USA 2010 – 5. Tag – So. 16.05.2010

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Monument Valley – Capitol Reef – Escalante

Endlich habe ich eine Nacht fast durchgeschlafen. Wir wurden gerade so kurz vor 6 Uhr wach um noch den Sonnenaufgang zu erleben. Wieder war es ein atemberaubender Anblick. Sonnenaufgänge in diesem Land haben einfach etwas Besonderes. Bei diesen Landschaften ist es aber auch kein Wunder das man aus dem Staunen nicht rauskommt.

Da es für das Frühstück zu früh war, haben wir uns erst einmal fertig gemacht und unsere Sachen gepackt und dann im angeschlossenen Restaurant des Hotels gefrühstückt. Im wirklich gut sortierten Shop haben wir noch einige Souvenirs gekauft ehe wir aufbrachen.

Es ging auf der 163 nach Norden in Richtung Mexican Hat, wo wir das erste Mal für heute getankt haben. Mexican Hat ist ein Stein der angeblich aussieht wie ein mexikanischer Hut. Allerdings fanden wir das ganze ziemlich langweilig.

Es ging weiter auf die 261 nach Westen, von der aus wir kurz den Goosenecks State Park anfuhren. Dort dreht der San Juan River einige Schleifen, leider eher enttäuschend ob der Eindrücke des Horseshore Bend vom Vortag.

Weiter ging es nach unserem heutigen Tagesmotto: Über Stock und Stein.
Kurz darauf fuhren wir auf eine Steilwand zu. Wir philosophierten noch wie wir diese jetzt überwinden sollen, da sahen wir schon die Serpentinen. Dann erfuhr ich warum mein Navi gefragt hatte ob ich ungepflasterte Strassen vermeiden möchte. Den Berg ging es auf einer so genannten Gravel Road (ungepflasterte Strasse) hinauf. Lediglich die Kurven waren zum Teil geteert. Das ganze ging sicher über zwei bis drei Meilen. Da man mit einem Mietwagen ungeteerte Strassen nicht befahren darf, war ich ziemlich erleichtert als wir oben angekommen waren.

Für den Lacher des Tages sorgte ein Asiate. Dieser wollte seinen Wohnwagen umdrehen. Dabei setzte er die Hinterreifen in einen Graben und lag mit dem Hinterteil auf. Weiterfahren ohne fremde Hilfe undenkbar. Sah aus wie ein Käfer auf dem Rücken.

Allgemein ist es einfach Wahnsinn was es hier für Wohnmobile gibt. Unsere Strassen in Deutschland könnte man damit niemals befahren, diese sind viel zu klein dafür. Dazu nimmt sicher jeder dritte Camper sein Auto mit in den Campingurlaub und hängt es hinten an sein Wohnmobil dran. Regina gefiel besonders der kleine Käfer der mitgezogen wurde.

Bevor es auf die 95 nach Westen ging passierten wir den Colorado und machten an der Brücke einige nette Bilder. Super ist, dass es fast überall einen Platz zum Anhalten und fotografieren gibt. Von Aussichtspunkten verstehen die Amerikaner etwas. Nach wenigen weiteren Meilen erreichten wir den Capitol Reef Nationalpark. Leider wurden wir vom Park etwas enttäuscht. Vielleicht hatten wir auch die letzten Tage schon genügend Steine gesehen und konnten so diese nicht mehr genießen. Laut Reiseführer sollte eine besonders reizvolle Ecke über den Scenic Drive zu erreichen sein. Es stand allerdings nicht im Reiseführer, dass wir schon wieder zwei Meilen Schotterpiste fahren müssen. Dazu hätten wir dann am Ende der Schotterpiste noch etwa eine Meile laufen müssen. Dazu hatten wir absolut keine Lust und so drehten wir um. Der Captiol Reef ist mehr etwas für Wanderer, aber das waren wir heute einfach nicht mehr.

Da es erst früher Nachmittag war, fuhren wir noch weiter. So ging es nach dem Capitol Reef auf die 12 nach Süden. Wir tankten noch einmal zur Sicherheit. Es passiert hier immer wieder das man mehre Stunden unterwegs ist ohne in ein Dorf, Stadt oder gar an eine Tankstelle zu kommen. Durch den Dixie National Wald ging es zuerst nach Boulder, ehe wir dann in Escalante im Prospector Inn für 77,42 $ ein Zimmer mieteten.

Wir machten dann noch einen kleinen Abstecher in eines dieser urigen Cafe’s um dort eine absolute leckere Pizza zu verdrücken. Mal abgesehen von der Knolle Knoblauch die man auf Reginas Pizza verteilt hatte. Nach dem Essen haben wir noch das kostenlose W-Lan genutzt und Tagebuch geschrieben, ehe es ins Bett ging.

Etwas gibt es was absolut in diesem Land stört. Es gibt keine Klobürsten! Alles weitere hierzu erspare ich euch. Auch funktioniert alles irgendwie anders. Wir haben sicher mittlerweile vier Arten von Wasserhähnen gehabt. Jede Lampe lässt sich unterschiedlich anschalten. Das ist alles nicht so schlimm wie das Tanken. Immerhin hat es bisher immer geklappt.

Zigaretten kosten übrigens auch überall unterschiedlich. Das liegt wohl an den unterschiedlichen Steuersätzen. Gestern habe ich welche für 5,70 $ gekauft.

Distandz: 291 Meilen (466 km)

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