USA 2015 – 2. Tag – Sa. 30.05.2015

San Francisco – Highway 1 – San Simeon

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Wie zu erwarten war schlauchte mich die erste Nacht gewaltig. Ich war um halb 4 Uhr wach und konnte dann nicht mehr einschlafen. Also um 6:30 das Bett verlassen und fertig gemacht. Mit dem Hotelshuttle zurück zum Flughafen und per Airtrain ging es dann zum Rental Car Center. Kurz vor 8 Uhr war ich dann bei Alamo. Dort wurde ich wirklich positiv überrascht. Nachdem ich die üblichen Versuche eines Upgrades abgewehrt hatte ging es zu den Autos. Dort konnte ich mir dann ein Auto in meiner gebuchten Klasse aussuchen aus etwa 25 Autos aussuchen. Choice Line heißt das Ganze. Dies wird an mehreren Stationen angeboten, am besten im Vorfeld kurz darüber informieren wo es angeboten wird.

Ich suchte mit einen schwarzen VW Jetta aus, weil dieser am wenigsten Kilometer auf dem Buckel hatte und er mir auch irgendwie gefiel. Nachdem ich mich im Auto eingerichtet hatte und aus dem Gewirr der Straßen rund um den Flughafen entfernt hatte, machte ich erst einmal einen kleinen Einkaufsstopp um Getränke zu kaufen. Anschließend ging es über die Berge an die Pazifikküste. Hier hatte ich richtig Pech, eine Nebelwand vom allerfeinsten verdarb mir jede Sicht. Der Nebel blieb auch als ich bei Half Moon Bay auf den Pacific Coast Highway einbog. Erst bei Santa Cruz gab es gegen halb 11 Uhr die ersten Sonnenstrahlen.

Leider half auch ein kurzer Stopp in Monterey nicht gegen den Nebel. Dementsprechend enttäuschend war auch der eigentlich wunderschöne Küstenabschnitt bei Big Sur. Zwar waren die tief hängenden Nebelschwaden, die vom Pazifik kommend über die Berge ins Land zogen, ein beeindruckendes Schauspiel, Sonnenstrahlen wären mir aber deutlich lieber gewesen. Ich hielt unzählige Male an, genoss die Landschaft und machte diverse Bilder. Eines der Touristenhighlights, den Julia Pfeifer Burns State Park, sparte ich mir. Zum einen kannte ich den Park schon und die Anzahl der dort stehenden Autos schrecke mich zudem ab.

Sonne gab es dann erst wieder nach Big Sur und kurz bevor ich mit San Simeon mein heutiges Ziel erreichte. Dort bewunderte ich die Seelöwen bei ihrem gegrunze und gemaule. Ziemlich kuschelbedürfte Tiere und sehr schön diese in freier Wildbahn zu sehen.

Zum Essen fuhr ich nach Cambria in den örtlichen Grill. Nach einem leckeren Burger ging ich noch etwas am Strand spazieren und beobachtete das wunderschöne Spiel der Adler mit dem Wind. Absolut toll wie diese Tiere sich treiben lassen. Dann wurde ich noch von vier Pelikanen überflogen. Blöd nur, dass ich dabei das Meer aus den Augen verloren habe. Jetzt ist die Hose halt nass 😉

Distanz: 226 Meilen (362 km)

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USA 2010 – 18. Tag – Sa. 29.05.2010

Los Angeles

Da heute nichts mehr auf dem Programm stand, ließen wir uns viel Zeit. Wir frühstückten und gingen noch einmal aufs Zimmer zurück ehe wir gegen Mittag aufbrachen. Wir wollten noch den Walk of Fame sehen und so fuhren wir wie am Vortag nach Hollywood.

Der Walk of Fame ist allerdings mehr Mythos als wirklich schön anzuschauen. Ein paar Sterne am Boden, lauter verrückte Menschen und hunderte Souvenirshops. Viele der Sterne haben noch nicht einmal einen Besitzer.

Wir wollten uns noch etwas Sonne und Meer gönnen und so fuhren wir zum Strand direkt am Flughafen. Echt ein beeindruckendes Schauspiel wenn die Flugzeuge ins Meer hinaus starten. Dass dort einmal eine Siedlung stand, sieht man nur noch an eingezäunten Strassen. Die Häuser wurden komplett abgerissen.

Wir besuchten noch einen Burger King auf dem Rückweg und tankten unser Auto voll bevor wir uns im Hotel mit Packen beschäftigten.

Distanz: 38 Meilen (61 km)

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USA 2010 – 16. Tag – Do. 27.05.2010

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San Simeon – Solvang – Los Angeles

Nach einem dieser besonders hervorragenden Frühstücke dieses Landes, ging es weiter auf dem Highway 1 in Richtung Los Alamos. Ich wollte die Stadt anfahren, weil wir bei meinem ersten Besuch 1998 dort zu Mittag gegessen hatten. Also machten wir einige Bilder bevor es weiter ging.

Als nächstes machten wir einen kleinen Rutsch über die halbe Welt und landeten in Solvang. Einer Kleinstadt die sich ganz Dänemark verordnet hat. Der gesamte Stadtkern, nicht nur eine Strasse sondern mehre Blocks sehen aus wie in Dänemark. Wir machten viele Bilder und liefen in Europa auf amerikanischen Boden umher ehe es weiter ging.

Regina und Marcus wollten auch unbedingt in einen dieser großen Outlet Stores. Ich hatte am Morgen eines in Camarillo rausgesucht, welches wir auch anfuhren. Drei neue Polos später ging es weiter in Richtung Malibu. Leider suchten wir hier vergeblich nach einem Hotelzimmer. Entweder gefielen uns die Hotels nicht oder Sie waren viel zu teuer. Wir fuhren weiter nach Santa Monica und versuchten dort in einem Holiday Inn unser Gluck. Als ich allerdings das Schild „20 $ Parking“ gelesen hatte, drehten wir um und suchten weiter.

Als nächstes probierten wir es in einem Best Western. Dieses war allerdings aufgrund des Memorial Days bereits ausgebucht. Er schickte uns zu einem anderen Best Western, welches weiter in der Stadt lag und noch ein Zimmer für eine Nacht frei hatte. Mir wurde das ganze etwas zu heiß uns so ließ ich im Airpark Best Western ein Zimmer für die morgige Nacht buchen.

Das Zimmer heute war sehr verwirrend, das Bad so klein das man Probleme hatte beim umdrehen. Dafür gab es einen Balkon und einen Nebenraum und Wände aus Pappe. Bevor wir uns in die weichen Betten verzogen, liefen wir noch zum Jack in the Box zum Essen.

Distanz: 241 Meilen (386 km)

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USA 2010 – 13. Tag – Mo. 24.05.2010

San Francisco

Bereits um halb 7 klingelte der Wecker. Wir hatten um 9 Uhr die erste Tour nach Alcatraz gebucht und wollten auf keinen Fall zeitliche Probleme bekommen. Wir machten uns fertig, erwischten den Bus und waren so pünktlich an Pier 33. Um kurz nach 9 Uhr legte dann auch unser Boot in Richtung Alcatraz ab. Für die etwa zwei Meilen lange Strecke, benötigen die Boote gerade einmal 15 Minuten um die Gäste auf „The Rock“ zu bringen.

Auf dem Nationalpark Alcatraz angekommen, wurden wir von einem Park Ranger begrüßt und auf die Regeln der Insel hingewiesen. Wir erkundeten auf eigene Faust die Insel. Vorbei an alten Gebäuden, aus einer Zeit als Alcatraz noch eine Festung der Spanier war, ging es zum eigentlichen Zellentrakt. In den Waschräumen des Zellentrakts bekam jeder ein Kopfhörerset (in Deutsch!) ehe wir uns zum Startpunkt der Audiotour begaben.

Die interessante und wirklich super gemachte Tour bringt einem Alcatraz deutlich näher. Wenn man an der Zelle steht, hineinsieht und einem dabei erzählt wird, dass dort ein Wärter erschossen wurde, dann wird einem anders. An einer anderen Stelle sieht man Schäden von Granateneinschlägen, die von einem Ausbruchsversuch stammen. Perfekt auch wie man einige Zellen eingerichtet hat um zu zeigen wie wenig, oder wie viel Platz es dort gab. Die Tour endet im Speisesaal, an dem noch der Speiseplan des letzten Tages (21. März 1963) hängt. Nachdem wir die Tour beendet hatten, gingen wir hinaus auf die Insel um einige Bilder von San Francisco zu machen, ehe wir mit dem Schiff zurück an Land fuhren.

Nachdem wir wieder an „Land“ waren, fuhren wir mit einer alten historischen Straßenbahn in Richtung Downtown. Faszinierend ist dieses San Francisco, große Hochhäuser und dazwischen ein ganz kleines Haus. Wir machten einen kleinen Frühstücksstopp in meinen neuen Lieblingsladen Subway. Ich machte mich dann auf den Weg neue Speicherkarten zu kaufen, ich knipse doch etwas mehr als ich dachte. Fündig wurde ich im Radio Shack, einem kleinen Elektronikladen, bei uns mit Electronics zu vergleichen.

Nachdem wir uns noch einen Kaffee im Starbucks geholt hatten, fuhren wir das erste Mal U-Bahn. Wir wollte in Richtung des Golden Gate Parks am Pazifik. Also nahmen wir einen „Zug“ der Linie N in Richtung Ocean Beach. Wir wunderten uns schon beim Einsteigen, dass der Zug nur so groß ist wie bei uns eine normale Straßenbahn. Als der Zug allerdings an die Oberfläche fuhr und dann als ganz normale Straßenbahn fungierte war uns alles klar. Wir fuhren einige Zeit bis wir die Endstation erreichten.

Wir schlenderten sicher zwei Meilen über den traumhaften Sandstrand. Anschließend nahmen wir einen Bus um zur Golden Gate Bridge zu kommen. Wir hatten heute verdammtes Glück mit dem Wetter, obwohl es in den Morgenstunden noch geregnet hatte, lachte jetzt über SF die Sonne. An der GG angekommen, liefen wir bis zum ersten Pfeiler in der Mitte und machten natürlich diverse Bilder.

Wir verließen die Golden Gate und fuhren mit dem Bus in Richtung Hotel. Wir wollten einkaufen gehen und zuvor unsere Regenklamotten loswerden. Als wir dann wieder in Downtown waren, wurden wir vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten bitter enttäuscht. Zwar haben die Geschäfte jeden Tag offen, aber spätestens um 20:30 Uhr machen die meisten zu. Lediglich Lebensmittelgeschäfte sind oft 24 Stunden am Tag offen. Regina schaffte es in der kurzen Zeit trotzdem noch zwei Paar Chucks zu kaufen. Ich habe auch ein Paar probiert, aber festgestellt, dass ich eindeutig kein Chucksträger bin.

Shopping macht Hungrig und so ging es per Cablecar in Richtung Fishermans Wharf. Dort liefen wir etwas planlos umher, ehe wir einen Hooters entdeckten. Hooters ist eine Restaurantkette die dafür bekannt ist, dass die Bedienungen im Hot Pans rumlaufen und eine enorme Oberweite haben. Wir wurden nicht enttäuscht! Es liefen wirklich einige sehr hübsch anzusehende Bedienungen rum, leider war unser nicht ganz so heiß. Ich nahm knochenlose Chicken Wings und landete damit einen Volltreffer! Absolut lecker mit einer genialen Soße. Mit das beste Essen in diesem Land bisher.

Heute ist mir aufgefallen wie selbstverständlich man nach ein paar Tagen Englisch spricht. Zwar gibt es immer wieder Momente an denen man stockt, aber das alltägliche kommt ohne Probleme über die Lippen. Ich habe übrigens ganz vergessen zu erwähnen, dass die Dame beim Eingang des Sequia Nationalparks mein Englisch wie folgt gelobt hat: Man hört gar nicht das Sie Deutscher sind, Ihre Aussprache ist so perfekt. Das ging runter wie Öl 🙂

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