USA 2010 – 8. Tag – Mi. 19.05.2010

strecke-20100519

Las Vegas – Death Valley – Ridgecrest

Heute wurden wir wirklich erst um 8 Uhr durch den Wecker wach. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten und Marcus sein Las Vegas T-Shirt ergattert hatte, ging es zurück auf die Strasse. Zum Frühstücken kehrten wir bei einem 7-Eleven ein. Mit Donuts, Sandwiches und Eiskaffee (0,5 Liter) bewaffnet, ging es nach einem kurzen Tankstop und einem Check des Motorraums (Wasser, Luftdruck etc.) in Richtung Death Valley.

Die Strecke ins Valley führte wie gewohnt über steinige Landschaften, ehe es ins Tal hinab ging. Wir benötigten über eine Stunde um mit Badwater Basin unser erstes Ziel zu erreichen. Im ausgetrockneten Salzsee liegt mit 85,5 Metern unter Normalnull der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre. Den Salzsee kennt man aus vielen Reportagen, hier werden immer wieder Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Marcus wollte, wie viele andere, in den See hineinlaufen, um nach etwa zwei Kilometern, nach seiner eigenen Aussage, nichts Besonderes zu sehen. Regina und ich entdeckten derweil bei kühlen 37 Grad im Schatten einen Jepp mit Münchner Kennzeichen. Auf der Motorhaube hatte der Eigentümer eine Weltkarte mit seinen Touren abgebildet, eine echt coole Idee. Der Hitzerekord im Valley liegt übrigens bei 57 Grad!

Am Besucherzentrum hielten wir kurz für menschliche Bedürfnisse. Hier gibt es neben einem Campingplatz (wer bitte übernachtet hier freiwillig?) auch eine Tankstelle. Bei einem Gallonenpreis von 4,5 $ kann man allerdings von Abzocke sprechen, in Las Vegas hatten wir 3 $ bezahlt. Über die 190 erreichten wir bei Stovepipe Wells die berühmten Sanddünnen, auch hier legten wir einen kurzen Halt ein.

Wir fuhren weiter auf der 190 nach Westen, um das Tal zu verlassen zu könnten mussten wir einige Berge erklimmen. Man wurde von Hinweißschildern aufgefordert die Klimaanlage auszuschalten, was wir auch brav gemacht haben. Nachdem wir einige weitere Berge überwunden hatten, fuhren wir an der nächsten Kreuzung auf die 178 nach Süden in Richtung Ridgecrest unserem heutigen Ziel. An besagter Kreuzung sahen wir dann auch das letzte Auto für sage und schreibe 20 Minuten!

In Ridgecrest mussten wir drei Motels anfahren, ehe wir im örtlichen Best Western für 108,89 $ abstiegen. Die anderen Motels waren entweder ausgebucht oder noch teurer. Zum Abendessen ging es dann zum ersten Mal in einen Carl Jr. Die Qualität lag leider eindeutig unter einem Mc Donalds oder sogar einem Taco Bell. Super ist das man auch hier sein Getränk kostenlos wieder auffüllen kann, besonders auf Reisen eine feine Sache!

An die rücksichtsvollen Autofahrer in den USA könnte ich mich gewöhnen. Man fährt an einen Pluskreuzung, welche nur mit Stoppschildern gesichert ist. Es fährt dann immer das Auto, das als erstes an die Kreuzung gekommen ist. Dieses System ist fairer als ein Kreisverkehr und schneller als eine Ampel. In Deutschland könnte man das System aber wohl nie umsetzen, dazu wird in unserem Land viel zu viel mit Ellbogen gefahren.

Abends haben wir uns dann noch etwas vom TV berieseln lassen und unsere Tagebücher geschrieben.

Distanz: 281 Meilen (445 km)

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