USA 2010 – 10. Tag – Fr. 21.05.2010

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Three Rivers – Sequoia – Yosemite

Nach einem typisch amerikanischen Frühstück, fett, süß und wenig geschmackvoll, brachen wir auf in Richtung Sequoia Nationalpark. Von Three Rivers aus, ging es nach Nordosten den Berg hinauf. Serpentine um Serpentine quälten wir uns zum Parkeingang. Bevor wir diesen erreichten, mussten wir noch eine 20 minütige Zwangspause einlegen. Aufgrund einer Baustelle war nur eine Fahrspur befahrbar, deshalb wurde der Verkehr per Ampel geregelt.

Im Park der Mammutbäume fuhren wir den Aussichtspunkt Moro Rock an. Früher führte die Parkstrasse unter einem Felsen hindurch. Aufgrund der immer größer werdenden Autos und des wachsenden Verkehrs, führt die Strasse heute außen um den Felsen herum. Am Moro Rock angekommen bestiegen wir den Felsen. Nach einem fünfzehnminütigen Aufstieg hatten wir kurzweilig einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung, ehe dichter Nebel aufzog. Deshalb zogen wir einen schnellen Abstieg dem verweilen vor.

Wir wollten als nächstes den Tunnelrock, einen umgestürzten Baum durch den eine Strasse gebaut wurde, anfahren. Da der Park auf über 2000 Metern Höhe liegt, hat es sogar im Mai noch frische 7 Grad und jede Menge Schnee. Deshalb war auch die Strasse zum Tunnelrock noch gesperrt, weshalb wir weiterfahren mussten. Unseren nächsten Halt legten wir am General Sherman Tree ein. Dort machten wir einen kurzen Rundgang um uns den größten und ältesten lebenden Baum der Welt genauer anzuschauen. Der Baum ist zwischen 1900 und 2500 Jahre alt und 83,8 Meter hoch. Damit ist er zwar nicht der höchste Baum, dieser steht im Redwood Nationalpark (Hyperion 115,55 Meter hoch), aber er ist der gewaltigste.

Wir verließen den Sequia Nationalpark um gleich direkt in den Kings Canyon Nationalpark zu kommen. Beide Parks gehören zusammen und sind nur durch den Namen getrennt. Im Kings Canyon NP schauten wir uns den General Grant Tree an, welcher der zweitälteste Baum der Welt ist. Der General Grant ist übrigens der Weihnachtsbaum der US-Nation und trägt deshalb den Beinamen „National Christmas Tree“. Natürlich verzichteten wir nicht auf den üblichen Stopp im Visitor Center um etwas im Shop zu stöbern und die Blasen zu leeren bevor es weitergeht.

Landschaftlich sehr reizvoll ging es wieder nach Norden. Unser nächstes Ziel war der Yosemite Nationalpark. Da wir zwei Nächte am gleichen Ort vor uns hatten, versorgten wir uns unterwegs noch mit ordentlich Lebensmitteln, immerhin wollten wir am nächsten Tag etwas im Park wandern. Nachdem wir eingekauft hatten, machten wir noch einen Essenshalt bei „Jack in the Box“, der qualitativ sicher einer der besten Bürgerladen während des ganzen Urlaubes war.

Wir fuhren die Yosemite View Lodge über die 140 von Westen aus an. Von Mariposa kommend fanden wir bei El Portal unser Hotel etwa eine Meile vor dem Parkeingang. Die 140 kann man wirklich bedenkenlos empfehlen. Landschaftlich absolut reizvoll in einem Tal gelegen, durch das sich auch ein wilder Fluss schlängelt. Auf der anderen Flussseite finden sich auch noch die Reste einer alten Bahnstrecke. Auch auf diesem Abschnitt mussten wir eine Zwangspause von 15 Minuten einlegen. Ein Steinrutsch hatte die Strasse versperrt und so ging es nur einspurig voran. Wie ich allerdings herausgefunden habe, gibt es diese Engstelle wohl schon etwas länger.

In der View Lodge werden wir jetzt zwei Mal nächtigen. Dafür bezahlen wir pro Nacht 193,14 $ und freuen uns das wir am Samstag endlich einmal wirklich ausschlafen können und nicht gleich wieder aufbrechen müssen.

p. s. für Wissbegierige: Die Sequoia Bäume sind mit den Redwoods verwandt. Die Redwoods wachsen direkt an der Californischen Küste und werden höher als die Sequoia Bäume. Die Sequoia Bäume hingegen werden älter und sind massiver.

Distanz: 213 Meilen (341 km)

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