USA 2017 – 1. Tag – Mi. 22.03.2017

München – Miami

21 Monate sind seit meinem letzten Trip in die USA vergangen, heute ging es endlich wieder in die USA. Eigentlich hatten wir einen Direktflug von München nach Miami gebucht. Die Lufthansa hatte andere Pläne für uns. Statt einem Direktflug ging es mit Stop über Frankfurt. So müssten wir schon um 5:15 Uhr zum Flughafen aufbrechen. Der Flug um 7 Uhr nach Frankfurt war pünktlich und an der Security musste ich nicht einmal meinen Rucksack auspacken. Die Strecke München – Frankfurt wurde übrigens von den Damen am Gate nur liebevoll „Rennstrecke“ genannt. Wird ja auch fast jede Stunde von der Lufthansa beflogen. * 

In Frankfurt mussten wir einmal durch den kompletten Flughafen laufen. Wir hatten aber ausreichend Zeit und kamen pünktlich am Gate an und bezogen unsere Plätze im oberen Teil des A380. Dort gibt es 35 Economy Plätze, neben diversen Business und First Class Plätzen. Generell bin ich in jedem Flugzeug gerne im hinteren Teil, da es dort meistens ruhiger ist. Das obere Deck Economy Klasse im Flaggschiff der Lufthansa hat einen klaren Vorteil. Der Stewart hat nur die 35 Passagiere zu bewirten, was etwas exklusives an sich hat. Der Flug selber war ungewöhnlich holprig. Auch war ich über die Flugdauer überrascht. Man braucht fast 10 Stunden, obwohl Miami ja an der Ostküste liegt. 

Seit wohl letzter Woche muss man bei der Einreise, zumindest in Miami, kein Zollformular mehr ausfüllen. Also ging es mit den vielen anderen Gästen direkt an ein Computerterminal. Der Terminal lässt sich auf mehreren Sprachen bedienen, Deutsch war auch dabei. Zuerst wird der Pass gescannt, dann werden die Zollabfragen (z.B. führen sie Obst, Pflanzen oder Bargeld > 10.000 $ ein, etc.) durchgegangen. Fingerabdrücke und auch Bild werden vom Automaten gemacht. Der Automat druckt am Ende ein Formular aus, welches entweder ein X oder nichts aufgedruckt hat. So durfte ich, weil ohne X, zu einem Officer der mir noch ein paar Fragen stellte und dann direkt zum Ausgang. Meine Begleitung musste noch einmal extra Fingerabdrücke abgeben, war aber auch gleich hindurch. Dies hat wohl damit zu tun, dass diese Automaten eigentlich erst genutzt werden dürfen, wenn man seit 2008 schon einmal im Land war. Insgesamt sensationelle 30 Minuten Wartezeit. Dies dürfte die schnellste Einreise gewesen sein, die ich bisher erlebte.

Nachdem wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich auch meinen Koffer hatten, ging es mit dem Shuttlebus zum Hotel. Dort eingecheckt noch einmal kurz mit Getränken eingedeckt und den Abend in der neben dem Hotel liegenden Bar ausklingen lassen.

Miami empfing uns übrigens mit 28 Grad und Sonnenschein. Hätte schlimmer sein können.

*Ich beschwerte mich nach der Reise bei der Lufthansa über die Streichung des Direktfluges. Da wir mit dem Taxi zum Flughafen fuhren, übernahm die Lufthansa die Kosten für das Taxi. 

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