USA 2014 II – 12. Tag – Mo. 03.11.2014

New York City – Tag 5

Durch ist man mit New York City sicher nie, aber wir haben die für uns wichtigsten Dinge eigentlich gesehen und so ließen wir uns heute treiben. Gestartet sind wir in Chinatown, ehe wir über Downtown am Hudson River nach oben liefen. Über das wunderschöne Westvillage liefen wir nach Midtown bis zum Central Park. Unterwegs genehmigten wir uns einige Stopps um Souvenirs zu kaufen oder etwas zu essen.
Im Central Park genossen wir die untergehende Abendsonne, bevor wir bei Hooters noch ein paar Wings verdrückten. Im Anschluss liefen wir zur Pennstation und zum dort ansässigen Madison Square Garden. Ein absolutes Highlight stand auf dem Programm. Der Garden hat einen eigenen TV Sender und bezeichnet sich bescheiden als: „The World’s Most Famous Arena“. Wir kamen für ein Spiel der NHL zwischen den New York Rangers und den St. Louis Blues.

Die Arena ist von innen einfach nur beeindruckend. Bis zu 20.000 Zuschauer finden in ihr Platz, für Eishockey dürfen 18.200 hinein, heute waren 18.006 in der Arena. Auch diverse Konzerte und Boxveranstaltungen, Basketball, sowie 6 Tage Rennen finden und fanden hier statt. Der MSG in seiner aktuellen Form ist der vierte seiner Art und muss spätestens 2023 umziehen, weil dann die unter ihm liegende Pennstation renoviert wird.

Eigentlich hatte ich gehofft Paul Stastny, ehemaliger Spieler des EHC München, zu sehen. Paul laboriert aber an einer Schulterverletzung und kam leider nicht für St. Louis zum Einsatz. Zum Spiel selbst kann man nur sagen Wow! Es ist ein ganz anderes, viel schnelleres und schöneres Spiel als in Deutschland. Wir bekamen bereits im ersten Drittel eine wunderschöne Schlägerei zu sehen und das Spiel wurde erst im Shootout entschieden. Am Ende siegten die Gäste mit 4:3, was wir von unseren gigantischen Plätzen perfekt verfolgen konnten. Die Karte hatte ja aber auch an die 100 $ gekostet.

Ist das Spiel selbst deutlich schöner, so fehlt die Stimmung fast komplett. Bis auf einige wenige „Let’s go Rangers“ wurde es nur bei Torszenen und bei Toren laut. Man hat fast das Gefühl viele der Zuschauer kommen um zu essen und sich zu unterhalten. Wir gingen am Ende glücklich nach Hause und hatten einen schönen Abend.

Morgen werden wir NYC verlassen und in Richtung Washington aufbrechen.

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USA 2014 II – 3. Tag – Sa. 25.10.2014

Charlottesville – Richmond – Williamsburg

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Unser erster Stopp heute war Richmond, die Hauptstadt von Virginia. Da heute Samstag war, fanden wir ziemlich nah am Capitol einen Parkplatz und spazierten los. Als erstes sahen wir einen Feuerwehreinsatz, zum Glück ohne wirklichen Grund. Spannend zu sehen war es trotzdem. Das Virginia State Capitol, welches wir als nächstes aufsuchten, ist seit 1788 Regierungssitz. Thomas Jefferson, der dritte US Präsident, hat das Gebäude entworfen. Betreten tut man es über einen Eingang, welcher sich am Fuß des Hügels befindet, auf dem das Capitol thront. Über einen unterirdischen Gang geht es dann direkt unter das Gebäude. Innen ist das Capitol modern renoviert und ein wirklich schönes Captiol. Auf dem Gelände befindet sich außerdem eine Bronzestatue von George Washington, welche in München 1857 gegossen wurde. Auch das Haus des Gouverneurs, welches etwas an das Weiße Haus in Washington erinnert liegt nur weniger Meter vom Capitol entfernt.

Bevor wir weiter in Richtung Williamsburg fuhren, liefen wir noch etwas durch Richmond und gönnten uns einen Kaffee. Da wir mit ausreichend Zeit ausgestattet waren, ging es über Landstraßen in Richtung Ziel. Mit etwas Glück und offenen Augen fanden wir die Shirley Plantation. Ein absoluter Glücksgriff wie sich rausstellte. Die Plantage ist die älteste in Virginia, sie wurde 1613 gegründet und ist damit über 400 Jahre alt. Seit 1738 befindet sich die Plantage in Besitz der Familie Carter und das Haupthaus wird heute noch bewohnt. Ein unglaublicher Fakt ist, dass die Familie damit in der 11. Generation das Haus bewohnt und damit 38 Jahre länger in Besitz der Plantage ist, als die USA alt ist. Leider war fotografieren im inneren des Hauses verboten und man konnte nur das Erdgeschoss besichtigen. In den beiden oberen Stockwerken wird wirklich gewohnt.

Weiter über den Highway 5 ging es nach Williamsburg. Der halbe Ort ist ein Museum. Hier wurden viele alte Häuser nachgebaut, bzw. erhalten. Bekannt geworden ist das Ganze als Colonial Williamsburg. Wir liefen etwas umher, ehe wir ins Hotel fuhren. Abends gingen wir zu Hooters.

Morgen geht es weiter nach North Carolina, wo ich meinen 28. US Staat besuchen werde.

Distanz: 141 Meilen (226 km)

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USA 2010 – 13. Tag – Mo. 24.05.2010

San Francisco

Bereits um halb 7 klingelte der Wecker. Wir hatten um 9 Uhr die erste Tour nach Alcatraz gebucht und wollten auf keinen Fall zeitliche Probleme bekommen. Wir machten uns fertig, erwischten den Bus und waren so pünktlich an Pier 33. Um kurz nach 9 Uhr legte dann auch unser Boot in Richtung Alcatraz ab. Für die etwa zwei Meilen lange Strecke, benötigen die Boote gerade einmal 15 Minuten um die Gäste auf „The Rock“ zu bringen.

Auf dem Nationalpark Alcatraz angekommen, wurden wir von einem Park Ranger begrüßt und auf die Regeln der Insel hingewiesen. Wir erkundeten auf eigene Faust die Insel. Vorbei an alten Gebäuden, aus einer Zeit als Alcatraz noch eine Festung der Spanier war, ging es zum eigentlichen Zellentrakt. In den Waschräumen des Zellentrakts bekam jeder ein Kopfhörerset (in Deutsch!) ehe wir uns zum Startpunkt der Audiotour begaben.

Die interessante und wirklich super gemachte Tour bringt einem Alcatraz deutlich näher. Wenn man an der Zelle steht, hineinsieht und einem dabei erzählt wird, dass dort ein Wärter erschossen wurde, dann wird einem anders. An einer anderen Stelle sieht man Schäden von Granateneinschlägen, die von einem Ausbruchsversuch stammen. Perfekt auch wie man einige Zellen eingerichtet hat um zu zeigen wie wenig, oder wie viel Platz es dort gab. Die Tour endet im Speisesaal, an dem noch der Speiseplan des letzten Tages (21. März 1963) hängt. Nachdem wir die Tour beendet hatten, gingen wir hinaus auf die Insel um einige Bilder von San Francisco zu machen, ehe wir mit dem Schiff zurück an Land fuhren.

Nachdem wir wieder an „Land“ waren, fuhren wir mit einer alten historischen Straßenbahn in Richtung Downtown. Faszinierend ist dieses San Francisco, große Hochhäuser und dazwischen ein ganz kleines Haus. Wir machten einen kleinen Frühstücksstopp in meinen neuen Lieblingsladen Subway. Ich machte mich dann auf den Weg neue Speicherkarten zu kaufen, ich knipse doch etwas mehr als ich dachte. Fündig wurde ich im Radio Shack, einem kleinen Elektronikladen, bei uns mit Electronics zu vergleichen.

Nachdem wir uns noch einen Kaffee im Starbucks geholt hatten, fuhren wir das erste Mal U-Bahn. Wir wollte in Richtung des Golden Gate Parks am Pazifik. Also nahmen wir einen „Zug“ der Linie N in Richtung Ocean Beach. Wir wunderten uns schon beim Einsteigen, dass der Zug nur so groß ist wie bei uns eine normale Straßenbahn. Als der Zug allerdings an die Oberfläche fuhr und dann als ganz normale Straßenbahn fungierte war uns alles klar. Wir fuhren einige Zeit bis wir die Endstation erreichten.

Wir schlenderten sicher zwei Meilen über den traumhaften Sandstrand. Anschließend nahmen wir einen Bus um zur Golden Gate Bridge zu kommen. Wir hatten heute verdammtes Glück mit dem Wetter, obwohl es in den Morgenstunden noch geregnet hatte, lachte jetzt über SF die Sonne. An der GG angekommen, liefen wir bis zum ersten Pfeiler in der Mitte und machten natürlich diverse Bilder.

Wir verließen die Golden Gate und fuhren mit dem Bus in Richtung Hotel. Wir wollten einkaufen gehen und zuvor unsere Regenklamotten loswerden. Als wir dann wieder in Downtown waren, wurden wir vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten bitter enttäuscht. Zwar haben die Geschäfte jeden Tag offen, aber spätestens um 20:30 Uhr machen die meisten zu. Lediglich Lebensmittelgeschäfte sind oft 24 Stunden am Tag offen. Regina schaffte es in der kurzen Zeit trotzdem noch zwei Paar Chucks zu kaufen. Ich habe auch ein Paar probiert, aber festgestellt, dass ich eindeutig kein Chucksträger bin.

Shopping macht Hungrig und so ging es per Cablecar in Richtung Fishermans Wharf. Dort liefen wir etwas planlos umher, ehe wir einen Hooters entdeckten. Hooters ist eine Restaurantkette die dafür bekannt ist, dass die Bedienungen im Hot Pans rumlaufen und eine enorme Oberweite haben. Wir wurden nicht enttäuscht! Es liefen wirklich einige sehr hübsch anzusehende Bedienungen rum, leider war unser nicht ganz so heiß. Ich nahm knochenlose Chicken Wings und landete damit einen Volltreffer! Absolut lecker mit einer genialen Soße. Mit das beste Essen in diesem Land bisher.

Heute ist mir aufgefallen wie selbstverständlich man nach ein paar Tagen Englisch spricht. Zwar gibt es immer wieder Momente an denen man stockt, aber das alltägliche kommt ohne Probleme über die Lippen. Ich habe übrigens ganz vergessen zu erwähnen, dass die Dame beim Eingang des Sequia Nationalparks mein Englisch wie folgt gelobt hat: Man hört gar nicht das Sie Deutscher sind, Ihre Aussprache ist so perfekt. Das ging runter wie Öl 🙂

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