USA 2015 – 22. Tag – Fr. 19.06.2015

San Francisco

Wie es auch anders sein konnte, fuhr ich morgens zuerst einmal Cable Car. Dabei stellte ich wieder fest, wie viele Einheimische sehr gerne damit fahren. Ich würde wohl auch so oft wie möglich damit fahren, wenn ich in dieser Stadt wohnen würde.

Als ersten Punkt heute habe ich mir das Cable Car Museum ausgesucht. Das Museum ist nicht sonderlich groß und ist ein Teil des Cable Car Depots (in der sich auch die Werkstatt befindet). Im Museum kann man vor allem viel über die Geschichte der Cable Cars lesen. Zudem werden von hier aus die Seile angetrieben welche die Cable Cars durch die Stadt bringt.

Im Anschluss ging es, natürlich per Cable Car, zur Lombard Street. Die angeblich kurvigste Straße der Welt ist zwischen Hyde und Leavonworth Street so steil, dass sie in kleinen Kurven hinunterführt. Man kann sie auch nur von Hyde nach unten fahren. Die Lombard Street gehört zu den Hotspots der Stadt und sicher auch deshalb ist der Abschnitt wunderschön mit Blumen dekoriert. Dass sich hier unglaublich viele Touristen ansammeln gehört dann leider auch zum Ruhm der Straße.

Mein nächstes Ziel hieß Coit Tower und zu diesem lief ich dann auch hoch. Von dort hat meinen ganz anderen, wieder wunderschönen Blick. Zur einen Seite die Stadt und zur anderen Seite die Bay. Absolut konsequent sind übrigens die quadratischen Straßen Einteilungen. Die Anhöhe des Coit Tower unterbricht die Straßen nur. Auf der anderen Seite geht es einfach weiter, als ob der Berg nicht da wäre.

Auf der Ostseite des Towers befindet sich eine wunderschöne Treppe welche an der Filbert Street endet. Auch hier ist ein wunderschöner Garten zu beiden Seiten der Treppe angelegt. Dazwischen dann natürlich Häuser der Bewohner, welche sicher nicht zu den günstigsten in San Francisco gehören dürften. Diese Ecke empfinde ich als bisher schönste die ich in San Francisco gesehen habe.

Nachdem ich ein obligatorisches Bild beim Hauptquartier von Twitter (Market / 9th Street) gemacht hatte, ging es zum AT&T Ballpark der San Francisco Giants. Leider spielen die Giants während meines Besuchs nicht zu Hause. Ich wollte aber zumindest um das wunderschöne, direkt an der Bay gelegene, Stadion laufen und dem Fanshop einen Besuch abstatten.

Nach einer kleinen Pause im Hotel machte ich mich auf den Weg nach Chinatown um auch diesem Stadtteil einen Besuch abgestattet zu haben. Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie in einer Stadt eine Subkultur entstehen kann, die mit dem Rest der Stadt absolut nichts gemein hat. Mit dem Cable Car fuhr ich dann noch einmal zu Fishermans Warf.

Vom Bremser eines Cable Cars erfuhr ich, dass Präsident Obama in der Stadt sei und deshalb nur eine Linie der Cable Cars fährt, eben seine. Nachdem der Präsident die Veranstaltung verlassen hatte, fuhren dann nach und nach alle Linien wieder. Ich lief von Fishermans Warf aber einfach zurück, sowieso eigentlich eine der schönen Arten diese Stadt zu erkunden. In der Abendsonne ergaben sich noch einmal ganz andere Motive wie am Tag.

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USA 2015 – 21. Tag – Do. 18.06.2015

San Francisco

Ich ließ den Tag gemütlich an und fuhr erst einmal mit der alten Elektrischen Tram in Richtung Westen. Für Liebhaber alter Trambahnen ein Hochgenuss. Die Bahnen sind unterschiedlich angemalt und man findet noch diverse Dinge die man heute aus Kostengründen nicht mehr einbauen würde. Unter anderem eine kleine Kurbel zum Fenster öffnen. Unterwegs sah ich auch berittene Polizisten, was ich in einer Großstadt mit dieser Geräuschkulisse durchaus beachtlich finde.

Als wir die Endstation Castro erreicht hatten, stieg ich aus und lief zum Alamo Square um die berühmten Painted Ladies zu sehen. Die bekannte Gruppe von Häusern im viktorianischen Stil, welche im Vorspann der US Sitcom Full House zu sehen ist.. Leider wurde eines der Häuser gerade renoviert und so wurde das Bild, obwohl das Wetter perfekt war, eben leider nicht ganz perfekt.

Im Anschluss nahm ich von dort den Bus zum Golden Gate Park. Viele der Häuser in dieser wunderschönen Stadt sind mittlerweile wieder liebevoll renoviert worden, leider gibt es aber immer noch genügend ziemlich runtergekommene Häuser. Nachdem ich im Golden Gate Park angekommen war lief ich erst einmal ziemlich planlos in diesem großen Park umher. Der Park ist ähnlich wie der Central Park quadratisch in die Stadt gepflanzt. Auch hier geht eine Straße mitten durch den Park, der Highway 1..

Mit dem Bus ging es im Anschluss weiter zur Golden Gate Bridge. Da das Wetter ganz gut aussah, wollte ich mein Glück versuchen und die Golden Gate Bridge ohne Nebel sehen. Die Brücke liegt sehr oft im Nebel, ich hatte also wirklich Glück. Also lief ich über die berühmteste aller Brücken und ging auf der anderen Seite noch einmal nach Marin Headlands hoch um Bilder mit der Stadt im Hintergrund zu machen. Insgesamt hat die Brücke eine Länge von 2737 Metern, es ist also ein ganz schönes Stück zu laufen, aber es hat sich gelohnt.

Nachdem ich etwa zwei Stunden später wieder zurück an der Südspitze der Brücke war, fuhr ich nach Fishermans Warf, was irgendwie so etwas wie das Touristenzentrum ist. Hier reiht sich ein Souvenirshop an den nächsten. Nachdem ich mir auch noch die Seelöwen an Pier 39 angeschaut habe, ging es mit dem Street Car zurück in Richtung Hotel. An der California St. & Drumm St. stieg ich dann ins Cable Car um. In den Abendstunden sind die berühmten Touristenattraktionen bei weitem nicht so frequentiert. Ich fuhr bis zur Powell St. und wechselte die Linie um zum Hotel zu kommen.

Man sollte sich übrigens genau überlegen wie man in San Francisco unterwegs sein möchte. Mit dem Auto zu fahren ist, wie in vielen Großstädten, ein absolutes graus. Wer nur einmal mit einem Cable Car fahren möchte, wird für die einfache Fahrt ab Juli 7 $ los. Ich habe für mein 7-Tage-Ticket 35 Dollar gezahlt und darf damit alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt (außer dem Bart) nutzen. Damit kommt man bequem durch die Stadt und erreicht alle Ziele. Außerdem kann man so oft Cable Car fahren wie man möchte.

Vielleicht auch ein paar Worte zum Wetter in San Francisco. Man sieht hier unglaublich viele Menschen mit Stadtmotivpulli herumlaufen. Das hat auch seinen Grund. Obwohl heute die Sonne schien, war es unglaublich kalt. Durch das „Golden Gate“ kommt ein sehr kalter und starker Wind. Oft liegen, wie oben schon gesagt, Nebel und Wolken über der Stadt. Eine Amerikanerin meinte heute: „ich komme aus New York, warum hat mir niemand gesagt, dass es an der Westküste kalt sein kann.“

Ein Nachtrag nach zu den Tüten. In San Francisco gibt es eine Staatliche Zwangsabgabe von 10 Cent für Tüten, deshalb wird man hier gefragt ob man eine kaufen möchte.

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