USA 2012 – 15. Tag – Di. 02.10.2012

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Montreal – Montepelier – Lincoln

Heute ging es wieder in die United Staates, dazu ging es von Montreal aus nach Süden. Wir erreichten dann, nach der üblichen scharfen Grenzkontrolle Vermont (Nr. 17). Eines muss man an dieser Stelle festhalten, ungefähr jeder zweite Amerikaner war schon einmal in Deutschland. Wenn man dann sagt man ist aus München, denken sofort alle an Oktoberfest und gutes Bier. Damit ist oft dann schon das Eis gebrochen und der weitere Grenzübertritt ist eine lockere Angelegenheit. Nachdem wir in Vermont waren ging es weiter nach Essex, wo wir ein einem Outlet Store das ein oder andere eingekauft haben. Ich habe mich mit neuen Laufschuhen, einem Laufshirt, T-Shirts und einer Regenjacke eingedeckt. Dazu noch einen neuen Rucksack und zwei Pullis, damit ist dann mein kostenfreies Budget auch fast abgedeckt.

Nachdem wir fertig mit Shopping waren, ging es weiter in die Wälder, wunderschöne Landschaften begleiteten unseren Weg in Richtung New Hamphire (vorletzter Staat dieser Reise und Nr. 18 gesamt). Auf unserem Weg zu unserem heutigen Ziel Lincoln, kreuzten wir den Appalachian Trail, auf welchem wir morgen etwas wandern wollen. Dieser Trail ist mit über 3500 Kilometern der längste Fernwanderweg der Welt. Man benötigt über sechs Monate um die gesamte Strecke von Georgia bis Main zurückzulegen. Wir werden aber natürlich nur einen kleinen Teil begehen ;-).

Wir fanden in Lincoln ein relativ großes, aber schönes Hotel in dem wir uns ein größeres Zimmer nahmen. Abends ging es dann noch in eine örtliche Bar zum Essen.

Distanz: 214 Meilen (345 km)

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USA 2012 – 14. Tag – Mo. 01.10.2012

Montreal

Heute also Montréal. Wie gewohnt ging es relativ früh aus dem Haus und auf die Strasse. Zuerst sind wir im Hafenbezirk rumgelaufen, ehe es über Downtown auf den Berg Real (Mont Réal) ging. Der Berg ist Namensgeber für die Gegend und die Stadt. Zwar war es ein relativ anstrengender Aufstieg, aber der Ausblick entlohnte dafür. Von oben konnte man wunderschön Montreal und die Gegend sehen. Beim Abstieg sahen wir dann auch noch das charakteristische Olympiastadion (The Big Owe) in dem die Sommerspiele 1976 stattfanden.

Anschließend ging es in Richtung Hotel um kurz Pause zu machen. Abends sind wir dann noch durch Downtown gelaufen, ehe wir bei einem Chinesen zum Buffet einkehrten.

Damit habe ich einen versöhnlichen Abschluss mit Kanada gefunden. Es war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick. War Toronto wirklich nicht mein Fall, so wusste Montréal durchaus zu gefallen. Eine wunderschöne kleine Altstadt, angenehmer Straßenverkehr und das ganze Leben wirkt relativ entspannt. Dazu dieser wunderschöne Stadtpark mit dem Berg Mont Réal.

Morgen geht es dann über Land zurück in die USA und dort in Richtung des Appalachen Trails, dort wollen wir dann den gewonnenen Tag einsetzen um die wunderschöne Natur zu genießen.

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USA 2012 – 13. Tag – So. 30.09.2012

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Trenton – Montreal

Heute ging es weiter nach Nordosten in Richtung Montreal. Da es doch einige km waren, fuhren wir schon gegen acht Uhr los. Noch dazu kommt, dass man in Kanada nur 100km pro Stunde fahren darf. Kurz vor unserem heutigen Ziel erreichten wir noch das französische Quebec. Mitten in einem Land ändert sich auf einmal die Sprache, sehr ungewöhnlich. Ich hatte bereits noch im Hotel nach einem neuen Hotel gesucht und so fanden wir uns auch schnell zurecht und fanden ein schönes Travelodge direkt im Stadtzentrum.

Nachdem wir noch nicht in unsere Zimmer konnten, gingen wir erst einmal in die Stadt um ein Bierchen zu trinken. Leider hat es die ganze Zeit geregnet und hatte nur um die 11 Grad. Nachdem wir im Zimmer eingecheckt waren ging es noch einmal in die Stadt zum Abendessen. Ich hoffe morgen auf besseres Wetter, den was wir bisher von der Stadt gesehen haben war wirklich schön. Aber wenn man nach jedem Foto seine Kamera abwischen muss, dann macht es nicht wirklich Spaß!

Distanz: 240 Meilen (386 km)

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USA 2012 – 12. Tag – Sa. 29.09.2012

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Niagara Falls – Toronto – Trenton

Es wird kälter und das wunderschöne Wetter der letzten Tage ist leider vorbei. Als es heute von Niagara nach Toronto ging, hatten wir nur noch 13 Grad und leichten Regen. Eigentlich kein Wunder, bei der Gischt die die Niagara Fälle verursachen. Nach einem weitern dieser ungewöhnlich schmackhaften Frühstücke (Achtung Ironie) ging es auf die Strasse. Da wir in Kanada leider ohne Navi fahren müssen, war es etwas mühselig unser Ziel zu finden. Hinzu kam der absolut schreckliche Verkehr in Toronto und das obwohl es Samstag war. So erreichten wir erst gegen Mittag Toronto und suchten dort erst einmal einen Parkplatz, welchen wir dann auch für insgesamt 15 Dollar gefunden haben.

Wir hatten gleich in der Nähe der Hockey Hall of Fame geparkt (17,50 Dollar Eintritt) und besuchten diese dann auch. Ein wirklich absolut geniales Museum, so viele unterschiedliche Trikots, Ausstellungstücke und anderes. Das Highlight ist natürlich der Original Stanley Cup (die Trophäe für den Gewinn der Nordamerikanischen Eishockeymeisterschaft) sowie der aktuelle Cup. Wir ließen uns erklären, dass es insgesamt drei Trophäen gibt, den Original was nur ein kleiner Silberpokal ist, das Ausstellungsstück des aktuellen und der Wanderpokal, der nur ein paar Tage im Jahr im Haus ist. So etwas würde unserem Deutschen Fußball auch gut stehen! Ich hoffe das DFB Museum erfüllt das und ist nicht zu sehr auf die Nationalmannschaft bezogen.

Nachdem wir noch etwas durch die, wie ich finde unheimlich hässliche Stadt gelaufen waren, ging es weiter auf dem Highway nach Nordosten (Richtung Montreal). Eigentlich wollten wir in Toronto schlafen, haben uns aber dann doch dagegen entschieden und werden einen Tag in Kanada einsparen, welchen wir sicher in Maine gerne nutzen. Von zuerst bis zu neun Spuren in eine Richtung wurde es immer kleiner bis es nur noch zwei Spuren waren. Wir fuhren dann bis Trenton (etwa 175km hinter Toronto) und fanden dort ein nettes kleines Howard Johnson Inn. Abends waren wir beim Einkaufen und haben uns für Sandwiches eingedeckt, welche wir dann genüsslich verschlungen haben. Morgen werden wir dann direkt nach Montreal fahren und hoffentlich ein anständiges Hotel finden, was man auch bezahlen kann.

Bisher sind mir in Kanada zwei Dinge besonders aufgefallen: Alles ist Schweineteuer und die Leute sind bei weitem nicht so freundlich wie den United Staates. Also abgesehen von der netten Dame in der Hockey Hall of Fame die mir bereitwillig fast alle meine Fragen beantwortet hat. 😉

Wie gesagt hatten wir heute nicht wirklich gutes Wetter, Abends hat es dann sogar geregnet, aber wir hoffen natürlich auf Besserung morgen, immerhin will uns Kanada doch auch von sich begeistern, hoffe ich!

Distanz: 204 Meilen (328 km)

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USA 2012 – 11. Tag – Fr. 28.09.2012

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Carlisle – Niagara Falls

Heute hatten wir einen richtigen Reisetag auf dem Programm und so gibt es nicht viel zu berichten. Von unserem letzten in Carlisle ging es über wunderschöne Laubwälder in Richtung Niagara Fälle.

Nach einem kleinen Brotzeit- und Waschsalonstopp, ging es weiter nach Kanada. Dort angekommen haben wir unsere Suite im Embassy Falls View Hotel bezogen. Wirklich ein klasse Zimmer, mit direktem Blick auf beide Niagara Fälle (es gibt kanadische und eine amerikanische). Abends werden die Wasserfälle dann richtig schön beleuchtet.

Zum Diner ging es in ein richtig schönes Amerikanisch-Italienisches Restaurant, ehe wir noch einen Spaziergang zu den Wasserfällen gemacht haben. Parken würde dort auch 20,- Dollar kosten! Leider wurde ich mit den Kanadiern nicht wirklich warm. Dies fing schon beim Grenzbeamten an: „Ach ihr kommt nur zum Urlaub machen?“

Ich empfand das ganze zudem als ziemliche Gelddruckmaschine. Zimmerpreise teurer als in New York und dann noch 30 Dollar für einen Parkplatz. Irgendwie ist die Ganze Szenerie wie ein großes Volksfest und erinnert mich an Las Vegas. Was man allerdings Las Vegas zugutehalten muss, es ist bei weitem nicht so teuer. Abends ging es dann relativ schnell ins Bett, fast 600km sind doch sehr viel. Ich hoffe dass mein Bild von Kanada in den nächsten Tagen noch besser wird.

Distanz: 362 Meilen (583 km)

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