USA 2010 – 7. Tag – Di. 18.05.2010

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Hurricane – Valley of Fire – Las Vegas

Nach einer wirklich angenehmen Nacht, sicher auch deshalb so gut weil jeder ein eigenes Bett hatte, sind wir um etwa 7 Uhr aufgestanden. Wir machten uns nach dem üblichen Morgenritual auf in Richtung Las Vegas. Hierzu ging es auf der 9 weiter um dann auf den Highway 15 zu wechseln. Wir verließen Utah, fuhren noch einmal ein paar Meilen durch Arizona um dann nach Nevada „The Silver State“ zu erreichen. Da wir auf dem Highway unterwegs waren, konnten wir leider keine „Welcome“ Schilder fotografieren.

Kurz hinter der Staatsgrenze von Nevada verließen wir den Highway um in Richtung Valley of Fire zu fahren. Da das Valley of Fire ein State Park ist, und somit von Nevada betreut wird und nicht wie die Nationalparks vom Land, mussten wir 10 $ Eintritt zahlen. Den Park fanden wir alle wenig interessant. Es waren schon wieder Steine, aber immerhin in ganz vielen verschiedenen Farben und eigentlich auch ganz nett anzusehen. Wir fuhren einen kurzen Abstecher von der Hauptstrasse und wollten noch einen Scenic Way laufen. Da wir dort aber Sand sahen, drehten wir um. Wir hatten keine Lust unsere Schuhe mit Sand zu füllen. Also drehten wir um und machten uns auf den Weg nach Las Vegas.

Auf dem Weg nach Las Vegas passierten wir auch unsere erste große Baustelle. Wir mussten an der Ampel warten bis unsere Fahrspur an der Reihe war. Dann ging es eingereiht hinter dem „Pilot Car“ die etwa 5 Meilen lange Strecke entlang. Auch in den USA ist es wie in Deutschland. Auf der Baustelle arbeitet eine Person und drei schauen zu. Da sich das ganze doch etwas hingezogen hat, waren wir froh als wir endlich die Baustelle hinter uns hatten. Kurz darauf konnten wir einen ersten Blick auf Las Vegas werfen.

Wir hatten noch nicht gefrühstückt und so fuhren wir in einem Vorort von Las Vegas einen Mc Donalds an, ehe es weiter in Richtung Downtown ging. In unserem Reiseführer hatten wir gelesen dass der Stratosphere Tower oft recht günstige Zimmer im Angebot hat. Wir fuhren den Tower, an und buchten uns für 63,48 $ ein Zimmer für eine Nacht. Im kostenfreien Parkhaus stellten wir unser Auto ab und bezogen dann unser Zimmer 30409 im Bereich „World II“ des Hotels.

Nachdem wir uns im Zimmer breit und frisch gemacht hatten, fuhren wir auf die oberste Plattform des Towers. Für Hotelgäste ist die Fahrt auf den 350 Meter hohen Tower kostenlos, der übrigens das höchste freistehende Gebäude westlich des Mississippi ist. Auf der Plattform gab es früher eine Achterbahn, heute kann man mit einem Karussell über dem Abgrund, einem Free Fall von der Turmspitze, oder mit einem Bob der kurz vor der Kante bremst, Nervenkitzel suchen. Wem das noch nicht reicht, der kann sich auch an zwei Seilen geführt von der Aussichtsplattform stürzen. Übrigens der höchste Sky Jump der Welt. Weder ich noch die anderen wollten diesen Nervenkitzel suchen und so ging es wieder hinab.

Wir machten uns dann auf den Weg in Richtung Las Vegas Strip. Da der Stratosphere Tower am Ende der Vergnügungsmeile liegt, nahmen wir den Bus. Eigentlich hätten wir aber auch zu Fuß gehen können, bei dem Verkehr der in Vegas herrscht. Im Zentrum der Vergnügungswelt liefen wir dann durch die vielen, vielen Hotels und haben uns die Attraktionen angeschaut. Viele der Hotels versuchen mit kostenlosen Shows vor den Hotels die Gäste in die Casinos zu locken. Das Belacio zeigt eine großartige Wassershow, das Treasure Island eine Piratenshow. Besonders beeindruckend fanden wir das Venecian, in dessen inneren sich ein Nachbau von Venedig befindet, inklusive original italienischer Gondoliere! Wir waren vom vielen Laufen ziemlich kaputt und so suchten wir uns etwas zum Essen. Wir wollten zudem noch etwas Zeit überbrücken, um die Lichtshow der Hotels bei Dunkelheit zu sehen. Nachdem wir gegessen hatten und es dunkel war, liefen wir in Richtung Hotel zurück.

Als wir im Hotel zurück waren, ließen wir die Kameras und alles andere unwichtige im Zimmer und machten uns auf den Weg ins Casino. Das Casino im Stratosphere liegt, wie in jedem anderen Casino in Las Vegas auch, im Erdgeschoss abgeschottet von jeglichem Tageslicht. Dies geschieht aus einem ganz einfachen Grund. Der Spieler soll kein Tages- und Nachtgefühl haben und einfach immer weiter die kleinen Automaten mit Scheinen füttern. In den Casinos ist sogar das rauchen erlaubt, was in den USA eigentlich fast überall verboten ist. Alles nur damit sich der Gast wohlfühlt und Geld dalässt. Das Päckchen Marlboro kann man für günstige 8,33 $ im Casinoeigenen Shop erwerben.

Um spielen zu können, muss man 21 Jahre alt sein und sich im Casino registrieren lassen. Wir registrierten uns und fingen dann an um kleine Beträge zu spielen. Hierzu muss man seine Chipkarte, die man vom Casino bekommt, in den Automaten schieben. Dann noch den Automaten mit Dollar füttern und schon kann man sein „Glück“ versuchen. Um an einen andern Platz zu wechseln, spuckt der Automat einen Wertbon aus und macht dabei Klimpergeräusche als ob er wie früher Münzen ausspucken würde. Regina hatte leider kaum Freude daran und verspielte relativ schnell 7 $. Marcus startete mit 5 $ Einsatz und hörte bei 15 $ Gewinn auf zu spielen. Ich hatte 1 $ eingesetzt und hatte zwischenzeitlich sogar einen Stand von über 50 $, aber am Ende gewinnt wie immer die Bank. Mir war es aber egal, ich hatte meinen Spaß. Um kurz vor Mitternacht gingen wir dann ins Bett.

Sehr erfreulich finden wir in den USA den Umgang mit Behinderten und Rollstuhlfahrern. Vor jedem noch so kleinen Laden, befinden sich vor der Türe ein oder mehrere Parkplätze für eben diese Menschen. Diese werden anders als in Deutschland nicht von jedem zugeparkt. Um diese Parkplätze nutzen zu dürfen, benötigt man eine Berechtigung die in der Windschutzscheibe vermerkt wird. Woher aber hatte der Corvettefahrer im Statrospheretower seinen Ausweis?

Heute war es den ganzen Tag angenehm warm, im Schnitt etwa 25 Grad. Da ein leichter Wind wehte, konnte man es sehr gut aushalten. Morgen im Death Valley wird es definitiv wärmer.

p.s. Übrigens haben wir nur eine Hochzeitskapelle und nur einen Elvis gesehen…

Distanz: 207 Meilen (331 km)

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