USA 2015 – 21. Tag – Do. 18.06.2015

San Francisco

Ich ließ den Tag gemütlich an und fuhr erst einmal mit der alten Elektrischen Tram in Richtung Westen. Für Liebhaber alter Trambahnen ein Hochgenuss. Die Bahnen sind unterschiedlich angemalt und man findet noch diverse Dinge die man heute aus Kostengründen nicht mehr einbauen würde. Unter anderem eine kleine Kurbel zum Fenster öffnen. Unterwegs sah ich auch berittene Polizisten, was ich in einer Großstadt mit dieser Geräuschkulisse durchaus beachtlich finde.

Als wir die Endstation Castro erreicht hatten, stieg ich aus und lief zum Alamo Square um die berühmten Painted Ladies zu sehen. Die bekannte Gruppe von Häusern im viktorianischen Stil, welche im Vorspann der US Sitcom Full House zu sehen ist.. Leider wurde eines der Häuser gerade renoviert und so wurde das Bild, obwohl das Wetter perfekt war, eben leider nicht ganz perfekt.

Im Anschluss nahm ich von dort den Bus zum Golden Gate Park. Viele der Häuser in dieser wunderschönen Stadt sind mittlerweile wieder liebevoll renoviert worden, leider gibt es aber immer noch genügend ziemlich runtergekommene Häuser. Nachdem ich im Golden Gate Park angekommen war lief ich erst einmal ziemlich planlos in diesem großen Park umher. Der Park ist ähnlich wie der Central Park quadratisch in die Stadt gepflanzt. Auch hier geht eine Straße mitten durch den Park, der Highway 1..

Mit dem Bus ging es im Anschluss weiter zur Golden Gate Bridge. Da das Wetter ganz gut aussah, wollte ich mein Glück versuchen und die Golden Gate Bridge ohne Nebel sehen. Die Brücke liegt sehr oft im Nebel, ich hatte also wirklich Glück. Also lief ich über die berühmteste aller Brücken und ging auf der anderen Seite noch einmal nach Marin Headlands hoch um Bilder mit der Stadt im Hintergrund zu machen. Insgesamt hat die Brücke eine Länge von 2737 Metern, es ist also ein ganz schönes Stück zu laufen, aber es hat sich gelohnt.

Nachdem ich etwa zwei Stunden später wieder zurück an der Südspitze der Brücke war, fuhr ich nach Fishermans Warf, was irgendwie so etwas wie das Touristenzentrum ist. Hier reiht sich ein Souvenirshop an den nächsten. Nachdem ich mir auch noch die Seelöwen an Pier 39 angeschaut habe, ging es mit dem Street Car zurück in Richtung Hotel. An der California St. & Drumm St. stieg ich dann ins Cable Car um. In den Abendstunden sind die berühmten Touristenattraktionen bei weitem nicht so frequentiert. Ich fuhr bis zur Powell St. und wechselte die Linie um zum Hotel zu kommen.

Man sollte sich übrigens genau überlegen wie man in San Francisco unterwegs sein möchte. Mit dem Auto zu fahren ist, wie in vielen Großstädten, ein absolutes graus. Wer nur einmal mit einem Cable Car fahren möchte, wird für die einfache Fahrt ab Juli 7 $ los. Ich habe für mein 7-Tage-Ticket 35 Dollar gezahlt und darf damit alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt (außer dem Bart) nutzen. Damit kommt man bequem durch die Stadt und erreicht alle Ziele. Außerdem kann man so oft Cable Car fahren wie man möchte.

Vielleicht auch ein paar Worte zum Wetter in San Francisco. Man sieht hier unglaublich viele Menschen mit Stadtmotivpulli herumlaufen. Das hat auch seinen Grund. Obwohl heute die Sonne schien, war es unglaublich kalt. Durch das „Golden Gate“ kommt ein sehr kalter und starker Wind. Oft liegen, wie oben schon gesagt, Nebel und Wolken über der Stadt. Eine Amerikanerin meinte heute: „ich komme aus New York, warum hat mir niemand gesagt, dass es an der Westküste kalt sein kann.“

Ein Nachtrag nach zu den Tüten. In San Francisco gibt es eine Staatliche Zwangsabgabe von 10 Cent für Tüten, deshalb wird man hier gefragt ob man eine kaufen möchte.

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USA 2010 – 15. Tag – Mi. 26.05.2010

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San Francisco – Big Sur – San Simeon

Leider neigt sich unser Urlaub schön langsam aber sicher dem Ende zu. Zwei Wochen ging es nach Osten, Norden und Westen. Um Los Angeles unser letztes großes Ziel zu erreichen, geht es jetzt zum ersten Mal richtig lange nach Süden.

Bevor wir San Francisco verließen, holten wir noch den Ausflug zum Alamo Square nach. Dieser war gestern sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Am Alamo Square, das ein kleiner Park ist, befinden sich die so genannten „Painted Ladys“. Die „Ladys“ sind eine Häuserreihe, die oft im TV zu sehen ist. Es handelt sich um wunderschöne viktorianische Häuser in verschiedenen Farben, welche auf einer Anhöhe liegen und in deren Hintergrund die Skyline von San Francisco zu sehen ist. Wahrlich ein super schöner Anblick.

Leider hatten wir heut eine größere Etappe vor uns und so verabschiedeten wir uns von San Francisco mit einem Frühstück bei Starbucks und Subway. Wir fuhren auf den California Highway 1 in Richtung Süden und verließen die Stadt am Golden Gate.

Der traumhafte Pacific Coast Highway führt zu großen Teilen direkt an der Steilküste entlang. Besonders im Küstenabschnitt Big Sur befindet sich hinter jeder Kurve eine neue atemberaubende Aussicht. In Big Sur liegt auch der Julia Pfeiffer Burns State Park. Der Park ist ein wunderschönes kleines Paradies mit einem Wasserfall der in den Pazifik mündet. Wir verweilten einige Zeit ehe wir uns vom heutigen Highlight verabschiedeten und weiterfuhren.

Leider wurde im weiteren Verlauf das Wetter im schlechter und die Küste von Big Sur wurde in tief hängende Nebelschwaden gehüllt. Wir fuhren weiter bis San Simeon wo wir ein Days Inn für 78,92 $ fanden. Hier gab es auch endlich wieder richtiges Internet. Auch wenn wir im Vorfeld den Großteil geplant hatten, sucht man auch unterwegs immer wieder Informationen wie Wetter, Strecke etc., da ist es natürlich ärgerlich wenn man offline ist.

Abends gingen wir aufgrund mangelnder Alternativen ins San Simeon Cafe welches direkt am Hotel lag. Dort ließen wir uns zu Hähnchen und Spare Ribs nach BBQ Art, also geräuchert überreden. Eine absolut unbekannte Geschmacksrichtung welche ich jetzt nicht jeden Tag haben müsste.

Regina hat übrigens den Unterschied zwischen einem Highway und einem Freeway herausgefunden. Ein Highway und ein Freeway können beide unzählige Fahrspuren in beide Richtungen haben. Nur auf dem Freeway gibt es freie Fahrt für alle Autos, dieser hat nämlich keine störenden Ampeln.

Distanz: 216 Meilen (346 km)

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USA 2010 – 14. Tag – Di. 25.05.2010

San Francisco

Heute hatten wir richtiges Pech mit dem Wetter. Es regnete den ganzen Tag und wir konnten leider nicht das gewünschte Programm abspulen. Insgesamt glauben wir aber trotzdem, dass wir viel von San Francisco gesehen haben.

Als erstes machten wir uns heute auf den Weg zum Cablecar Museum. Einer der Fahrer der Cablecar sagte darüber „It’s Free and it’s Open“. Viel zu sehen gab es im Museum allerdings nicht. Es laufen dort vier große Räder, die die Kabel durch die Stadt ziehen an denen die Cable Cars die Berge hochklettern. Dazu gibt es noch historisches zur großen Touristenattraktion. Übrigens ist es durchaus so, dass auch die Bewohner von San Francisco das Cable Car als Fortbewegungsmittel nutzen.

Im Downtown suchten wir einen Starbucks auf, um dann frisch gestärkt per Cablecar zur Lombard Street zu fahren. Die kurvigste Strasse der Welt ist ein absoluter Anziehungspunkt für Touristen, deshalb waren wir ja auch da. Noch während wir Bilder machten und umherschlenderten, fing es zu regnen an. Wir machten uns deshalb auf den Weg zurück in die Stadt und nahmen eine U-Bahn zum Baseballstadion der SF Giants. Wir wollten Abends ein Spiel anschauen und kauften uns Karten für 21 $ pro Person.

Wir hatten gehofft das wir damit etwas Zeit vertreiben können, bis der Regen aufhört. Leider klappte dies nicht uns so fuhren wir zurück ins Hotel um uns aufzuwärmen. Da das Stadion nicht überdacht ist, hatten wir doch etwas Angst beim Spiel komplett nass zu werden. Der Wettergott war aber doch gnädig mit uns. Als wir um kurz nach 18 Uhr am Stadion ankamen, regnete es nicht und während des Spiels nieselte es nur leicht. Wir hatten, dass das Stadion nicht ausverkauft war und so konnten wir uns auf die etwa fünf überdachten Reihen zurückziehen.

Der „AT & T Ballpark“ der SF Giants ist ein echtes Schmuckkästchen. Malerisch an der Bucht von San Francisco gelegen, Backsteinfassade, eine sicher 30 auf 15 Meter große HD-Anzeige und beste Sicht von allen Plätzen. Auf ein Dach hat man wohl bewusst verzichtet, da Baseball eher weniger im Regen gespielt wird. Sehr nett auch die „Splash Hits“ Tafel, auf der angezeigt wird wie viele Homeruns hinter dem Stadion in die Bucht ins Wasser platschten. Leider kam am heutigen Tag kein weiterer hinzu und so blieb die Anzeige bei 51 stehen.

Marcus und ich versorgten uns erst einmal mit original US Baseballcaps „Made in Korea“, ehe wir uns auf Essensuche begaben. Von Fast Food verstehen die Amerikaner ja etwas und auch hier im Stadion wurde man satt! Hot Dog, Bratwurst, Nacos mit Käse, Sandwiches, Softgetränke (bis zu 1,5 Liter groß), Bier (günstige 9 $) und vieles mehr. Wir entschieden uns für ein Käsesteak (glich einem Döner mit Käse), das mit 7 $ zwar nicht günstig war, aber dafür verdammt lecker.

Die Giants gewannen Ihr Heimspiel vor 27.000 Zuschauern mit 4:2 und standen damit weiter im Mittelfeld der Tabelle. Am Ende der Saison 2010 sollte allerdings der erste Titel für die Giants seit dem Umzug aus New York in den 50er Jahren stehen. Das Spiel war schon einmal interessant zu sehen, auch wenn es sich doch recht lange hinzieht. Die Amerikaner haben allerdings ein komplett anderes Verständnis für Stimmung. Hier wird der Gast von der Anzeigetafel dazu animiert Lärm zu machen, für uns undenkbar.

Nach dem Spiel machten wir uns direkt auf den Heimweg und sofort ins Bett.

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