USA 2015 – 23. Tag – Sa. 20.06.2015

San Francisco

Am Morgen machte ich mich auf nach Twin Peaks. Ich nahm die alte Elektrische Tram nach Westen in die Berge. Zwischendrin machte ich einen Stopp an der UN Plaza. Eine Gedenkstätte zur Gründung der Vereinten Nationen am 26. Juni 1945, welche in San Francisco stattfand. Hier finden sich auch Gedenktafeln der Länder, mit Beitrittsdatum. Deutschland ist übrigens drei Mal vertreten. 1973 mit der BRD und der DDR, sowie 1991 mit Gesamtdeutschland.

Im Hintergrund der UN Plaza, befindet sich die San Francisco Stadthalle, welche am diesem Wochenende ihr 100 Jähriges Jubiläum feierte. Deshalb wurde dort gerade eine Bühne aufgebaut. Ich machte mich weiter auf den Weg nach Twin Peaks und stellte am Fuß des Hügels fest, dass dieser im Nebel liegt. Ich nahm dies hin und machte mich an den Aufstieg und wurde belohnt. Es ging wieder durch viele wunderschöne kleine Treppenstufen nach oben. Auch wenn die Sicht nicht ganz perfekt war, genoss ich doch einige ruhige Minuten auf dem Berg beim Blick auf Downtown. Im einen Moment lag die Stadt komplett im Nebel, im nächsten war der Blick wieder frei.

Ich stattete dann noch dem Goldenen Hydrant einen Besuch ab. Dieser liegt an der Mission Dolores und soll nach dem großen Erdbeben von 1906 als letzter noch Wasser gehabt haben. Deshalb wurde er vergoldet. Allgemein ist Dolores Heights, die Gegend um Twin Peaks, ein tolles Stadtviertel mit wunderschönen Häuser und vielen kleinen Treppen die am Ende von Sackgassen über die Berge führen. Hier allerdings benötigt man schon den ein oder anderen Extradollar für ein Haus.

Im Anschluss wollte ich dann auch den Pazifik sehen und nahm die Bahn dorthin, welche nach einer gefühlten Ewigkeit auch kam und nach einer weiteren Ewigkeit auch den Pazifik erreichte. Ich lief den Strand in Richtung Süden zum Zoo. Obwohl ein ziemlicher Wind wehte und es sich dadurch ziemlich kalt anfühlte, war der Sand angehem warm. Im Gegensatz zum Pazifik, der sich wie die Nordsee anfühlte. Viele Surfer fanden sich nicht in den doch deutlich vorhandenen Wellen, dafür aber umso mehr Angler. Diese zogen zum Teil richtig große Fische aus dem Wasser.

Mit der Muni und dem Bus ging es zum nächsten Ziel Baker Beach, was südlich der Golden Gate Bridge auf der Pazifikseite liegt. Der ziemlich frequentierte Strand war wie der große Strand gespickt mit Fischern und Urlaubenden. Von hier hat man noch einmal einen wunderschönen Blick auf die Brücke, von welcher ein Pfeiler im Nebel lag. Ob des bevorstehenden Heimfluges morgen, hatte ich doch eine kleine Träne in den Augen, bei diesem Anblick.

Ich suchte mir für meinen letzten Abend noch ein Pub in der Innenstadt aus und unterhielt mich lange mit einem jungen Amerikaner. Bei meinen Erzählungen über die Deutschen Sozialsysteme blieb ihm immer wieder der Mund offen stehen. Gerade was Urlaubstage, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung angeht, ist Deutschland ein Schlaraffenland im Gegensatz zu den USA.

Als ich mich auf den Weg ins Hotel machte bekam ich eine ganz wundervolle Stimmung in der Stadt mit. Es war noch nicht komplett dunkel und es hatten sich Nebel und Wolken über die Stadt gelegt. So verschwanden die Hochhäuser und die Straßen zum Teil daran. Leider ganz schlecht zu fotografieren, aber unglaublich toll anzuschauen.

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