USA 2012 – 9. Tag – Mi. 26.09.2012

Washington DC

Bei sonnigen 28 Grad hatten wir heute einen Tag Zeit die Hauptstadt Washington zu erkunden. Wie am Vortag ging es per Hotelschuttle zur Union Station. Von dort nahmen wir die U-Bahn ins Stadtzentrum. Man sollte dazu sagen, dass U-Bahnnetz und vor allem die Preispolitik sind deutlich komplizierter als in New York City, obwohl DC nur einen Bruchteil der Größe von New York hat.

Als erstes ging es zum etwas außerhalb gelegenen Nationalfriedhof Arlington. Ein wirklich beeindruckender Ort mit Kilometerlangen Gräberreihen. Hier befindet sich unter anderem das Grab von John F. Kennedy. Nur einen Katzensprung entfernt liegt das US Verteidigungsministerium Pentagon, welches an 9/11 auch angegriffen wurde. Auch hier gibt es ein sehr gelungenes Denkmal das an die hier 184 getöteten Menschen erinnert. Es gibt für jeden getöteten eine Art Bank. Die Bänke der im Pentagon getöteten Menschen zeigt vom Gebäude weg, die der Flugzeugpassagiere zeigt in das Verteidigungsministerium. Die Ausmaße dieses gigantischen Gebäudes zeigen sich am besten wohl aus der Luft.

Nachdem wir zurück in die Stadt gefahren sind, ging es in Richtung Weißes Haus. Das Gebäue kurz umrundet und den Herrn Präsidenten nicht gesehen, er hätte sich ja wirklich einmal Zeit nehmen können, immerhin folge ich ihm auf Twitter! Das Gebäude ist übrigens deutlich kleiner als es im TV aussieht, außerdem wird bei Aufnahmen eigentlich immer die Rückseite gezeigt. Wenn wir schon beim Präsidenten sind, man merkt in der ganzen Stadt den Wahlkampf. Überall T-Shirts, Flaggen, Pins mit Obama / Romney drauf. Besonders krass fand ich ein etwa Scheckkartengroßes Kästchen in dem ein Countdown läuft: „I can’t wait until Obamas last day“ – so etwas kann und will man sich nicht bei uns vorstellen.

Nach einer kleinen Lunchpause ging es weiter im Memorial „Run“ – Lincoln, Korea Krieg, Vietnam Krieg, 2. Weltkrieg, Martin Luther King, Roosevelt, Jefferson und dazwischen natürlich immer wieder das Monument und das Capitol. Besonders gefallen hat mir dass Memorial von Roosevelt. Es ist nicht so pompös und mächtig wie die anderen. Es erschlägt einen nicht wie z.B. das Lincoln Memorial. Es ist eher weitläufig und wirkt daher sehr offen und ansprechend.

Verärgert war ich darüber, dass das Air-Space-Museum bereits geschlossen hatte. Leider geht es morgen bereits weiter, aber immerhin habe ich so einen Grund in diese Phantastische Stadt zurück zu kommen.

Ein Kuriosum sollte man noch erwähnen. Die U-Bahn hier ist mit Teppich ausgestattet. Ich sage nur eine Woche Oktoberfest…

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