen (437 km)

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USA 2015 – 11. Tag – Mo. 08.06.2015

Green River

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Da ich heute wieder fast den ganzen Tag in einem Nationalpark zubringen wollte, holte ich eine kleine Brotzeit für den Tag. Ist in diesem Ort hier gar nicht so einfach. Green River ist keine 3 km lang und besteht eigentlich nur aus Motels und Tankstellen. Dazwischen gibt es verfallene und verlassene Gebäude. Der Ort hat seine besten Zeiten deutlich hinter sich. Heute ist er einfach nur Halt für Durchreisende. Interessant ist allerdings, dass der Ort an das Schienennetz angebunden ist. Personenzüge sind in den USA ja etwas Besonderes.

Ich war gegen ungefähr halb 10 Uhr dann im Canyonlands Nationalpark, nachdem ich die etwa 60 Meilen dorthin zurückgelegt hatte. Canyonlands ist der zweite große Park in der Nähe von Moab. Als erstes fuhr ich das Visitor Center an, um dann direkt zum Mesa Arch zu fahren. Der berühmteste Bogen in diesem Park, bekannt aus vielen Fotos. Ein kleiner 10 Minuten Weg führt einen dort hin. Ich war tatsächlich etwas überrascht wie klein der Bogen ist, verglichen zum Delicate Arch am Tag zuvor.

Am nächsten Halt, dem Grand View Overlook kam ich gerade rechtzeitig um mir einen Vortrag eines Parkrangers über die Geographie des Parks anzuhören. Der Ranger hatte sichtlich Spaß und war ein absoluter Fachmann was die Geschichte des Parks angeht. Im Grunde genommen entstand der Park über Millionen von Jahren. Wikipedia hat einen eigenen, sehr guten Artikel dazu. Kurz gesagt wurde die Gegend angehoben und ausgewaschen.

Der Buck Canyon Overlook war wieder einer dieser Wow Momente. Den Upheaval Dome fand ich relativ unspannend, vielleicht bin ich aber auch schon etwas abgestumpft gegenüber weiteren Steinen. Der Green River Overlook gefiel mir hingegen wieder sehr gut. Nachdem ich noch einige Male anhielt und Bilder machte, verließ ich nach einem weiteren kurzen Stopp am Visitor Center den Park.

Zusammengefasst ist vor allem der Mesa Arch und der Grand View Overlook die Sehenswürdigkeiten des Parks. Im Gegensatz zum Arches ist es hier nicht notwendig viel zu laufen, auch wenn es Wanderwege gibt. Ich bin mit etwas mehr als einem halben Tag gut zu Recht gekommen.

Als nächstes suchte ich den Dead Horse Point State Park auf. Nachdem ich 10 Dollar bezahlt hatte, ging es direkt zum „Dead Point“. Ich wurde positiv vom Park überrascht. Hier gab es noch einmal richtig tolle Schluchten zu sehen.

Da es ja, wie ich oben schrieb in Green River nichts zu holen gibt, fuhr ich noch nach Moab zum Einkaufen. Moab besteht eigentlich nur daraus die Touristen unterzubringen, mit Lebensmittel und mit Benzin zu versorgen. Oder mit Dingen die sie für die Touren in die Nationalparks alles brauchen. Ist wieder ein Ort mit dem ich nicht sonderlich warm werde. Da bekommen die verlassenen und verfallenen Gebäude in Green River einen ganz besonderen Charme.

Zum Abendessen war ich dann noch im örtlichen Restaurant Tamarisk und habe einen der Besten Burger aller Zeiten gegessen. Ein unglaublich leckerer Blue Cheddar Burger. Das Restaurant ist allgemein wirklich genial. So eine Perle hätte ich hier wirklich nicht erwartet.

Distanz: 204 Meilen (326 km)

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USA 2015 – 10. Tag – So. 07.06.2015

Grand Junction- Green River

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Ich startete den Tag etwas später und fuhr dann in Richtung Moab. Ich bog recht schnell von der Interstate 70 ab und nahm den kleinen Colorado River Highway. Nicht auf den Interstate Autobahnen zu fahren, wenn man die Zeit hat, ist die deutlich schönere Alternative. Die wunderschöne Strecke führte direkt neben dem Fluss durch die Schluchten. Eine kleine Anmerkung zur Interstate 70: Hier sind 80 Meilen als Höchstgeschwindigkeit erlaubt. Lediglich hier und in Texas kann man so schnell fahren. Auf dem Highway 130 sind sogar 85 Meilen (ca. 137 km/h) erlaubt. Fast ein Geschwindigkeitsrausch ;-).

Gegen 11 Uhr erreichte ich den Arches Nationalpark und erlebte erst einmal einen Schock. Es war Sonntag und vor mir in der Schlange warteten mindestens 30 andere Autos. Es dauerte aber nicht sonderlich lange und so konnte ich bald durchstarten. Ich fuhr als erstes zum am Weitesten entfernten Punkt „Devils Garden“. Dort fand ich dann auch erst im zweiten Umlauf einen Parkplatz, ehe es dann zu Fuß weiter ging.

Ging es am Anfang, bis zum Landscape Arch einem gigantischen Bogen, noch relativ leicht zu laufen, wurde es dann richtig anspruchsvoll. Der Weg zum Double O Arch ist nichts für Leute mit Höhenangst oder unerfahrenen Wanderern.An mehreren Stellen muss man sogar mit den Händen klettern. Nachdem ich den Double O erreicht hatte, kehrte ich um. Insgesamt brauchte ich fast zwei Stunden in Devils Garden zu und lief um die 7 km.

Nach einem kleinen Halt am Sand Dune Arch ging es weiter zum Delicate Arch. Der wohl bekannteste Steinbogen der Welt. Er ist nicht nur das Wahrzeichen von Utah, sondern auch des Parks. Auch hier muss ich sagen, die Wanderstrecken sind wirklich anspruchsvoll. Die Strecke hat 150 Höhenmeter und ist hin- und zurück 5 Kilometer lang. Über meine ganz gute Kondition war ich nicht nur einmal froh. Aber der Ausblick entlohnt dann. Einfach gigantisch wie groß dieser Bogen ist (ca. 20 Meter hoch). Auf Bildern ist dies leider kaum zu greifen.

Als letztes schaute ich mir in der Window Section noch das North und South Window an. Auch diese beiden aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet wunderschön. Ich kletterte noch hinter den Turret Arch und konnte so mehrere Bögen auf ein Bild bannen. Bevor es nach Green River ging, noch schnell den Balanced Rock abgelichtet und im Visitor Center vorbeigeschaut.

Insgesamt habe ich über sieben Stunden im Park zugebracht und bin wirklich schnell gewandert (insgesamt um die 15 km) und habe die ein oder andere kleinere Wanderung sogar ausgelassen. Man kann also ohne Probleme einen ganzen Tag in diesem Park verbringen. Schade finde ich den Faktor Mensch dem dieser Park ausgesetzt ist. Eigentlich sind die Regeln doch klar, trotzdem findet man überall Müll und die Menschen laufen abseits der Strecken. Die Nationalparks in den USA sind etwas wunderbares, aber natürlich nur wenn sie auch späteren Generationen erhalten bleiben.

Distanz: 211 Meilen (338 km)

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USA 2015 – 8. Tag – Fr. 05.06.2015

Bluff – Durango

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Es hatte in der Nacht geregnet, dementsprechend sah mein Auto jetzt noch schlimmer aus als vorher. Ich verließ Bluff in Richtung Colorado, was ich auch nach kurzer Zeit schon erreichte. Colorado hat wunderschöne Willkommensschilder, welche mit Holzrahmen gefasst sind. Gerade ist der Slogan „Colorful Colorado“ für den Staat stehend. Ich überlegte kurz ob ich schnell zu 4-Corners fahre, verwarf den Gedanken aber relativ schnell. Eine Platte im Boden, auf der vier Linien zusammenlaufen, reicht wirklich einmal im Leben.

Ich fuhr über die 160 dann zügig dann zum Mesa Verde Nationalpark, wo es dann richtig zu regnen begann. Nachdem ich mir die Übersichtskarte für den Park geholt hatte fuhr ich zuerst das Spruce Tree House an. Um dorthin zu gelangen legt man erst einmal eine Strecke von über 20 Kilometern zurück. Der Park gesamt erstreckt sich über die gigantische Fläche von 210 m².

Im Spruce Tree House lebten einmal zwischen 60 und 90 Menschen über mehrere Generationen hinweg. Ärgerlich war nur, dass der Regen zwar leichter wurde, aber nicht aufhörte. Also hieß es Jacke anziehen und los. Im Anschluss fuhr ich weiter den Loop Trail ab und schaute mir Square Tower House und Sun Point an. Von letztem hat man einen tollen Blick auf mehrere der Felswohnungen. Nachdem ich noch diverse andere Aussichtspunkte angefahren hatte, verließ ich den Park.

Der Mesa Verde ist nicht so spektakulär wie viele der anderen Nationalparks im Südwesten der USA. Wer aber in dieser Ecke ist sollte sich unbedingt die Zeit nehmen den Park zu besuchen.

Leider nahm der Regen wieder zu und so konnte ich die schöne Strecke nach Durango nicht wirklich genießen. Dort wurde der Regen auch nicht weniger und so verzog ich mich erst einmal in ein Kaffee, ehe ich ins Hotel fuhr. Gegen Abends ließ der Regen etwas nach und so fuhr ich noch einmal direkt nach Durango hinein. Ich parkte in der Nähe des Zugdepots und lief die schöne Innenstadt ab. Die Durango and Silverton Narrow Gauge Railroad ist eine Touristenattraktion. Die Linie schlängelt sich durch den wunderschönen San Juan Nationalforest und die Lokomotiven sind noch Dampfbetrieben. Leider hielt das Wetter nicht wie erhofft und so machte ich mich dann doch wieder auf den Weg ins Hotel. Schade den Durango ist eine wirklich schöne kleine Stadt in der ich gerne weiter rumgelaufen wäre.

Distanz: 185 Meilen (296 km)

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USA 2015 – 7. Tag – Do. 04.06.2015

Grand Canyon – Bluff

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Nachdem ich mich mit einem Kaffee versorgt hatte, ging es auf die Straße. Das heutige Ziel in Bluff Utah lag über 500 Kilometer entfernt, deshalb lieber früh starten. Bevor ich den Grand Canyon Nationalpark verließ, fuhr ich noch einige Aussichtspunkte an, unter anderem Desert View, welcher sich am östlichen Ausgang des Parks befindet.

Im Anschluss ging es in Richtung Page. Auch wenn die Strecken lange sind und viel Zeit benötigen, aber es ist ein sehr angenehmes fahren. Im Schnitt heute mit 65 Meilen (ca. 110 km/h) geht es doch zügig dahin. Wenn man nicht gerade an einer Baustelle eine Wartezeit von über 15 Minuten hat, weil die Straße nur auf einer Seite befahrbar ist. Also wartet man bei einer Dame welche ein Schild mit „Stopp“ hält auf das „Pilot Car“, welches einen sicher durch die „gefährliche“ Baustelle bringt. Ich möchte nicht wissen was Menschen, die nichts anderes machen als ein Schild zu halten, am Ende des Monats für einen Verdienst nach Hause bringen. Viel mehr als Sozialhilfeniveau kann es nicht sein. Eines der Probleme dieses Landes.

Kurz vor Page befindet sich der Horseshoebend, eine unglaublich gigantischeSchleife des Colorados. Aber auch dieser Ort ist mittlerweile sehr bekannt und wird dementsprechend auch von Reisebusen frequentiert. In Page machte ich einen kurzen Halt zum Mittagessen, ehe es weiter in Richtung Monument Valley ging. Was ich an der Geschwindigkeitsbegrenzung sehr schätze ist ja, man weiß immer wie lange man noch für die vor einem liegende Strecke benötigt.

Kurz bevor man zum Monument Valley kommt, erreicht man die Staatsgrenze von Utah. Jetzt ist es dann auch höchste Zeit die Uhr eine Stunde nach vorne zu stellen (gegenüber Deutschland dann nur noch -8). Nachdem ich 20 Dollar Eintritt für das Valley gezahlt hatte, ging es auf den Loop Trail. Diesen hatte ich noch nie gefahren und bereute es keine Minute. Es ist mit einem normalen Auto ohne Probleme zu fahren, auch wenn selbiges jetzt aussieht wie eine Sandkiste. Als Highlight kann man sicher den John Ford Point nennen. Hier fühlt man sich wirklich so, als ob gleich John Wayne um die Ecke reitet. Nach einem kurzen Abstecher in das Visitor Center machte ich mich weiter auf den Weg zu meinem Ziel für heute.

Wenn man das Monument Valley nach Norden verlässt, bekommt man auch den Blick auf das Valley wie man ihn aus dem Film Forrest Gump kennt. Forrest stellt hier fest, dass er nicht mehr weiter laufen will und dreht um.

Seit ich in Richtung Grand Canyon unterwegs war hatte ich kein Mobilfunksignal mehr. Dies hatte mich etwas irritiert. Die Erklärung dazu erhielt ich von der Rezeptionistin in Bluff: „It’s because you’re in Bluff“. Ich musste doch deutlich schmunzeln. Später erfuhr ich, dass die Gegend um den Grand Canyon und Nord Arizona schlicht für Prepaid kein Netz bietet. Es ist das Gebiet der Hopi und Navajo Indian Reservation und auch für US Amerikaner Ausland.

Abends ging es in das Cottonwood Steakhouse in Bluff, obwohl der Ort selbst nur 320 Einwohner hat, ist das Restaurant sehr bekannt und die Steaks eine Klasse für sich!

Distanz: 332 Meilen (531 km)

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USA 2010 – 7. Tag – Di. 18.05.2010

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Hurricane – Valley of Fire – Las Vegas

Nach einer wirklich angenehmen Nacht, sicher auch deshalb so gut weil jeder ein eigenes Bett hatte, sind wir um etwa 7 Uhr aufgestanden. Wir machten uns nach dem üblichen Morgenritual auf in Richtung Las Vegas. Hierzu ging es auf der 9 weiter um dann auf den Highway 15 zu wechseln. Wir verließen Utah, fuhren noch einmal ein paar Meilen durch Arizona um dann nach Nevada „The Silver State“ zu erreichen. Da wir auf dem Highway unterwegs waren, konnten wir leider keine „Welcome“ Schilder fotografieren.

Kurz hinter der Staatsgrenze von Nevada verließen wir den Highway um in Richtung Valley of Fire zu fahren. Da das Valley of Fire ein State Park ist, und somit von Nevada betreut wird und nicht wie die Nationalparks vom Land, mussten wir 10 $ Eintritt zahlen. Den Park fanden wir alle wenig interessant. Es waren schon wieder Steine, aber immerhin in ganz vielen verschiedenen Farben und eigentlich auch ganz nett anzusehen. Wir fuhren einen kurzen Abstecher von der Hauptstrasse und wollten noch einen Scenic Way laufen. Da wir dort aber Sand sahen, drehten wir um. Wir hatten keine Lust unsere Schuhe mit Sand zu füllen. Also drehten wir um und machten uns auf den Weg nach Las Vegas.

Auf dem Weg nach Las Vegas passierten wir auch unsere erste große Baustelle. Wir mussten an der Ampel warten bis unsere Fahrspur an der Reihe war. Dann ging es eingereiht hinter dem „Pilot Car“ die etwa 5 Meilen lange Strecke entlang. Auch in den USA ist es wie in Deutschland. Auf der Baustelle arbeitet eine Person und drei schauen zu. Da sich das ganze doch etwas hingezogen hat, waren wir froh als wir endlich die Baustelle hinter uns hatten. Kurz darauf konnten wir einen ersten Blick auf Las Vegas werfen.

Wir hatten noch nicht gefrühstückt und so fuhren wir in einem Vorort von Las Vegas einen Mc Donalds an, ehe es weiter in Richtung Downtown ging. In unserem Reiseführer hatten wir gelesen dass der Stratosphere Tower oft recht günstige Zimmer im Angebot hat. Wir fuhren den Tower, an und buchten uns für 63,48 $ ein Zimmer für eine Nacht. Im kostenfreien Parkhaus stellten wir unser Auto ab und bezogen dann unser Zimmer 30409 im Bereich „World II“ des Hotels.

Nachdem wir uns im Zimmer breit und frisch gemacht hatten, fuhren wir auf die oberste Plattform des Towers. Für Hotelgäste ist die Fahrt auf den 350 Meter hohen Tower kostenlos, der übrigens das höchste freistehende Gebäude westlich des Mississippi ist. Auf der Plattform gab es früher eine Achterbahn, heute kann man mit einem Karussell über dem Abgrund, einem Free Fall von der Turmspitze, oder mit einem Bob der kurz vor der Kante bremst, Nervenkitzel suchen. Wem das noch nicht reicht, der kann sich auch an zwei Seilen geführt von der Aussichtsplattform stürzen. Übrigens der höchste Sky Jump der Welt. Weder ich noch die anderen wollten diesen Nervenkitzel suchen und so ging es wieder hinab.

Wir machten uns dann auf den Weg in Richtung Las Vegas Strip. Da der Stratosphere Tower am Ende der Vergnügungsmeile liegt, nahmen wir den Bus. Eigentlich hätten wir aber auch zu Fuß gehen können, bei dem Verkehr der in Vegas herrscht. Im Zentrum der Vergnügungswelt liefen wir dann durch die vielen, vielen Hotels und haben uns die Attraktionen angeschaut. Viele der Hotels versuchen mit kostenlosen Shows vor den Hotels die Gäste in die Casinos zu locken. Das Belacio zeigt eine großartige Wassershow, das Treasure Island eine Piratenshow. Besonders beeindruckend fanden wir das Venecian, in dessen inneren sich ein Nachbau von Venedig befindet, inklusive original italienischer Gondoliere! Wir waren vom vielen Laufen ziemlich kaputt und so suchten wir uns etwas zum Essen. Wir wollten zudem noch etwas Zeit überbrücken, um die Lichtshow der Hotels bei Dunkelheit zu sehen. Nachdem wir gegessen hatten und es dunkel war, liefen wir in Richtung Hotel zurück.

Als wir im Hotel zurück waren, ließen wir die Kameras und alles andere unwichtige im Zimmer und machten uns auf den Weg ins Casino. Das Casino im Stratosphere liegt, wie in jedem anderen Casino in Las Vegas auch, im Erdgeschoss abgeschottet von jeglichem Tageslicht. Dies geschieht aus einem ganz einfachen Grund. Der Spieler soll kein Tages- und Nachtgefühl haben und einfach immer weiter die kleinen Automaten mit Scheinen füttern. In den Casinos ist sogar das rauchen erlaubt, was in den USA eigentlich fast überall verboten ist. Alles nur damit sich der Gast wohlfühlt und Geld dalässt. Das Päckchen Marlboro kann man für günstige 8,33 $ im Casinoeigenen Shop erwerben.

Um spielen zu können, muss man 21 Jahre alt sein und sich im Casino registrieren lassen. Wir registrierten uns und fingen dann an um kleine Beträge zu spielen. Hierzu muss man seine Chipkarte, die man vom Casino bekommt, in den Automaten schieben. Dann noch den Automaten mit Dollar füttern und schon kann man sein „Glück“ versuchen. Um an einen andern Platz zu wechseln, spuckt der Automat einen Wertbon aus und macht dabei Klimpergeräusche als ob er wie früher Münzen ausspucken würde. Regina hatte leider kaum Freude daran und verspielte relativ schnell 7 $. Marcus startete mit 5 $ Einsatz und hörte bei 15 $ Gewinn auf zu spielen. Ich hatte 1 $ eingesetzt und hatte zwischenzeitlich sogar einen Stand von über 50 $, aber am Ende gewinnt wie immer die Bank. Mir war es aber egal, ich hatte meinen Spaß. Um kurz vor Mitternacht gingen wir dann ins Bett.

Sehr erfreulich finden wir in den USA den Umgang mit Behinderten und Rollstuhlfahrern. Vor jedem noch so kleinen Laden, befinden sich vor der Türe ein oder mehrere Parkplätze für eben diese Menschen. Diese werden anders als in Deutschland nicht von jedem zugeparkt. Um diese Parkplätze nutzen zu dürfen, benötigt man eine Berechtigung die in der Windschutzscheibe vermerkt wird. Woher aber hatte der Corvettefahrer im Statrospheretower seinen Ausweis?

Heute war es den ganzen Tag angenehm warm, im Schnitt etwa 25 Grad. Da ein leichter Wind wehte, konnte man es sehr gut aushalten. Morgen im Death Valley wird es definitiv wärmer.

p.s. Übrigens haben wir nur eine Hochzeitskapelle und nur einen Elvis gesehen…

Distanz: 207 Meilen (331 km)

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USA 2010 – 6. Tag – Mo. 17.05.2010

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Escalante – Bryce Canyon – Zion – Hurricane

Heute war die erste Nacht die ich wirklich bis kurz vor 7 Uhr durchgeschlafen habe. Nach den üblichen Morgenritualen ging es wieder zurück auf die Strasse. Nachdem wir einen kleinen Halt zum Frühstück eingelegt hatten, ging es über die 12 und die 89 zum Bryce Canyon Nationalpark.

Der Bryce Canyon ist nach dem Grand Canyon sicherlich der eindrucksvollste Nationalpark im Wilden Westen. Durch Wind und Wasser wurden lauter „Stacheln“ ausgewaschen, die mitunter ein sehr skurriles Bild abgeben. Da der Wind heute ganz schön pfiff, hatten wir nicht wirklich Lust auf eine große Wanderung. Wir fuhren deshalb einige Aussichtspunkte an, ehe wir kurz nach Mittag den Park verließen.

Weiter ging es auf der 89 in Richtung Zion Nationalpark, den wir dann über den landschaftlich sehr reizvollen Highway 9 erreichten. Unterwegs legten wir noch einen kurzen Tankstopp bei Shell ein. Shell ist zwar etwas teurer als andere Tankstellen, aber immerhin verstehen wir hier das System wie man tankt.Im Zion Nationalpark angekommen, fuhren wir in Richtung Besucherzentrum. Dort stellten wir unseren Camry zu den vielen anderen Autos und begaben uns zur Bushaltestelle. Der Zion ist im Prinzip eine lange Schlucht, mit zum Teil mehreren hundert Meter hohen Steilwänden, an deren Eingang sich das Besucherzentrum befindet. Früher konnte man selbst mit dem Auto in den Canyon fahren, heute bringt einen der Shuttlebus hinein. Insgesamt fährt der Bus auf seiner 40 minütigen einfachen Fahrt sieben Haltestellen an. Wir fuhren zur Endhaltestelle um dort eine halbstündige Wanderung weiter in den Canyon zu unternehmen. Bei Niedrigwasser im Sommer, kann man im angrenzenden Bach noch einige Meilen weiterlaufen. Da wir aber noch Schmelzwasser hatten, mussten wir wieder umkehren.

Auf dem gut ausgebauten Weg tauchten auch immer wieder freche kleine Eichhörnchen auf. Eines war besonders mutig und kletterte auf einem kleinen Strauch herum, welcher direkt über den reißenden Fluss hing. Auf dem Rückweg mampfte er immer noch genüsslich und hatte wohl absolut keine Angst abzustürzen. Leider gibt es auch in den USA Menschen die sich einfach nicht an Regeln halten. Es steht deutlich geschrieben, dass man die Nager nicht füttern soll. Auf dem Rückweg sahen wir aber ein Eichhörnchen mit einem Stück Apfel im Mund. Ich nutzte natürlich die Möglichkeit es zu fotografieren, aber ärgerte mich darüber warum der Mensch immer so unvernünftig ist. In einem kleinen Bächlein haben wir auch unsere erste Schlange (ca. so dick wie ein kleiner Finger und 30 cm lang) gesehen.

Leider war das Wetter den ganzen Tag nicht wirklich auf unserer Seite. Es war kühl und ständig bewölkt. Nach unserer Wanderung machten wir uns mit dem Bus auf, zurück zum Parkplatz. Nach wenigen Meilen erreichten wir mit Hurricane unser heutiges Endziel. Zuerst steuerten wir ein Taveler Inn an. Da dort aber das Telefon und damit auch das Internet nicht funktionierten fuhren wir weiter zu einem Rodway Inn. Für nur 78 $ buchten wir uns ein Familienzimmer mit je einem Bett pro Person. Absoluter Luxus! Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, brachen wir noch einmal auf um etwas zum Essen zu suchen.

An der Hauptstrasse fanden wir das Barista’s Diner, ein absoluter Glücksgriff! Beim ersten Mal fuhren wir noch vorbei, ich hatte aber die leicht bekleidete Dame (nur Bikinoberteil und Minijeans) bereits erblickt und schnell umgedreht. Der Laden hatte an den Wänden lauter Rezessionen ehemaliger Gäste und es gab nur eine große Speisekarte über der Theke. Deshalb wurden wir auch gleich von Inhaber Steve persönlich begrüßt, der uns gleich die Geschichte des Diners erzählte. Er erzählte uns mit glänzenden Augen, dass seine Kaffeemaschine aus Italien kommt, dass sie das Brot (Weißbrot) selbst backen und auch alles andere hausgemacht ist. Dann bettete er uns noch seine Speisekarte runter, ehe er uns etwas Luft zum Atem gab um unsere Getränke zu holen.Wir entschieden uns alle für einen Burger, der zwar mit etwa 14 $ doch recht teuer war, aber dafür ein absoluter Genuss für die Sinne war! 14 $ sind natürlich relativ zu sehen, wenn man einer leicht bekleideten Dame beim arbeiten zuschauen darf. Während wir auf das Essen warteten, kam ein weiteres deutsches Pärchen rein. Steve erkannte sofort, dass es sich um Deutsche handelt und erzählte ihnen, dass wir auch Deutsche sind. Anscheinend muss man es uns ansehen und irgendwie war das kein Einzelfall. Nach dem Essen wie üblich Tagebuch und dann relativ früh ins Bett.

Ich lobe mir übrigens unser deutsches Internet. Hier in den USA hat man selten nur eine Geschwindigkeit von ISDN.

Distanz: 168 Meilen (269 km)

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USA 2010 – 5. Tag – So. 16.05.2010

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Monument Valley – Capitol Reef – Escalante

Endlich habe ich eine Nacht fast durchgeschlafen. Wir wurden gerade so kurz vor 6 Uhr wach um noch den Sonnenaufgang zu erleben. Wieder war es ein atemberaubender Anblick. Sonnenaufgänge in diesem Land haben einfach etwas Besonderes. Bei diesen Landschaften ist es aber auch kein Wunder das man aus dem Staunen nicht rauskommt.

Da es für das Frühstück zu früh war, haben wir uns erst einmal fertig gemacht und unsere Sachen gepackt und dann im angeschlossenen Restaurant des Hotels gefrühstückt. Im wirklich gut sortierten Shop haben wir noch einige Souvenirs gekauft ehe wir aufbrachen.

Es ging auf der 163 nach Norden in Richtung Mexican Hat, wo wir das erste Mal für heute getankt haben. Mexican Hat ist ein Stein der angeblich aussieht wie ein mexikanischer Hut. Allerdings fanden wir das ganze ziemlich langweilig.

Es ging weiter auf die 261 nach Westen, von der aus wir kurz den Goosenecks State Park anfuhren. Dort dreht der San Juan River einige Schleifen, leider eher enttäuschend ob der Eindrücke des Horseshore Bend vom Vortag.

Weiter ging es nach unserem heutigen Tagesmotto: Über Stock und Stein.
Kurz darauf fuhren wir auf eine Steilwand zu. Wir philosophierten noch wie wir diese jetzt überwinden sollen, da sahen wir schon die Serpentinen. Dann erfuhr ich warum mein Navi gefragt hatte ob ich ungepflasterte Strassen vermeiden möchte. Den Berg ging es auf einer so genannten Gravel Road (ungepflasterte Strasse) hinauf. Lediglich die Kurven waren zum Teil geteert. Das ganze ging sicher über zwei bis drei Meilen. Da man mit einem Mietwagen ungeteerte Strassen nicht befahren darf, war ich ziemlich erleichtert als wir oben angekommen waren.

Für den Lacher des Tages sorgte ein Asiate. Dieser wollte seinen Wohnwagen umdrehen. Dabei setzte er die Hinterreifen in einen Graben und lag mit dem Hinterteil auf. Weiterfahren ohne fremde Hilfe undenkbar. Sah aus wie ein Käfer auf dem Rücken.

Allgemein ist es einfach Wahnsinn was es hier für Wohnmobile gibt. Unsere Strassen in Deutschland könnte man damit niemals befahren, diese sind viel zu klein dafür. Dazu nimmt sicher jeder dritte Camper sein Auto mit in den Campingurlaub und hängt es hinten an sein Wohnmobil dran. Regina gefiel besonders der kleine Käfer der mitgezogen wurde.

Bevor es auf die 95 nach Westen ging passierten wir den Colorado und machten an der Brücke einige nette Bilder. Super ist, dass es fast überall einen Platz zum Anhalten und fotografieren gibt. Von Aussichtspunkten verstehen die Amerikaner etwas. Nach wenigen weiteren Meilen erreichten wir den Capitol Reef Nationalpark. Leider wurden wir vom Park etwas enttäuscht. Vielleicht hatten wir auch die letzten Tage schon genügend Steine gesehen und konnten so diese nicht mehr genießen. Laut Reiseführer sollte eine besonders reizvolle Ecke über den Scenic Drive zu erreichen sein. Es stand allerdings nicht im Reiseführer, dass wir schon wieder zwei Meilen Schotterpiste fahren müssen. Dazu hätten wir dann am Ende der Schotterpiste noch etwa eine Meile laufen müssen. Dazu hatten wir absolut keine Lust und so drehten wir um. Der Captiol Reef ist mehr etwas für Wanderer, aber das waren wir heute einfach nicht mehr.

Da es erst früher Nachmittag war, fuhren wir noch weiter. So ging es nach dem Capitol Reef auf die 12 nach Süden. Wir tankten noch einmal zur Sicherheit. Es passiert hier immer wieder das man mehre Stunden unterwegs ist ohne in ein Dorf, Stadt oder gar an eine Tankstelle zu kommen. Durch den Dixie National Wald ging es zuerst nach Boulder, ehe wir dann in Escalante im Prospector Inn für 77,42 $ ein Zimmer mieteten.

Wir machten dann noch einen kleinen Abstecher in eines dieser urigen Cafe’s um dort eine absolute leckere Pizza zu verdrücken. Mal abgesehen von der Knolle Knoblauch die man auf Reginas Pizza verteilt hatte. Nach dem Essen haben wir noch das kostenlose W-Lan genutzt und Tagebuch geschrieben, ehe es ins Bett ging.

Etwas gibt es was absolut in diesem Land stört. Es gibt keine Klobürsten! Alles weitere hierzu erspare ich euch. Auch funktioniert alles irgendwie anders. Wir haben sicher mittlerweile vier Arten von Wasserhähnen gehabt. Jede Lampe lässt sich unterschiedlich anschalten. Das ist alles nicht so schlimm wie das Tanken. Immerhin hat es bisher immer geklappt.

Zigaretten kosten übrigens auch überall unterschiedlich. Das liegt wohl an den unterschiedlichen Steuersätzen. Gestern habe ich welche für 5,70 $ gekauft.

Distandz: 291 Meilen (466 km)

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