USA 2010 – 19. Tag – So. 30.05.2010

Los Angeles – München

Da wir unser Auto am ersten Urlaubstag bereits um 9 Uhr morgens abgeholt hatten, mussten wir es auch vor 9 Uhr wieder zurückgeben, um nicht einen weitern Tag bezahlen zu müssen. Deshalb checkten wir früh im Hotel aus und gaben das Auto bei Hertz zurück. Wir haben unser Auto bei 5442 Meilen abgeholt und gaben es bei 8393 Meilen wieder zurück. Damit sind wir 2951 Meilen ca. 4720 km gefahren.

Da wir nun mit unseren Koffern unterwegs waren, nahmen wir einen Bus von Hertz zum Flughafen. Dort mussten wir einige Stunden warten, ehe wir endlich unser Gepäck aufgeben konnten. Unser Flieger hob erst um ca. 20 Uhr Ortszeit ab und so hatten wir genügend Zeit für Mc Donalds, lesen und schlafen.

Als es dann endlich Zeit zum einsteigen war, verging die Zeit endlich etwas schneller. Der Flieger hob pünktlich ab und offenbarte uns einen schönen Blick auf das nächtliche Los Angeles. Da wir durch die Nacht flogen, konnten wir alle auch sehr gut schlafen und so war der Rückflug wesentlich kürzer als der Hinflug. In München landeten wir pünktlich am späten Nachmittag des 31. Mai 2010 und wurden von Lilli & Rudi abgeholt und nach Hause gebracht.

So ging unser Urlaub mit vielen neuen Eindrücken ohne große Probleme zu Ende.

Distanz: 3 Meilen (5 km)

USA 2010 – 18. Tag – Sa. 29.05.2010

Los Angeles

Da heute nichts mehr auf dem Programm stand, ließen wir uns viel Zeit. Wir frühstückten und gingen noch einmal aufs Zimmer zurück ehe wir gegen Mittag aufbrachen. Wir wollten noch den Walk of Fame sehen und so fuhren wir wie am Vortag nach Hollywood.

Der Walk of Fame ist allerdings mehr Mythos als wirklich schön anzuschauen. Ein paar Sterne am Boden, lauter verrückte Menschen und hunderte Souvenirshops. Viele der Sterne haben noch nicht einmal einen Besitzer.

Wir wollten uns noch etwas Sonne und Meer gönnen und so fuhren wir zum Strand direkt am Flughafen. Echt ein beeindruckendes Schauspiel wenn die Flugzeuge ins Meer hinaus starten. Dass dort einmal eine Siedlung stand, sieht man nur noch an eingezäunten Strassen. Die Häuser wurden komplett abgerissen.

Wir besuchten noch einen Burger King auf dem Rückweg und tankten unser Auto voll bevor wir uns im Hotel mit Packen beschäftigten.

Distanz: 38 Meilen (61 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 17. Tag – Fr. 28.05.2010

Los Angeles

Die Sehnsucht nach Brot, Wurst und Käste steigt von Tag zu Tag! Nachdem wir Nahrung zu uns genommen hatten, checkten wir aus dem Hotel aus und fuhren zum Griffith Observatorium. Vom Observatorium hat man einen wunderschönen Blick auf Downtown LA und auf die berühmten Hollywood Buchstaben.

Da wir noch den gesamten Freitag und auch den Samstag zur Verfügung hatten, entschieden wir uns zu den Universal Studios zu fahren. Dort erlebten wir den ersten Preisschock bereits beim Parken, wofür wir schlappe 20 $ hinlegten. Wir liefen dann durch einen Einkaufspassage welche zum eigentlich Parkeingang führt. Alle drei suchten wir wieder in den Gift Shops nach Bärchenanhängern, Pins oder T-Shirts.

Vor dem eigentlichen Eingang zum Park mussten wir noch einmal richtig schlucken. Der Eintritt betrug 69 $ pro Person aber am Ende entschieden wir uns doch in die Studios zu gehen. Ich kaufte mir noch einen „all-you-can-eat“ Pass, welcher sich leider nicht bezahlt machte. Man konnte nur an ausgewählten Ständen kostenfrei essen und dort warteten natürlich lange Schlangen von dicken Amerikanern.

Die Studios sind eigentlich ein großer Vergnügungspark, ähnlich einem Europapark. Als erstes gingen wir zur Simpsons Plaza, eine Art Flugsimulator. Absolut genial gemacht, würde mein Magen so etwas mitmachen dann hätte könnte ich mehr Spaß daran haben. Ich verzichtete auf weitere Abenteuer.

Wir wollten unbedingt die Studio Tour machen und so ging es nach etwa 20 Minuten warten auf eine 45 minütige Tour. Eine absolut interessant gestaltete Runde durch diverse Kulissen der Filmgeschichte. Vorbei ging es an Fahrzeugen aus Zurück in die Zukunft, Knight Rider oder den Häusern von Desperate Housewifes. Wir wurden Opfer einer Springflut, einem Haiangriff und einem Wassereinbruch in die U-Bahn. Mit Spezialeffekten wurde hier nicht gegeizt. Leider war die Tour viel zu schnell vorbei.

Zurück im Vergnügungspark fuhren wir dann noch per ewig langer Rolltreppe in den unteren Bereich. Marcus wollte unbedingt noch eine Achterbahn fahren. Auf der Rolltreppe wurde man permanent darauf hingewiesen, dass man sich nicht hinsetzen darf und dass man die Arme nicht hinausstrecken soll. In manchen Beziehungen sind die Amerikaner wirklich krank. Nachdem jeder seinen Spaß hatte, liefen wir noch etwas durch Filmkulissen in Richtung Ausgang.

Nachdem Marcus sich noch sein Hard Rock Cafe T-Shirt gekauft hatte, fuhren wir zum Hotel. Wir checkten im Best Western Airpark Hotel ein, in welchem wir schon die erste Nacht verbracht hatten. Da wir das Hotel dieses Mal von der anderen Seite und bei Tageslicht anfuhren, wirkte die Gegend auch gleich nicht mehr so unfreundlich wie die erste Nacht.

Zum Abendessen gingen wir zu Mc Donald’s. Übrigens wird in den USA der Burger erst produziert wenn eine Bestellung eingegangen ist. Damit dauert es zwar etwas bis man sein Essen bekommt, dafür ist es absolut frisch. Da wartet man gerne etwas und verzichtet auch festgeklebtes wie man es in Deutschland oft bekommt.

Distanz: 43 Meilen (69 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 2. Tag – Do. 13.05.2010

strecke-20100513

Los Angeles – Calico – Needles

Jetlag nennt man es wohl, wenn man nach nur etwas mehr als fünf Stunden Schlaf wieder aufwacht. Da die beiden anderen auch schon um kurz vor fünf Uhr wach waren, haben wir uns fertig gemacht und sind zum Frühstücken gegangen. Dieses bestand aus Donats in allen möglichen Farben und süßen Geschmacksrichtungen, Wasser mit Kaffeegeschmack und Toasts. Das Ganze war nicht wirklich berauschend, da es aber im Preis inbegriffen war, nahmen wir es dankend an. Während wir aßen trafen wir das Pärchen vom Vorabend wieder, sie wünschten uns eine schöne Reise.

Nachdem wir das Zimmer geräumt und ausgecheckt hatten, ließen wir uns gegen 8 Uhr vom Airport-Shuttle des Hotels zum Autovermieter Hertz fahren. Auch dieser Service war für uns kostenlos, bis auf das obligatorische Trinkgeld von einem Dollar pro Person für den Fahrer. Wir hatten bereits von Deutschland aus das Auto gebucht, bei Hertz mussten wir dann nur unsere Pässe, unsere internationalen Führerscheine und Kreditkarte vorzeigen. Dann wurde uns gesagt auf welchem Stellplatz sich unser Auto befindet und schon war der Papierkram erledigt.

Wir fanden an unserem Stellplatz einen, wie Regina meinte wunderschönen roten, Toyota Camry. Ein wirklich klasse Auto mit viel Platz und sogar einem Navi an Board, was mich etwas überraschte. Nachdem ich mich etwas mit dem Auto vertraut gemacht hatte, ging es zur Ausfahrt. Dort allerdings gab es eine Überraschung. Die nette Dame meinte zu uns: „you guys go back and pick the right car“. Wir hatten also das falsche Auto genommen. Wir haben nur auf den Stellplatz und nicht auf das Kennzeichen geschaut.

Leider fanden wir unser Auto nicht und auch der Parkwächter konnte es nicht finden. So musste ich zum „Customer Service“ um das Ganze zu klären. Die Dame dort buchte uns einfach auf ein anderes Auto um. Dieses Mal bekamen wir einen silbernen Camry ohne Navi. Das Ganze hat keine fünf Minuten gedauert, das nenne ich Service!

Wir installierten also mein Navi und gaben als erstes Ziel Needles ein. Mit 5420 Meilen auf dem Tacho ging es auf die große Reise durch den wilden, wilden Westen.

Wir fuhren von Hertz auf die Strasse und nach zwei Mal abbiegen, fand ich mich auf dem Freeway wieder. Was ich dann erlebte war für mich ein kleiner Horror. Ich fahre ja sehr gerne Auto, aber 70 Meilen sind immerhin 110 km/h und ohne Orientierung und mit Meilenangabe statt Kilometern, ist man auf einer bis zu achtspurigen Autobahn schnell verloren. In den USA ist überholen links und rechts erlaubt, die Amerikaner halten auch kaum Abstand zwischen den Autos und dann auch noch Berufsverkehr. Dann gibt es auch noch eine so genannte Pool Car Lane, auf der man nur mit mehr als einer Person im Fahrzeug fahren darf. Das unbekannte Auto, einen Tempomat den ich nicht verstand und allgemeine Verwirrung sorgten dafür, dass ich zwei Mal an unserer Ausfahrt vorbeifuhr, erst im dritten Versuch hatten wir Erfolg. Es war aber auch wirklich nicht einfach die Interstate (ein Freeway der durch mehrere Bundesstaaten führt) I-10 Ost zu erreichen. Von acht Spuren bogen zwei rechts ab, die nächsten beiden Spuren überqueren die Autobahn und führten nach links. Die restlichen vier führten geradeaus. So etwas findet man bei uns in Deutschland einfach nicht.

Ich fand mich dann doch recht schnell mit dem Auto zurecht und wir erreichten die I-15 Nord in Richtung Las Vegas. Wir ließen den Großraum Los Angeles hinter uns und machten gegen Mittag das erste Mal Pause um Getränke zu kaufen. Zudem wollten wir eine Kühlbox kaufen, was sich nicht so einfach darstellte. Wie heißt eine Kühlbox bitte auf Englisch? Also suchten wir zuerst im Laden und als wir nicht fündig wurden haben wir eine Dame gefragt. Diese meinte dann nur kurz: So etwas wie dort drüben? Wir mussten so lachen, wir haben den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

Auf der Interstate ging es weiter zu unserem ersten Ziel die Geisterstadt Calico. Auf dem Weg dorthin wurden die Strassen immer kleiner und am Ende waren wir auf einer ganz normalen Strasse mit je einer Fahrspur für jede Richtung.

Die „Geisterstadt“ Calico selbst konnte uns nicht wirklich überzeugen. Hier befand sich einmal eine Silbermine und nun ist man darauf aus Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen, dies fängt schon bei 6 $ Eintritt pro Person an. Aber immerhin konnten wir uns etwas die Beine vertreten und ein paar nette Bilder machen. Nach etwas mehr als einer Stunde machten wir uns wieder auf den Weg. Wir waren nicht enttäuscht, aber ich würde Calico nicht mehr ansteuern.

Von Calico aus ging es auf die I-40 Ost und damit auf die Spuren der legendären Route 66. Die restlichen Meilen unserer heutigen Tour gestalten sich mehr als angenehm. Insgesamt gab es bis Needles ungefähr vier Kurven mit jeweils ca. 10 Grad Richtungsänderung. Das Ganze dann noch mit einem Automatikgetriebe, eine angenehme Art zu reisen. Das Ganze dann noch bei kurze Hose Wetter mit bis zu 31 Grad.
Kurz nach 16:00 Uhr erreichten wir Needles. Zielsicher steuerte ich ein Motel 6 an und buchte uns für 49,18 $ für eine Nacht ein. Da wir alle hungrig waren, brachten wir schnell unsere Koffer ins Zimmer und brachen dann auf um etwas zum Essen zu suchen. In der Nähe der Ortseinfahrt fanden wir einen Taco Bell welchen wir aufsuchten. In einer Tankstelle gegenüber kaufte ich dann noch für 6,95 $ eine Schachtel Marlboro. Da sind Zigaretten bei uns wirklich noch „billig“.

Nach nur einem Tag muss ich wieder feststellen wie freundlich die Amerikaner sind. Service ist hier wirklich Service. Ich mag die Mentalität der Menschen hier einfach. Auch wenn es oberflächlich ist, dies ist mir aber lieber als dieses verlogene in Deutschland.

Distanz: 324 Meilen (518 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 1. Tag – Mi. 12.05.2010

München – Los Angeles

Es war eine unruhige Nacht die schon vor 7:00 Uhr endete. Am Vorabend gab es aufgrund der Aschewolke aus Island erneut Sperrungen des Luftraums über Spanien. Eine kleine Verunsicherung ob unser Flug in die Luft gehen würde blieb also.

Denn Vormittag verbrachte ich damit einen letzten Check der Ausrüstung zu machen und die Zeit totzuschlagen. Um halb eins wurden wir dann von den Eltern meiner damaligen Freundin abgeholt. Diese brachten uns zum Terminal 2 des Münchner Flughafens, wo wir uns um halb zwei mit unserem Mitflieger Marcus trafen.

Die lange Schlange am Check-In Schalter der Lufthansa haben wir einfach ignoriert und haben uns selbst eingecheckt. Die gewonnene Zeit nutzten wir mit einem Abstecher ins Airbräu im Zentralbereich. Dort genoss ich einen Schweinsbraten und ein Bier ehe wir uns auf den Weg zum Gate machten.

Reisende in die USA wurden aufgefordert sich mindestens eine Stunde vor Abflug auf den Weg zum Gate zu machen, dies hatte seinen Grund. An der Sicherheitskontrolle musste ich meinen kompletten Fotorucksack zerlegen. Nachdem wir an der Passkontrolle vorbei waren, wurde kontrolliert ob wir alle über eine gültige US-Einreisegenehmigung, die ESTA, verfügen. Nach all den Kontrollen erreichten wir das Gate keine fünf Minuten vor dem Boarding. Wir hätten uns nicht wirklich später auf den Weg machen dürfen.

Bereits bei der Buchung hatten wir uns Plätze im Heck des Airbus A-430-600 ausgesucht. Dies war, wie sich herausstellte, eine super Wahl. Da sich nur die Küche und eine Toilette dort befanden, hatten wir unsere Ruhe. Leider konnte ich während des gesamten Fluges nicht schlafen und musste so mit dem Unterhaltungsprogramm vorlieb nehmen. Aufgrund günstiger Winde landeten wir bereits um 18:20 Uhr Ortszeit in Los Angeles. Da die US Behörden aber noch nicht auf uns vorbereitet waren, mussten wir noch einige Minuten im Flugzeug warten, ehe wir dann zur Immigration durften. Dort verstrickt einen der nette Beamte in ein Gespräch über den Grund der Einreise und nimmt nebenbei Fingerabdrücke und fertigt ein Foto des Gesichtes an. Mit Wartezeit dauerte es fast eine Stunde bis wir alle drei auf Amerikanischem Boden waren. Nachdem wir unsere Koffer aufgesammelt hatten, waren wir froh, dass sich die fast 200 Meter lange Schlange vor dem Zoll recht schnell aufgelöst hat und wir somit endlich richtig in den USA waren.

Nach der ersten Zigarette seit über 12 Stunden erkundigte ich mich ob unser Hotel einen Shuttle Service anbietet. Da dies der Fall war, begaben wir uns in die „red Pickup-Zone“ um auf den Bus unseres Hotels zu warten. Dort warteten wir dann erst einmal vergeblich auf den Bus des „Best Western Airpark“ Hotels. Leider musste ich dann zwei Mal mit dem Hotel telefonieren ehe wir abgeholt wurden. Die Stunde Wartezeit verbrachten wir zum großen Teil mit staunen ob der Fahrzeuge die hier zugelassen sind. „Das ist ja wie im Fernsehen“ fiel nicht nur einmal.
Auch wenn wir etwas warten mussten, ist dieser Service abgeholt zu werden echt klasse! Während wir im Hotel dann auf den Check-In warteten, unterhielt ich mich mit einem älteren Amerikanischen Pärchen über unsere Reiseroute und deren Reiseziele. Nachdem wir 101,57$ bezahlt hatten, wurde uns Zimmer 310 zugewiesen, welches sich im 2. Stock befand. Die Amerikaner zählen das Erdgeschoss bereits als Stockwerk. Auch das muss man erst einmal wissen.

Da wir noch etwas hungrig waren, machten wir uns noch auf die Suche nach etwas zu Essen und zu Trinken. An einer Tankstelle nur unweit vom Hotel konnten wir dann Sandwiches, Cola und einen Original Budweiser Six Pack erwerben. Bevor wir ins Bett gingen, haben der Marcus und ich dann noch je zwei Bud Dosen vernichtet. Es war nach 23 Uhr Ortszeit als ich nach über 24 Stunden ohne Schlaf endlich die Augen zumachen konnte.

nächster Tag ->