USA 2015 – 24. Tag – So. 21.06.2015

San Francisco – München

Den letzten Tag habe ich spät begonnen und es ganz gemütlich angehen lassen. Zuerst habe ich noch einmal die Dusche auf dem Gang benutzt. Alles übrigens viel besser als ich mir vorher dachte. Ich musste lediglich einmal warten und sie war stets sauber. Allgemein war das Hotel The Mosser wirklich super, wenn natürlich nicht ganz günstig. Aber in San Francisco ist leider kaum etwas billig. Ich deponierte meinen Koffer und Rucksack im Hotel und zog noch einmal durch die Stadt.

Das „Railroad Museum“, welches eigentlich nur ein Verkaufsshop in der Größe meiner Wohnung ist, hielt mich nicht lange. Ich fuhr deshalb mit der elektrischen Tram zu Fishermans Warf um noch einmal die Golden Gate Bridge zu sehen. Nachdem ich den Seelöwen am Pier 39 auch noch einen Besuch abgestattet hatte und noch einmal bei In-N-Out Burger war fuhr ich noch einmal Cable Car.

Da öffentliche Verkehrsmittel wohl in jeder größeren Stadt ein Problem sind, dauerte meine Anreise zum Flughafen etwas länger. Die BART hatte ein Problem und so musste ich auf die Muni ausweichen, was dementsprechend länger dauerte. Ich hatte aber genügend Zeit eingeplant und war rechtzeitig am Flughafen. Unser Flug ging etwas verspätet, aber landete trotzdem pünktlich in München. Ich konnte sogar etwas schlafen, war aber doch sehr froh als ich wieder in München war.

Es war meine erste Reise alleine durch die USA und ich muss sagen, es ist unglaublich wie schnell diese 24 Tage vergingen. Ich habe in über drei Wochen nie das Gefühl gehabt wirklich alleine zu sein. Durch die Freundlichkeit der Amerikaner fühlt man sich auch in einem relativ fremden Umfeld schnell wohl. Gerade was der Umgang im Alltag angeht, dass man sich für alles entschuldigt, hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Natürlich gab es auch viele Dinge in denen man leider in Vorurteilen bestätigt wurde. Ich habe viele neue Dinge gesehen, auch an Orten wo ich schon war.

Es wird nicht mein letzter Urlaub in den USA gewesen sein. Es gibt noch genug zu erkunden!

USA 2015 – 2. Tag – Sa. 30.05.2015

San Francisco – Highway 1 – San Simeon

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Wie zu erwarten war schlauchte mich die erste Nacht gewaltig. Ich war um halb 4 Uhr wach und konnte dann nicht mehr einschlafen. Also um 6:30 das Bett verlassen und fertig gemacht. Mit dem Hotelshuttle zurück zum Flughafen und per Airtrain ging es dann zum Rental Car Center. Kurz vor 8 Uhr war ich dann bei Alamo. Dort wurde ich wirklich positiv überrascht. Nachdem ich die üblichen Versuche eines Upgrades abgewehrt hatte ging es zu den Autos. Dort konnte ich mir dann ein Auto in meiner gebuchten Klasse aussuchen aus etwa 25 Autos aussuchen. Choice Line heißt das Ganze. Dies wird an mehreren Stationen angeboten, am besten im Vorfeld kurz darüber informieren wo es angeboten wird.

Ich suchte mit einen schwarzen VW Jetta aus, weil dieser am wenigsten Kilometer auf dem Buckel hatte und er mir auch irgendwie gefiel. Nachdem ich mich im Auto eingerichtet hatte und aus dem Gewirr der Straßen rund um den Flughafen entfernt hatte, machte ich erst einmal einen kleinen Einkaufsstopp um Getränke zu kaufen. Anschließend ging es über die Berge an die Pazifikküste. Hier hatte ich richtig Pech, eine Nebelwand vom allerfeinsten verdarb mir jede Sicht. Der Nebel blieb auch als ich bei Half Moon Bay auf den Pacific Coast Highway einbog. Erst bei Santa Cruz gab es gegen halb 11 Uhr die ersten Sonnenstrahlen.

Leider half auch ein kurzer Stopp in Monterey nicht gegen den Nebel. Dementsprechend enttäuschend war auch der eigentlich wunderschöne Küstenabschnitt bei Big Sur. Zwar waren die tief hängenden Nebelschwaden, die vom Pazifik kommend über die Berge ins Land zogen, ein beeindruckendes Schauspiel, Sonnenstrahlen wären mir aber deutlich lieber gewesen. Ich hielt unzählige Male an, genoss die Landschaft und machte diverse Bilder. Eines der Touristenhighlights, den Julia Pfeifer Burns State Park, sparte ich mir. Zum einen kannte ich den Park schon und die Anzahl der dort stehenden Autos schrecke mich zudem ab.

Sonne gab es dann erst wieder nach Big Sur und kurz bevor ich mit San Simeon mein heutiges Ziel erreichte. Dort bewunderte ich die Seelöwen bei ihrem gegrunze und gemaule. Ziemlich kuschelbedürfte Tiere und sehr schön diese in freier Wildbahn zu sehen.

Zum Essen fuhr ich nach Cambria in den örtlichen Grill. Nach einem leckeren Burger ging ich noch etwas am Strand spazieren und beobachtete das wunderschöne Spiel der Adler mit dem Wind. Absolut toll wie diese Tiere sich treiben lassen. Dann wurde ich noch von vier Pelikanen überflogen. Blöd nur, dass ich dabei das Meer aus den Augen verloren habe. Jetzt ist die Hose halt nass 😉

Distanz: 226 Meilen (362 km)

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USA 2015 – 1. Tag – Fr. 29.05.2015

München – San Francisco

Etwa ein halbes Jahr nach meinem letzten Trip ging es erneut in die USA. Mittlerweile habe ich eine gewisse Routine entwickelt und so hielt sich meine Aufregung zurück und ließ der Vorfreude freien Lauf. Nachdem ich alles gepackt hatte, machte ich mich gegen Mittag mit dem Transrapid (S-Bahn) auf zum Flughafen.

Dort angekommen und das Gepäck aufgegeben, ging es zum Airbräu. Traditionen müssen ja erhalten werden. Alle Sicherheitschecks im Anschluss ohne Probleme gemeistert. Dass ich meinen Fotorucksack natürlich öffnen musste war eh klar. Eine Bekannte gab mir den Tipp, ich sollte die selbstständige Passkontrolle nutzen, funktionierte perfekt und sparte mir viel Zeit. Deshalb konnte ich noch gemütlich einen Kaffee mit ihr trinken, ehe ich zum Gate ging.

Mit einer halben Stunde Verspätung startete dann LH 458, ein A340-600, in Richtung San Francisco. Nach einem grausam langen 12 Stunden Flug kam ich um 19 Uhr Ortszeit (Deutschland 4 Uhr morgens nächster Tag) in San Francisco an. Dort wurde ich mit 15 Grad und Wolken empfangen.

Nach nur 20 Minuten passierte ich die Immigration (Passkontrolle und Einreise) und hatte mich noch über diese unglaublich schnelle Zeit gefreut. Allerdings musste ich, nachdem ich meinen Koffer in Empfang genommen hatte, beim Zoll noch einmal warten. Der Beamte bei der Passkontrolle hatte mich wohl als potentiell gefährlich eingestuft und so durfte ich mich einer gesonderten Behandlung erfreuen. Aber auch diese war ein paar Minuten später vorbei, ich hatte ja auch nichts zu verbergen. Vielleicht bin ich etwas zu oft eingereist in den letzten Monaten.

Vor dem Flughafen rief ich dann im Hotel an und bestellt das Shuttle, welches auch keine 15 Minuten später vor Ort war. Gegen 21 Uhr fiel ich erschöpft auf mein Bett. Ein langer, aber ruhiger und stressfreier, Anreisetag.

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