USA 2015 – 24. Tag – So. 21.06.2015

San Francisco – München

Den letzten Tag habe ich spät begonnen und es ganz gemütlich angehen lassen. Zuerst habe ich noch einmal die Dusche auf dem Gang benutzt. Alles übrigens viel besser als ich mir vorher dachte. Ich musste lediglich einmal warten und sie war stets sauber. Allgemein war das Hotel The Mosser wirklich super, wenn natürlich nicht ganz günstig. Aber in San Francisco ist leider kaum etwas billig. Ich deponierte meinen Koffer und Rucksack im Hotel und zog noch einmal durch die Stadt.

Das „Railroad Museum“, welches eigentlich nur ein Verkaufsshop in der Größe meiner Wohnung ist, hielt mich nicht lange. Ich fuhr deshalb mit der elektrischen Tram zu Fishermans Warf um noch einmal die Golden Gate Bridge zu sehen. Nachdem ich den Seelöwen am Pier 39 auch noch einen Besuch abgestattet hatte und noch einmal bei In-N-Out Burger war fuhr ich noch einmal Cable Car.

Da öffentliche Verkehrsmittel wohl in jeder größeren Stadt ein Problem sind, dauerte meine Anreise zum Flughafen etwas länger. Die BART hatte ein Problem und so musste ich auf die Muni ausweichen, was dementsprechend länger dauerte. Ich hatte aber genügend Zeit eingeplant und war rechtzeitig am Flughafen. Unser Flug ging etwas verspätet, aber landete trotzdem pünktlich in München. Ich konnte sogar etwas schlafen, war aber doch sehr froh als ich wieder in München war.

Es war meine erste Reise alleine durch die USA und ich muss sagen, es ist unglaublich wie schnell diese 24 Tage vergingen. Ich habe in über drei Wochen nie das Gefühl gehabt wirklich alleine zu sein. Durch die Freundlichkeit der Amerikaner fühlt man sich auch in einem relativ fremden Umfeld schnell wohl. Gerade was der Umgang im Alltag angeht, dass man sich für alles entschuldigt, hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Natürlich gab es auch viele Dinge in denen man leider in Vorurteilen bestätigt wurde. Ich habe viele neue Dinge gesehen, auch an Orten wo ich schon war.

Es wird nicht mein letzter Urlaub in den USA gewesen sein. Es gibt noch genug zu erkunden!

USA 2015 – 23. Tag – Sa. 20.06.2015

San Francisco

Am Morgen machte ich mich auf nach Twin Peaks. Ich nahm die alte Elektrische Tram nach Westen in die Berge. Zwischendrin machte ich einen Stopp an der UN Plaza. Eine Gedenkstätte zur Gründung der Vereinten Nationen am 26. Juni 1945, welche in San Francisco stattfand. Hier finden sich auch Gedenktafeln der Länder, mit Beitrittsdatum. Deutschland ist übrigens drei Mal vertreten. 1973 mit der BRD und der DDR, sowie 1991 mit Gesamtdeutschland.

Im Hintergrund der UN Plaza, befindet sich die San Francisco Stadthalle, welche am diesem Wochenende ihr 100 Jähriges Jubiläum feierte. Deshalb wurde dort gerade eine Bühne aufgebaut. Ich machte mich weiter auf den Weg nach Twin Peaks und stellte am Fuß des Hügels fest, dass dieser im Nebel liegt. Ich nahm dies hin und machte mich an den Aufstieg und wurde belohnt. Es ging wieder durch viele wunderschöne kleine Treppenstufen nach oben. Auch wenn die Sicht nicht ganz perfekt war, genoss ich doch einige ruhige Minuten auf dem Berg beim Blick auf Downtown. Im einen Moment lag die Stadt komplett im Nebel, im nächsten war der Blick wieder frei.

Ich stattete dann noch dem Goldenen Hydrant einen Besuch ab. Dieser liegt an der Mission Dolores und soll nach dem großen Erdbeben von 1906 als letzter noch Wasser gehabt haben. Deshalb wurde er vergoldet. Allgemein ist Dolores Heights, die Gegend um Twin Peaks, ein tolles Stadtviertel mit wunderschönen Häuser und vielen kleinen Treppen die am Ende von Sackgassen über die Berge führen. Hier allerdings benötigt man schon den ein oder anderen Extradollar für ein Haus.

Im Anschluss wollte ich dann auch den Pazifik sehen und nahm die Bahn dorthin, welche nach einer gefühlten Ewigkeit auch kam und nach einer weiteren Ewigkeit auch den Pazifik erreichte. Ich lief den Strand in Richtung Süden zum Zoo. Obwohl ein ziemlicher Wind wehte und es sich dadurch ziemlich kalt anfühlte, war der Sand angehem warm. Im Gegensatz zum Pazifik, der sich wie die Nordsee anfühlte. Viele Surfer fanden sich nicht in den doch deutlich vorhandenen Wellen, dafür aber umso mehr Angler. Diese zogen zum Teil richtig große Fische aus dem Wasser.

Mit der Muni und dem Bus ging es zum nächsten Ziel Baker Beach, was südlich der Golden Gate Bridge auf der Pazifikseite liegt. Der ziemlich frequentierte Strand war wie der große Strand gespickt mit Fischern und Urlaubenden. Von hier hat man noch einmal einen wunderschönen Blick auf die Brücke, von welcher ein Pfeiler im Nebel lag. Ob des bevorstehenden Heimfluges morgen, hatte ich doch eine kleine Träne in den Augen, bei diesem Anblick.

Ich suchte mir für meinen letzten Abend noch ein Pub in der Innenstadt aus und unterhielt mich lange mit einem jungen Amerikaner. Bei meinen Erzählungen über die Deutschen Sozialsysteme blieb ihm immer wieder der Mund offen stehen. Gerade was Urlaubstage, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung angeht, ist Deutschland ein Schlaraffenland im Gegensatz zu den USA.

Als ich mich auf den Weg ins Hotel machte bekam ich eine ganz wundervolle Stimmung in der Stadt mit. Es war noch nicht komplett dunkel und es hatten sich Nebel und Wolken über die Stadt gelegt. So verschwanden die Hochhäuser und die Straßen zum Teil daran. Leider ganz schlecht zu fotografieren, aber unglaublich toll anzuschauen.

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USA 2015 – 22. Tag – Fr. 19.06.2015

San Francisco

Wie es auch anders sein konnte, fuhr ich morgens zuerst einmal Cable Car. Dabei stellte ich wieder fest, wie viele Einheimische sehr gerne damit fahren. Ich würde wohl auch so oft wie möglich damit fahren, wenn ich in dieser Stadt wohnen würde.

Als ersten Punkt heute habe ich mir das Cable Car Museum ausgesucht. Das Museum ist nicht sonderlich groß und ist ein Teil des Cable Car Depots (in der sich auch die Werkstatt befindet). Im Museum kann man vor allem viel über die Geschichte der Cable Cars lesen. Zudem werden von hier aus die Seile angetrieben welche die Cable Cars durch die Stadt bringt.

Im Anschluss ging es, natürlich per Cable Car, zur Lombard Street. Die angeblich kurvigste Straße der Welt ist zwischen Hyde und Leavonworth Street so steil, dass sie in kleinen Kurven hinunterführt. Man kann sie auch nur von Hyde nach unten fahren. Die Lombard Street gehört zu den Hotspots der Stadt und sicher auch deshalb ist der Abschnitt wunderschön mit Blumen dekoriert. Dass sich hier unglaublich viele Touristen ansammeln gehört dann leider auch zum Ruhm der Straße.

Mein nächstes Ziel hieß Coit Tower und zu diesem lief ich dann auch hoch. Von dort hat meinen ganz anderen, wieder wunderschönen Blick. Zur einen Seite die Stadt und zur anderen Seite die Bay. Absolut konsequent sind übrigens die quadratischen Straßen Einteilungen. Die Anhöhe des Coit Tower unterbricht die Straßen nur. Auf der anderen Seite geht es einfach weiter, als ob der Berg nicht da wäre.

Auf der Ostseite des Towers befindet sich eine wunderschöne Treppe welche an der Filbert Street endet. Auch hier ist ein wunderschöner Garten zu beiden Seiten der Treppe angelegt. Dazwischen dann natürlich Häuser der Bewohner, welche sicher nicht zu den günstigsten in San Francisco gehören dürften. Diese Ecke empfinde ich als bisher schönste die ich in San Francisco gesehen habe.

Nachdem ich ein obligatorisches Bild beim Hauptquartier von Twitter (Market / 9th Street) gemacht hatte, ging es zum AT&T Ballpark der San Francisco Giants. Leider spielen die Giants während meines Besuchs nicht zu Hause. Ich wollte aber zumindest um das wunderschöne, direkt an der Bay gelegene, Stadion laufen und dem Fanshop einen Besuch abstatten.

Nach einer kleinen Pause im Hotel machte ich mich auf den Weg nach Chinatown um auch diesem Stadtteil einen Besuch abgestattet zu haben. Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie in einer Stadt eine Subkultur entstehen kann, die mit dem Rest der Stadt absolut nichts gemein hat. Mit dem Cable Car fuhr ich dann noch einmal zu Fishermans Warf.

Vom Bremser eines Cable Cars erfuhr ich, dass Präsident Obama in der Stadt sei und deshalb nur eine Linie der Cable Cars fährt, eben seine. Nachdem der Präsident die Veranstaltung verlassen hatte, fuhren dann nach und nach alle Linien wieder. Ich lief von Fishermans Warf aber einfach zurück, sowieso eigentlich eine der schönen Arten diese Stadt zu erkunden. In der Abendsonne ergaben sich noch einmal ganz andere Motive wie am Tag.

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USA 2015 – 21. Tag – Do. 18.06.2015

San Francisco

Ich ließ den Tag gemütlich an und fuhr erst einmal mit der alten Elektrischen Tram in Richtung Westen. Für Liebhaber alter Trambahnen ein Hochgenuss. Die Bahnen sind unterschiedlich angemalt und man findet noch diverse Dinge die man heute aus Kostengründen nicht mehr einbauen würde. Unter anderem eine kleine Kurbel zum Fenster öffnen. Unterwegs sah ich auch berittene Polizisten, was ich in einer Großstadt mit dieser Geräuschkulisse durchaus beachtlich finde.

Als wir die Endstation Castro erreicht hatten, stieg ich aus und lief zum Alamo Square um die berühmten Painted Ladies zu sehen. Die bekannte Gruppe von Häusern im viktorianischen Stil, welche im Vorspann der US Sitcom Full House zu sehen ist.. Leider wurde eines der Häuser gerade renoviert und so wurde das Bild, obwohl das Wetter perfekt war, eben leider nicht ganz perfekt.

Im Anschluss nahm ich von dort den Bus zum Golden Gate Park. Viele der Häuser in dieser wunderschönen Stadt sind mittlerweile wieder liebevoll renoviert worden, leider gibt es aber immer noch genügend ziemlich runtergekommene Häuser. Nachdem ich im Golden Gate Park angekommen war lief ich erst einmal ziemlich planlos in diesem großen Park umher. Der Park ist ähnlich wie der Central Park quadratisch in die Stadt gepflanzt. Auch hier geht eine Straße mitten durch den Park, der Highway 1..

Mit dem Bus ging es im Anschluss weiter zur Golden Gate Bridge. Da das Wetter ganz gut aussah, wollte ich mein Glück versuchen und die Golden Gate Bridge ohne Nebel sehen. Die Brücke liegt sehr oft im Nebel, ich hatte also wirklich Glück. Also lief ich über die berühmteste aller Brücken und ging auf der anderen Seite noch einmal nach Marin Headlands hoch um Bilder mit der Stadt im Hintergrund zu machen. Insgesamt hat die Brücke eine Länge von 2737 Metern, es ist also ein ganz schönes Stück zu laufen, aber es hat sich gelohnt.

Nachdem ich etwa zwei Stunden später wieder zurück an der Südspitze der Brücke war, fuhr ich nach Fishermans Warf, was irgendwie so etwas wie das Touristenzentrum ist. Hier reiht sich ein Souvenirshop an den nächsten. Nachdem ich mir auch noch die Seelöwen an Pier 39 angeschaut habe, ging es mit dem Street Car zurück in Richtung Hotel. An der California St. & Drumm St. stieg ich dann ins Cable Car um. In den Abendstunden sind die berühmten Touristenattraktionen bei weitem nicht so frequentiert. Ich fuhr bis zur Powell St. und wechselte die Linie um zum Hotel zu kommen.

Man sollte sich übrigens genau überlegen wie man in San Francisco unterwegs sein möchte. Mit dem Auto zu fahren ist, wie in vielen Großstädten, ein absolutes graus. Wer nur einmal mit einem Cable Car fahren möchte, wird für die einfache Fahrt ab Juli 7 $ los. Ich habe für mein 7-Tage-Ticket 35 Dollar gezahlt und darf damit alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt (außer dem Bart) nutzen. Damit kommt man bequem durch die Stadt und erreicht alle Ziele. Außerdem kann man so oft Cable Car fahren wie man möchte.

Vielleicht auch ein paar Worte zum Wetter in San Francisco. Man sieht hier unglaublich viele Menschen mit Stadtmotivpulli herumlaufen. Das hat auch seinen Grund. Obwohl heute die Sonne schien, war es unglaublich kalt. Durch das „Golden Gate“ kommt ein sehr kalter und starker Wind. Oft liegen, wie oben schon gesagt, Nebel und Wolken über der Stadt. Eine Amerikanerin meinte heute: „ich komme aus New York, warum hat mir niemand gesagt, dass es an der Westküste kalt sein kann.“

Ein Nachtrag nach zu den Tüten. In San Francisco gibt es eine Staatliche Zwangsabgabe von 10 Cent für Tüten, deshalb wird man hier gefragt ob man eine kaufen möchte.

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USA 2015 – 20. Tag – Mi. 17.06.2015

Lodi – San Francisco

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Wie gewohnt ging es pünktlich los. Zum letzten Mal in diesem Urlaub am Morgen ins Auto steigen. Die nächsten Tage geht es dann etwas gemütlicher in den Tag. Über den Highway 12 ging es nach Westen in Richtung San Francisco. Eine ziemlich interessante Strecke. Zum Teil gab es eine Mauer zwischen den Fahrstreifen umso zu verhindern, dass überholt wird. Dies lag wohl nicht zuletzt daran, dass die Strecke Bergauf- und Bergab ging.

Zwischen San Francisco und Sacramento gibt es unglaublich viele Windräder. California versucht es ja auf dem grünen Weg. Dies sieht man nicht nur daran. Auf dem US Festland werden in California auch die höchsten Benzinpreise aufgerufen. Hier bekommt man auch nicht sofort eine Plastiktüte beim Einkaufen.

Als nächstes fuhr ich nach Sausalito, eine wirklich tolle kleine Stadt am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf San Francisco und auf Alcatraz. Leider hatte es denn hier so oft vorhandenen Nebel und deshalb war der Blick etwas getrübt.

Ich fuhr weiter nach Marin Headlands, leider auch dort das gleiche Bild. Die Golden Gate Bridge lag komplett im Nebel und es war ziemlich kalt. Also fuhr ich weiter in Richtung Hotel um dort kurz meine Koffer ins Hotel zu bringen. Im Anschluss ging es zum Flughafen um das Auto zurück zu bringen. Nach 6381 Kilometern gab mich meinen liebgewonnen VW Jetta zurück.

Im Anschluss ging es mit der Bart (Bay Area Transport) zurück zum Hotel. D legte ich erst einmal die Füße hoch, ehe ich im Anschluss noch etwas die Gegend um das Hotel erkundet habe.

Abends fuhr ich nach Oakland um mir das Baseballspiel der örtlichen Athletics gegen die San Diego Padres anzuschauen. Die A’s aus Oakland fristen ein etwas trauriges Dasein im Schatten der San Francisco Giants, welche seit 2010 drei Mal die Meisterschaft gewinnen konnten. Obwohl die Mannschaft auch am unteren Tabellenende steht, war das Spiel ganz gut besucht (20.625 Zuschauer). Die A’s zerlegten in einem wahren Rausch die Padres mit 16:2. Es gibt einen interessanten Film namens „Moneyball“ über die Athletics, welche mit wenig Geld eine Siegermannschaft geformt haben. Im Coliseum, dem Stadion, spielen auch die Raiders, das örtliche Footballteam. Dementsprechend komisch sieht die Schüssel aus.

Sollte mir in den nächsten Tagen langweilig werden, spielen die Athletics die nächsten vier Tage auch Zuhause.

Distanz: 125 Meilen (200 km)

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USA 2015 – 2. Tag – Sa. 30.05.2015

San Francisco – Highway 1 – San Simeon

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Wie zu erwarten war schlauchte mich die erste Nacht gewaltig. Ich war um halb 4 Uhr wach und konnte dann nicht mehr einschlafen. Also um 6:30 das Bett verlassen und fertig gemacht. Mit dem Hotelshuttle zurück zum Flughafen und per Airtrain ging es dann zum Rental Car Center. Kurz vor 8 Uhr war ich dann bei Alamo. Dort wurde ich wirklich positiv überrascht. Nachdem ich die üblichen Versuche eines Upgrades abgewehrt hatte ging es zu den Autos. Dort konnte ich mir dann ein Auto in meiner gebuchten Klasse aussuchen aus etwa 25 Autos aussuchen. Choice Line heißt das Ganze. Dies wird an mehreren Stationen angeboten, am besten im Vorfeld kurz darüber informieren wo es angeboten wird.

Ich suchte mit einen schwarzen VW Jetta aus, weil dieser am wenigsten Kilometer auf dem Buckel hatte und er mir auch irgendwie gefiel. Nachdem ich mich im Auto eingerichtet hatte und aus dem Gewirr der Straßen rund um den Flughafen entfernt hatte, machte ich erst einmal einen kleinen Einkaufsstopp um Getränke zu kaufen. Anschließend ging es über die Berge an die Pazifikküste. Hier hatte ich richtig Pech, eine Nebelwand vom allerfeinsten verdarb mir jede Sicht. Der Nebel blieb auch als ich bei Half Moon Bay auf den Pacific Coast Highway einbog. Erst bei Santa Cruz gab es gegen halb 11 Uhr die ersten Sonnenstrahlen.

Leider half auch ein kurzer Stopp in Monterey nicht gegen den Nebel. Dementsprechend enttäuschend war auch der eigentlich wunderschöne Küstenabschnitt bei Big Sur. Zwar waren die tief hängenden Nebelschwaden, die vom Pazifik kommend über die Berge ins Land zogen, ein beeindruckendes Schauspiel, Sonnenstrahlen wären mir aber deutlich lieber gewesen. Ich hielt unzählige Male an, genoss die Landschaft und machte diverse Bilder. Eines der Touristenhighlights, den Julia Pfeifer Burns State Park, sparte ich mir. Zum einen kannte ich den Park schon und die Anzahl der dort stehenden Autos schrecke mich zudem ab.

Sonne gab es dann erst wieder nach Big Sur und kurz bevor ich mit San Simeon mein heutiges Ziel erreichte. Dort bewunderte ich die Seelöwen bei ihrem gegrunze und gemaule. Ziemlich kuschelbedürfte Tiere und sehr schön diese in freier Wildbahn zu sehen.

Zum Essen fuhr ich nach Cambria in den örtlichen Grill. Nach einem leckeren Burger ging ich noch etwas am Strand spazieren und beobachtete das wunderschöne Spiel der Adler mit dem Wind. Absolut toll wie diese Tiere sich treiben lassen. Dann wurde ich noch von vier Pelikanen überflogen. Blöd nur, dass ich dabei das Meer aus den Augen verloren habe. Jetzt ist die Hose halt nass 😉

Distanz: 226 Meilen (362 km)

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USA 2015 – 1. Tag – Fr. 29.05.2015

München – San Francisco

Etwa ein halbes Jahr nach meinem letzten Trip ging es erneut in die USA. Mittlerweile habe ich eine gewisse Routine entwickelt und so hielt sich meine Aufregung zurück und ließ der Vorfreude freien Lauf. Nachdem ich alles gepackt hatte, machte ich mich gegen Mittag mit dem Transrapid (S-Bahn) auf zum Flughafen.

Dort angekommen und das Gepäck aufgegeben, ging es zum Airbräu. Traditionen müssen ja erhalten werden. Alle Sicherheitschecks im Anschluss ohne Probleme gemeistert. Dass ich meinen Fotorucksack natürlich öffnen musste war eh klar. Eine Bekannte gab mir den Tipp, ich sollte die selbstständige Passkontrolle nutzen, funktionierte perfekt und sparte mir viel Zeit. Deshalb konnte ich noch gemütlich einen Kaffee mit ihr trinken, ehe ich zum Gate ging.

Mit einer halben Stunde Verspätung startete dann LH 458, ein A340-600, in Richtung San Francisco. Nach einem grausam langen 12 Stunden Flug kam ich um 19 Uhr Ortszeit (Deutschland 4 Uhr morgens nächster Tag) in San Francisco an. Dort wurde ich mit 15 Grad und Wolken empfangen.

Nach nur 20 Minuten passierte ich die Immigration (Passkontrolle und Einreise) und hatte mich noch über diese unglaublich schnelle Zeit gefreut. Allerdings musste ich, nachdem ich meinen Koffer in Empfang genommen hatte, beim Zoll noch einmal warten. Der Beamte bei der Passkontrolle hatte mich wohl als potentiell gefährlich eingestuft und so durfte ich mich einer gesonderten Behandlung erfreuen. Aber auch diese war ein paar Minuten später vorbei, ich hatte ja auch nichts zu verbergen. Vielleicht bin ich etwas zu oft eingereist in den letzten Monaten.

Vor dem Flughafen rief ich dann im Hotel an und bestellt das Shuttle, welches auch keine 15 Minuten später vor Ort war. Gegen 21 Uhr fiel ich erschöpft auf mein Bett. Ein langer, aber ruhiger und stressfreier, Anreisetag.

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USA 2010 – 15. Tag – Mi. 26.05.2010

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San Francisco – Big Sur – San Simeon

Leider neigt sich unser Urlaub schön langsam aber sicher dem Ende zu. Zwei Wochen ging es nach Osten, Norden und Westen. Um Los Angeles unser letztes großes Ziel zu erreichen, geht es jetzt zum ersten Mal richtig lange nach Süden.

Bevor wir San Francisco verließen, holten wir noch den Ausflug zum Alamo Square nach. Dieser war gestern sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Am Alamo Square, das ein kleiner Park ist, befinden sich die so genannten „Painted Ladys“. Die „Ladys“ sind eine Häuserreihe, die oft im TV zu sehen ist. Es handelt sich um wunderschöne viktorianische Häuser in verschiedenen Farben, welche auf einer Anhöhe liegen und in deren Hintergrund die Skyline von San Francisco zu sehen ist. Wahrlich ein super schöner Anblick.

Leider hatten wir heut eine größere Etappe vor uns und so verabschiedeten wir uns von San Francisco mit einem Frühstück bei Starbucks und Subway. Wir fuhren auf den California Highway 1 in Richtung Süden und verließen die Stadt am Golden Gate.

Der traumhafte Pacific Coast Highway führt zu großen Teilen direkt an der Steilküste entlang. Besonders im Küstenabschnitt Big Sur befindet sich hinter jeder Kurve eine neue atemberaubende Aussicht. In Big Sur liegt auch der Julia Pfeiffer Burns State Park. Der Park ist ein wunderschönes kleines Paradies mit einem Wasserfall der in den Pazifik mündet. Wir verweilten einige Zeit ehe wir uns vom heutigen Highlight verabschiedeten und weiterfuhren.

Leider wurde im weiteren Verlauf das Wetter im schlechter und die Küste von Big Sur wurde in tief hängende Nebelschwaden gehüllt. Wir fuhren weiter bis San Simeon wo wir ein Days Inn für 78,92 $ fanden. Hier gab es auch endlich wieder richtiges Internet. Auch wenn wir im Vorfeld den Großteil geplant hatten, sucht man auch unterwegs immer wieder Informationen wie Wetter, Strecke etc., da ist es natürlich ärgerlich wenn man offline ist.

Abends gingen wir aufgrund mangelnder Alternativen ins San Simeon Cafe welches direkt am Hotel lag. Dort ließen wir uns zu Hähnchen und Spare Ribs nach BBQ Art, also geräuchert überreden. Eine absolut unbekannte Geschmacksrichtung welche ich jetzt nicht jeden Tag haben müsste.

Regina hat übrigens den Unterschied zwischen einem Highway und einem Freeway herausgefunden. Ein Highway und ein Freeway können beide unzählige Fahrspuren in beide Richtungen haben. Nur auf dem Freeway gibt es freie Fahrt für alle Autos, dieser hat nämlich keine störenden Ampeln.

Distanz: 216 Meilen (346 km)

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USA 2010 – 14. Tag – Di. 25.05.2010

San Francisco

Heute hatten wir richtiges Pech mit dem Wetter. Es regnete den ganzen Tag und wir konnten leider nicht das gewünschte Programm abspulen. Insgesamt glauben wir aber trotzdem, dass wir viel von San Francisco gesehen haben.

Als erstes machten wir uns heute auf den Weg zum Cablecar Museum. Einer der Fahrer der Cablecar sagte darüber „It’s Free and it’s Open“. Viel zu sehen gab es im Museum allerdings nicht. Es laufen dort vier große Räder, die die Kabel durch die Stadt ziehen an denen die Cable Cars die Berge hochklettern. Dazu gibt es noch historisches zur großen Touristenattraktion. Übrigens ist es durchaus so, dass auch die Bewohner von San Francisco das Cable Car als Fortbewegungsmittel nutzen.

Im Downtown suchten wir einen Starbucks auf, um dann frisch gestärkt per Cablecar zur Lombard Street zu fahren. Die kurvigste Strasse der Welt ist ein absoluter Anziehungspunkt für Touristen, deshalb waren wir ja auch da. Noch während wir Bilder machten und umherschlenderten, fing es zu regnen an. Wir machten uns deshalb auf den Weg zurück in die Stadt und nahmen eine U-Bahn zum Baseballstadion der SF Giants. Wir wollten Abends ein Spiel anschauen und kauften uns Karten für 21 $ pro Person.

Wir hatten gehofft das wir damit etwas Zeit vertreiben können, bis der Regen aufhört. Leider klappte dies nicht uns so fuhren wir zurück ins Hotel um uns aufzuwärmen. Da das Stadion nicht überdacht ist, hatten wir doch etwas Angst beim Spiel komplett nass zu werden. Der Wettergott war aber doch gnädig mit uns. Als wir um kurz nach 18 Uhr am Stadion ankamen, regnete es nicht und während des Spiels nieselte es nur leicht. Wir hatten, dass das Stadion nicht ausverkauft war und so konnten wir uns auf die etwa fünf überdachten Reihen zurückziehen.

Der „AT & T Ballpark“ der SF Giants ist ein echtes Schmuckkästchen. Malerisch an der Bucht von San Francisco gelegen, Backsteinfassade, eine sicher 30 auf 15 Meter große HD-Anzeige und beste Sicht von allen Plätzen. Auf ein Dach hat man wohl bewusst verzichtet, da Baseball eher weniger im Regen gespielt wird. Sehr nett auch die „Splash Hits“ Tafel, auf der angezeigt wird wie viele Homeruns hinter dem Stadion in die Bucht ins Wasser platschten. Leider kam am heutigen Tag kein weiterer hinzu und so blieb die Anzeige bei 51 stehen.

Marcus und ich versorgten uns erst einmal mit original US Baseballcaps „Made in Korea“, ehe wir uns auf Essensuche begaben. Von Fast Food verstehen die Amerikaner ja etwas und auch hier im Stadion wurde man satt! Hot Dog, Bratwurst, Nacos mit Käse, Sandwiches, Softgetränke (bis zu 1,5 Liter groß), Bier (günstige 9 $) und vieles mehr. Wir entschieden uns für ein Käsesteak (glich einem Döner mit Käse), das mit 7 $ zwar nicht günstig war, aber dafür verdammt lecker.

Die Giants gewannen Ihr Heimspiel vor 27.000 Zuschauern mit 4:2 und standen damit weiter im Mittelfeld der Tabelle. Am Ende der Saison 2010 sollte allerdings der erste Titel für die Giants seit dem Umzug aus New York in den 50er Jahren stehen. Das Spiel war schon einmal interessant zu sehen, auch wenn es sich doch recht lange hinzieht. Die Amerikaner haben allerdings ein komplett anderes Verständnis für Stimmung. Hier wird der Gast von der Anzeigetafel dazu animiert Lärm zu machen, für uns undenkbar.

Nach dem Spiel machten wir uns direkt auf den Heimweg und sofort ins Bett.

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USA 2010 – 13. Tag – Mo. 24.05.2010

San Francisco

Bereits um halb 7 klingelte der Wecker. Wir hatten um 9 Uhr die erste Tour nach Alcatraz gebucht und wollten auf keinen Fall zeitliche Probleme bekommen. Wir machten uns fertig, erwischten den Bus und waren so pünktlich an Pier 33. Um kurz nach 9 Uhr legte dann auch unser Boot in Richtung Alcatraz ab. Für die etwa zwei Meilen lange Strecke, benötigen die Boote gerade einmal 15 Minuten um die Gäste auf „The Rock“ zu bringen.

Auf dem Nationalpark Alcatraz angekommen, wurden wir von einem Park Ranger begrüßt und auf die Regeln der Insel hingewiesen. Wir erkundeten auf eigene Faust die Insel. Vorbei an alten Gebäuden, aus einer Zeit als Alcatraz noch eine Festung der Spanier war, ging es zum eigentlichen Zellentrakt. In den Waschräumen des Zellentrakts bekam jeder ein Kopfhörerset (in Deutsch!) ehe wir uns zum Startpunkt der Audiotour begaben.

Die interessante und wirklich super gemachte Tour bringt einem Alcatraz deutlich näher. Wenn man an der Zelle steht, hineinsieht und einem dabei erzählt wird, dass dort ein Wärter erschossen wurde, dann wird einem anders. An einer anderen Stelle sieht man Schäden von Granateneinschlägen, die von einem Ausbruchsversuch stammen. Perfekt auch wie man einige Zellen eingerichtet hat um zu zeigen wie wenig, oder wie viel Platz es dort gab. Die Tour endet im Speisesaal, an dem noch der Speiseplan des letzten Tages (21. März 1963) hängt. Nachdem wir die Tour beendet hatten, gingen wir hinaus auf die Insel um einige Bilder von San Francisco zu machen, ehe wir mit dem Schiff zurück an Land fuhren.

Nachdem wir wieder an „Land“ waren, fuhren wir mit einer alten historischen Straßenbahn in Richtung Downtown. Faszinierend ist dieses San Francisco, große Hochhäuser und dazwischen ein ganz kleines Haus. Wir machten einen kleinen Frühstücksstopp in meinen neuen Lieblingsladen Subway. Ich machte mich dann auf den Weg neue Speicherkarten zu kaufen, ich knipse doch etwas mehr als ich dachte. Fündig wurde ich im Radio Shack, einem kleinen Elektronikladen, bei uns mit Electronics zu vergleichen.

Nachdem wir uns noch einen Kaffee im Starbucks geholt hatten, fuhren wir das erste Mal U-Bahn. Wir wollte in Richtung des Golden Gate Parks am Pazifik. Also nahmen wir einen „Zug“ der Linie N in Richtung Ocean Beach. Wir wunderten uns schon beim Einsteigen, dass der Zug nur so groß ist wie bei uns eine normale Straßenbahn. Als der Zug allerdings an die Oberfläche fuhr und dann als ganz normale Straßenbahn fungierte war uns alles klar. Wir fuhren einige Zeit bis wir die Endstation erreichten.

Wir schlenderten sicher zwei Meilen über den traumhaften Sandstrand. Anschließend nahmen wir einen Bus um zur Golden Gate Bridge zu kommen. Wir hatten heute verdammtes Glück mit dem Wetter, obwohl es in den Morgenstunden noch geregnet hatte, lachte jetzt über SF die Sonne. An der GG angekommen, liefen wir bis zum ersten Pfeiler in der Mitte und machten natürlich diverse Bilder.

Wir verließen die Golden Gate und fuhren mit dem Bus in Richtung Hotel. Wir wollten einkaufen gehen und zuvor unsere Regenklamotten loswerden. Als wir dann wieder in Downtown waren, wurden wir vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten bitter enttäuscht. Zwar haben die Geschäfte jeden Tag offen, aber spätestens um 20:30 Uhr machen die meisten zu. Lediglich Lebensmittelgeschäfte sind oft 24 Stunden am Tag offen. Regina schaffte es in der kurzen Zeit trotzdem noch zwei Paar Chucks zu kaufen. Ich habe auch ein Paar probiert, aber festgestellt, dass ich eindeutig kein Chucksträger bin.

Shopping macht Hungrig und so ging es per Cablecar in Richtung Fishermans Wharf. Dort liefen wir etwas planlos umher, ehe wir einen Hooters entdeckten. Hooters ist eine Restaurantkette die dafür bekannt ist, dass die Bedienungen im Hot Pans rumlaufen und eine enorme Oberweite haben. Wir wurden nicht enttäuscht! Es liefen wirklich einige sehr hübsch anzusehende Bedienungen rum, leider war unser nicht ganz so heiß. Ich nahm knochenlose Chicken Wings und landete damit einen Volltreffer! Absolut lecker mit einer genialen Soße. Mit das beste Essen in diesem Land bisher.

Heute ist mir aufgefallen wie selbstverständlich man nach ein paar Tagen Englisch spricht. Zwar gibt es immer wieder Momente an denen man stockt, aber das alltägliche kommt ohne Probleme über die Lippen. Ich habe übrigens ganz vergessen zu erwähnen, dass die Dame beim Eingang des Sequia Nationalparks mein Englisch wie folgt gelobt hat: Man hört gar nicht das Sie Deutscher sind, Ihre Aussprache ist so perfekt. Das ging runter wie Öl 🙂

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