USA 2015 – 24. Tag – So. 21.06.2015

San Francisco – München

Den letzten Tag habe ich spät begonnen und es ganz gemütlich angehen lassen. Zuerst habe ich noch einmal die Dusche auf dem Gang benutzt. Alles übrigens viel besser als ich mir vorher dachte. Ich musste lediglich einmal warten und sie war stets sauber. Allgemein war das Hotel The Mosser wirklich super, wenn natürlich nicht ganz günstig. Aber in San Francisco ist leider kaum etwas billig. Ich deponierte meinen Koffer und Rucksack im Hotel und zog noch einmal durch die Stadt.

Das „Railroad Museum“, welches eigentlich nur ein Verkaufsshop in der Größe meiner Wohnung ist, hielt mich nicht lange. Ich fuhr deshalb mit der elektrischen Tram zu Fishermans Warf um noch einmal die Golden Gate Bridge zu sehen. Nachdem ich den Seelöwen am Pier 39 auch noch einen Besuch abgestattet hatte und noch einmal bei In-N-Out Burger war fuhr ich noch einmal Cable Car.

Da öffentliche Verkehrsmittel wohl in jeder größeren Stadt ein Problem sind, dauerte meine Anreise zum Flughafen etwas länger. Die BART hatte ein Problem und so musste ich auf die Muni ausweichen, was dementsprechend länger dauerte. Ich hatte aber genügend Zeit eingeplant und war rechtzeitig am Flughafen. Unser Flug ging etwas verspätet, aber landete trotzdem pünktlich in München. Ich konnte sogar etwas schlafen, war aber doch sehr froh als ich wieder in München war.

Es war meine erste Reise alleine durch die USA und ich muss sagen, es ist unglaublich wie schnell diese 24 Tage vergingen. Ich habe in über drei Wochen nie das Gefühl gehabt wirklich alleine zu sein. Durch die Freundlichkeit der Amerikaner fühlt man sich auch in einem relativ fremden Umfeld schnell wohl. Gerade was der Umgang im Alltag angeht, dass man sich für alles entschuldigt, hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Natürlich gab es auch viele Dinge in denen man leider in Vorurteilen bestätigt wurde. Ich habe viele neue Dinge gesehen, auch an Orten wo ich schon war.

Es wird nicht mein letzter Urlaub in den USA gewesen sein. Es gibt noch genug zu erkunden!

USA 2015 – 23. Tag – Sa. 20.06.2015

San Francisco

Am Morgen machte ich mich auf nach Twin Peaks. Ich nahm die alte Elektrische Tram nach Westen in die Berge. Zwischendrin machte ich einen Stopp an der UN Plaza. Eine Gedenkstätte zur Gründung der Vereinten Nationen am 26. Juni 1945, welche in San Francisco stattfand. Hier finden sich auch Gedenktafeln der Länder, mit Beitrittsdatum. Deutschland ist übrigens drei Mal vertreten. 1973 mit der BRD und der DDR, sowie 1991 mit Gesamtdeutschland.

Im Hintergrund der UN Plaza, befindet sich die San Francisco Stadthalle, welche am diesem Wochenende ihr 100 Jähriges Jubiläum feierte. Deshalb wurde dort gerade eine Bühne aufgebaut. Ich machte mich weiter auf den Weg nach Twin Peaks und stellte am Fuß des Hügels fest, dass dieser im Nebel liegt. Ich nahm dies hin und machte mich an den Aufstieg und wurde belohnt. Es ging wieder durch viele wunderschöne kleine Treppenstufen nach oben. Auch wenn die Sicht nicht ganz perfekt war, genoss ich doch einige ruhige Minuten auf dem Berg beim Blick auf Downtown. Im einen Moment lag die Stadt komplett im Nebel, im nächsten war der Blick wieder frei.

Ich stattete dann noch dem Goldenen Hydrant einen Besuch ab. Dieser liegt an der Mission Dolores und soll nach dem großen Erdbeben von 1906 als letzter noch Wasser gehabt haben. Deshalb wurde er vergoldet. Allgemein ist Dolores Heights, die Gegend um Twin Peaks, ein tolles Stadtviertel mit wunderschönen Häuser und vielen kleinen Treppen die am Ende von Sackgassen über die Berge führen. Hier allerdings benötigt man schon den ein oder anderen Extradollar für ein Haus.

Im Anschluss wollte ich dann auch den Pazifik sehen und nahm die Bahn dorthin, welche nach einer gefühlten Ewigkeit auch kam und nach einer weiteren Ewigkeit auch den Pazifik erreichte. Ich lief den Strand in Richtung Süden zum Zoo. Obwohl ein ziemlicher Wind wehte und es sich dadurch ziemlich kalt anfühlte, war der Sand angehem warm. Im Gegensatz zum Pazifik, der sich wie die Nordsee anfühlte. Viele Surfer fanden sich nicht in den doch deutlich vorhandenen Wellen, dafür aber umso mehr Angler. Diese zogen zum Teil richtig große Fische aus dem Wasser.

Mit der Muni und dem Bus ging es zum nächsten Ziel Baker Beach, was südlich der Golden Gate Bridge auf der Pazifikseite liegt. Der ziemlich frequentierte Strand war wie der große Strand gespickt mit Fischern und Urlaubenden. Von hier hat man noch einmal einen wunderschönen Blick auf die Brücke, von welcher ein Pfeiler im Nebel lag. Ob des bevorstehenden Heimfluges morgen, hatte ich doch eine kleine Träne in den Augen, bei diesem Anblick.

Ich suchte mir für meinen letzten Abend noch ein Pub in der Innenstadt aus und unterhielt mich lange mit einem jungen Amerikaner. Bei meinen Erzählungen über die Deutschen Sozialsysteme blieb ihm immer wieder der Mund offen stehen. Gerade was Urlaubstage, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung angeht, ist Deutschland ein Schlaraffenland im Gegensatz zu den USA.

Als ich mich auf den Weg ins Hotel machte bekam ich eine ganz wundervolle Stimmung in der Stadt mit. Es war noch nicht komplett dunkel und es hatten sich Nebel und Wolken über die Stadt gelegt. So verschwanden die Hochhäuser und die Straßen zum Teil daran. Leider ganz schlecht zu fotografieren, aber unglaublich toll anzuschauen.

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USA 2015 – 22. Tag – Fr. 19.06.2015

San Francisco

Wie es auch anders sein konnte, fuhr ich morgens zuerst einmal Cable Car. Dabei stellte ich wieder fest, wie viele Einheimische sehr gerne damit fahren. Ich würde wohl auch so oft wie möglich damit fahren, wenn ich in dieser Stadt wohnen würde.

Als ersten Punkt heute habe ich mir das Cable Car Museum ausgesucht. Das Museum ist nicht sonderlich groß und ist ein Teil des Cable Car Depots (in der sich auch die Werkstatt befindet). Im Museum kann man vor allem viel über die Geschichte der Cable Cars lesen. Zudem werden von hier aus die Seile angetrieben welche die Cable Cars durch die Stadt bringt.

Im Anschluss ging es, natürlich per Cable Car, zur Lombard Street. Die angeblich kurvigste Straße der Welt ist zwischen Hyde und Leavonworth Street so steil, dass sie in kleinen Kurven hinunterführt. Man kann sie auch nur von Hyde nach unten fahren. Die Lombard Street gehört zu den Hotspots der Stadt und sicher auch deshalb ist der Abschnitt wunderschön mit Blumen dekoriert. Dass sich hier unglaublich viele Touristen ansammeln gehört dann leider auch zum Ruhm der Straße.

Mein nächstes Ziel hieß Coit Tower und zu diesem lief ich dann auch hoch. Von dort hat meinen ganz anderen, wieder wunderschönen Blick. Zur einen Seite die Stadt und zur anderen Seite die Bay. Absolut konsequent sind übrigens die quadratischen Straßen Einteilungen. Die Anhöhe des Coit Tower unterbricht die Straßen nur. Auf der anderen Seite geht es einfach weiter, als ob der Berg nicht da wäre.

Auf der Ostseite des Towers befindet sich eine wunderschöne Treppe welche an der Filbert Street endet. Auch hier ist ein wunderschöner Garten zu beiden Seiten der Treppe angelegt. Dazwischen dann natürlich Häuser der Bewohner, welche sicher nicht zu den günstigsten in San Francisco gehören dürften. Diese Ecke empfinde ich als bisher schönste die ich in San Francisco gesehen habe.

Nachdem ich ein obligatorisches Bild beim Hauptquartier von Twitter (Market / 9th Street) gemacht hatte, ging es zum AT&T Ballpark der San Francisco Giants. Leider spielen die Giants während meines Besuchs nicht zu Hause. Ich wollte aber zumindest um das wunderschöne, direkt an der Bay gelegene, Stadion laufen und dem Fanshop einen Besuch abstatten.

Nach einer kleinen Pause im Hotel machte ich mich auf den Weg nach Chinatown um auch diesem Stadtteil einen Besuch abgestattet zu haben. Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie in einer Stadt eine Subkultur entstehen kann, die mit dem Rest der Stadt absolut nichts gemein hat. Mit dem Cable Car fuhr ich dann noch einmal zu Fishermans Warf.

Vom Bremser eines Cable Cars erfuhr ich, dass Präsident Obama in der Stadt sei und deshalb nur eine Linie der Cable Cars fährt, eben seine. Nachdem der Präsident die Veranstaltung verlassen hatte, fuhren dann nach und nach alle Linien wieder. Ich lief von Fishermans Warf aber einfach zurück, sowieso eigentlich eine der schönen Arten diese Stadt zu erkunden. In der Abendsonne ergaben sich noch einmal ganz andere Motive wie am Tag.

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USA 2015 – 21. Tag – Do. 18.06.2015

San Francisco

Ich ließ den Tag gemütlich an und fuhr erst einmal mit der alten Elektrischen Tram in Richtung Westen. Für Liebhaber alter Trambahnen ein Hochgenuss. Die Bahnen sind unterschiedlich angemalt und man findet noch diverse Dinge die man heute aus Kostengründen nicht mehr einbauen würde. Unter anderem eine kleine Kurbel zum Fenster öffnen. Unterwegs sah ich auch berittene Polizisten, was ich in einer Großstadt mit dieser Geräuschkulisse durchaus beachtlich finde.

Als wir die Endstation Castro erreicht hatten, stieg ich aus und lief zum Alamo Square um die berühmten Painted Ladies zu sehen. Die bekannte Gruppe von Häusern im viktorianischen Stil, welche im Vorspann der US Sitcom Full House zu sehen ist.. Leider wurde eines der Häuser gerade renoviert und so wurde das Bild, obwohl das Wetter perfekt war, eben leider nicht ganz perfekt.

Im Anschluss nahm ich von dort den Bus zum Golden Gate Park. Viele der Häuser in dieser wunderschönen Stadt sind mittlerweile wieder liebevoll renoviert worden, leider gibt es aber immer noch genügend ziemlich runtergekommene Häuser. Nachdem ich im Golden Gate Park angekommen war lief ich erst einmal ziemlich planlos in diesem großen Park umher. Der Park ist ähnlich wie der Central Park quadratisch in die Stadt gepflanzt. Auch hier geht eine Straße mitten durch den Park, der Highway 1..

Mit dem Bus ging es im Anschluss weiter zur Golden Gate Bridge. Da das Wetter ganz gut aussah, wollte ich mein Glück versuchen und die Golden Gate Bridge ohne Nebel sehen. Die Brücke liegt sehr oft im Nebel, ich hatte also wirklich Glück. Also lief ich über die berühmteste aller Brücken und ging auf der anderen Seite noch einmal nach Marin Headlands hoch um Bilder mit der Stadt im Hintergrund zu machen. Insgesamt hat die Brücke eine Länge von 2737 Metern, es ist also ein ganz schönes Stück zu laufen, aber es hat sich gelohnt.

Nachdem ich etwa zwei Stunden später wieder zurück an der Südspitze der Brücke war, fuhr ich nach Fishermans Warf, was irgendwie so etwas wie das Touristenzentrum ist. Hier reiht sich ein Souvenirshop an den nächsten. Nachdem ich mir auch noch die Seelöwen an Pier 39 angeschaut habe, ging es mit dem Street Car zurück in Richtung Hotel. An der California St. & Drumm St. stieg ich dann ins Cable Car um. In den Abendstunden sind die berühmten Touristenattraktionen bei weitem nicht so frequentiert. Ich fuhr bis zur Powell St. und wechselte die Linie um zum Hotel zu kommen.

Man sollte sich übrigens genau überlegen wie man in San Francisco unterwegs sein möchte. Mit dem Auto zu fahren ist, wie in vielen Großstädten, ein absolutes graus. Wer nur einmal mit einem Cable Car fahren möchte, wird für die einfache Fahrt ab Juli 7 $ los. Ich habe für mein 7-Tage-Ticket 35 Dollar gezahlt und darf damit alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt (außer dem Bart) nutzen. Damit kommt man bequem durch die Stadt und erreicht alle Ziele. Außerdem kann man so oft Cable Car fahren wie man möchte.

Vielleicht auch ein paar Worte zum Wetter in San Francisco. Man sieht hier unglaublich viele Menschen mit Stadtmotivpulli herumlaufen. Das hat auch seinen Grund. Obwohl heute die Sonne schien, war es unglaublich kalt. Durch das „Golden Gate“ kommt ein sehr kalter und starker Wind. Oft liegen, wie oben schon gesagt, Nebel und Wolken über der Stadt. Eine Amerikanerin meinte heute: „ich komme aus New York, warum hat mir niemand gesagt, dass es an der Westküste kalt sein kann.“

Ein Nachtrag nach zu den Tüten. In San Francisco gibt es eine Staatliche Zwangsabgabe von 10 Cent für Tüten, deshalb wird man hier gefragt ob man eine kaufen möchte.

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USA 2015 – 20. Tag – Mi. 17.06.2015

Lodi – San Francisco

strecke20150617

Wie gewohnt ging es pünktlich los. Zum letzten Mal in diesem Urlaub am Morgen ins Auto steigen. Die nächsten Tage geht es dann etwas gemütlicher in den Tag. Über den Highway 12 ging es nach Westen in Richtung San Francisco. Eine ziemlich interessante Strecke. Zum Teil gab es eine Mauer zwischen den Fahrstreifen umso zu verhindern, dass überholt wird. Dies lag wohl nicht zuletzt daran, dass die Strecke Bergauf- und Bergab ging.

Zwischen San Francisco und Sacramento gibt es unglaublich viele Windräder. California versucht es ja auf dem grünen Weg. Dies sieht man nicht nur daran. Auf dem US Festland werden in California auch die höchsten Benzinpreise aufgerufen. Hier bekommt man auch nicht sofort eine Plastiktüte beim Einkaufen.

Als nächstes fuhr ich nach Sausalito, eine wirklich tolle kleine Stadt am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf San Francisco und auf Alcatraz. Leider hatte es denn hier so oft vorhandenen Nebel und deshalb war der Blick etwas getrübt.

Ich fuhr weiter nach Marin Headlands, leider auch dort das gleiche Bild. Die Golden Gate Bridge lag komplett im Nebel und es war ziemlich kalt. Also fuhr ich weiter in Richtung Hotel um dort kurz meine Koffer ins Hotel zu bringen. Im Anschluss ging es zum Flughafen um das Auto zurück zu bringen. Nach 6381 Kilometern gab mich meinen liebgewonnen VW Jetta zurück.

Im Anschluss ging es mit der Bart (Bay Area Transport) zurück zum Hotel. D legte ich erst einmal die Füße hoch, ehe ich im Anschluss noch etwas die Gegend um das Hotel erkundet habe.

Abends fuhr ich nach Oakland um mir das Baseballspiel der örtlichen Athletics gegen die San Diego Padres anzuschauen. Die A’s aus Oakland fristen ein etwas trauriges Dasein im Schatten der San Francisco Giants, welche seit 2010 drei Mal die Meisterschaft gewinnen konnten. Obwohl die Mannschaft auch am unteren Tabellenende steht, war das Spiel ganz gut besucht (20.625 Zuschauer). Die A’s zerlegten in einem wahren Rausch die Padres mit 16:2. Es gibt einen interessanten Film namens „Moneyball“ über die Athletics, welche mit wenig Geld eine Siegermannschaft geformt haben. Im Coliseum, dem Stadion, spielen auch die Raiders, das örtliche Footballteam. Dementsprechend komisch sieht die Schüssel aus.

Sollte mir in den nächsten Tagen langweilig werden, spielen die Athletics die nächsten vier Tage auch Zuhause.

Distanz: 125 Meilen (200 km)

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USA 2015 – 19. Tag – Di. 16.06.2015

Mariposa – Lodi

strecke20150616

Heute ging es zuerst nach Süden um von dort in den Yosemite Nationalpark zu fahren. Mein erstes Ziel war der Glacier Point, welcher oberhalb des Yosemite Valleys liegt. Die Strecke geht 13 Meilen von der normalen Straße ab, aber auch hier gilt: Jede Meile ist gut investiert. Der Aussichtspunkt ist einfach nur gigantisch.

Hier konnte ich mir noch einmal die Wanderstrecke von gestern anschauen. Man sieht super den Vernal Fall, welcher unten und den Nevada Fall, welcher oberhalb liegt. Vom unglaublichen Blick über das gesamte Tal, auf die Yosemite Fälle und den Half Dome ganz zu sprechen. Dieser Ort ist einfach nur atemberaubend.

Da ich nach Nordwesten wollte, ging es zurück durch das Tal und ich hielt noch einmal am Tunnel View sowie am Valley View Aussichtspunkt. Alles in allem habe ich in zwei Tagen vieles dieses wunderschönen Ortes gesehen. Leider ist es zum Teil schon sehr überlaufen, hier muss man wohl abwägen. Der Massentourismus welcher auch zum Erhalt des beträgt, oder eben nicht die Möglichkeit dies sehen zu können.

Über die 120 fuhr ich im Anschluss nach Westen in Richtung San Francisco. Bei Manteca fuhr ich auf die 99 in Richtung Norden um in Lodi mein heutiges Ziel zu finden.

Distanz: 238 Meilen (381 km)

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USA 2015 – 18. Tag – Mo. 15.06.2015

Mariposa (Yosemite Nationalpark)

Ich wollte im Park wandern und deshalb machte ich mich erst einmal einen Stopp im örtlichen Diner, um mir ein Frühstück zu genehmigen. Im Anschluss ging es die etwa 50 Kilometer zurück in den Yosemite Nationalpark. Dort angekommen fuhr ich erst einmal zum Tunnel View um Bilder zu machen. Leider steht die Sonne am Morgen etwas ungünstig und so kommt nicht die gesamte Schönheit des Parks auf den Bildern rüber.

Im Anschluss fuhr ich ans östliche Ende des Yosemite Valleys und fing an den Mist Trail zu wandern. Der Trail ist relativ lange asphaltiert, dementsprechend waren auch viele Menschen unterwegs. Da es noch früh am Morgen war, hielt es sich trotzdem noch in Grenzen. Der erst Halt war unterhalb des Vernal Fall. Der Wasserfall ist wirklich toll und in der Gischt bildete sich durch die Sonnenstrahlen immer wieder ein schöner Regenbogen..

Waren die ersten Stufen um den Wasserfall von unten zu erreichen schon deutlich anstrengender, wurde es ziemlich anstrengend um ihn von oben zu sehen. Die Amerikaner deklarieren den Anstieg als „Strenuous“. So etwas wie anstrengend. Ich habe auch nicht wirklich verstanden wie viele, noch wirklich sehr kleine, Kinder hier von den Eltern nach oben getrieben wurden. Oben am Vernal Fall angekommen machten die Meisten der Leute dann auch kehrt.

Ich wollte aber auch den Nevada Fall sehen und so wanderte ich weiter in das Tal hinein. Mittlerweile war es um die Mittagszeit und ich war sehr froh die meiste Zeit im Wald wandern zu können. Nachdem ich den Nevada Fall auch von unten gesehen hatte, wollte ich dann auch nach oben. Hier wurde es dann aber wirklich Anspruchsvoll. Über ungezählte Steinstufen ging es noch einmal 300 Höhenmeter nach oben.

Aber aller Mühen Lohn sind natürlich immer das Ziel und der Ausblick und dieser ist einfach gigantisch. Ich machte es mir erst einmal im Schatten gemütlich und genoss den Moment. Ich war nicht lange alleine. Eines der unzähligen Squirrels wollte wohl etwas zum Essen von mir, bekam es aber nicht. Nachdem ich mich am Ausblick satt gesehen hatte, machte ich mich auf den Weg nach unten.

Insgesamt hat der Weg hinauf zum Nevada Fall 8,7 Kilometer und man überwindet dabei 610 Höhenmeter. Ich war dafür reine Wanderzeit etwa 3,5 Stunden unterwegs. Man kann sich aber auch etwas mehr Zeit lassen. Den Rückweg lief ich in nicht einmal der Hälfte der Zeit des Aufstiegs.

Ich machte dann eine kurze Pause im Yosemite Vally ehe ich mich in Richtung der Yosemite Falls aufmachte. Es gibt vom Parkplatz einen kleinen Rundweg welcher zum Fuß des Lower Yosemite Falls führt. Um beide Wasserfälle sehen zu können gibt es einen extra Aussichtspunkt. Auch hier sieht man die Dürre welche derzeit in California herrscht. Die Wasserfälle sind deutlich ausgedünnt.

Was mir gestern schon auffiel, auf dem Highway 140 gibt es eine Umleitung aufgrund eines Muren Abganges, diese gab es auch schon als ich 2010 hier war. Diese Umleitung führt über den Merced River und ist nur einspurig. Google sagt mir, bereits seit 2006 ( ! ) gibt es diese Umleitung. Das Schild „Ihre Steuergelder bei der Arbeit“ bekommt da eine besondere Note.

Distanz: 95 Meilen (152 km)

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USA 2015 – 17. Tag – So. 14.06.2015

Bishop – Mariposa

strecke20150614

Von Bishop aus ging es auf der 395 weiter in Richtung Norden. Vorbei am relativ unspektakulären Mono Lake und an der 120, welche über den Tioga Pass führt. Mein erstes Ziel für den heutigen Tag war die bekannte Geisterstadt Bodie. Die Anfahrt geht über 13 Meilen vom Highway ab, wobei die letzten 3 Meilen Schotterpiste sind. Diese ist aber gut zu befahren. Für den Der Bodie State Historic Park selbst wird man 5 $ los.

Bodie ist 1859 als Goldgräbersiedlung entstanden und stieg 1880 zu einer Stadt mit 10.000 Einwohnern auf. Bereits im Jahr 1881 hatte die Stadt aber nur noch 3.000 Einwohner. Da die Minen nicht mehr den Gewinn abwarfen wanderten die Einwohner weiter. 1917 wurde die Eisenbahnlinie demontiert und in den 1930er Jahren hatte Bodie nur noch um die 100 Einwohner. Spätestens nach dem Großbrand von 1932 war das Schicksal besiegelt. Die Einwohnerzahl ging auf um die 20 zurück. Interessant finde ich, dass das 1877 eröffnete Postamt erst 1942 schloss. Der Goldabbau wurde erst in den 1960er Jahren komplett aufgegeben.

Der Historic State Park ist wirklich toll. Man kann sich komplett frei bewegen und rumlaufen. Es sind noch etwa 170 Gebäude erhalten, einige davon kann man sogar von innen besichtigen. Die geringe Luftfeuchtigkeit macht den Erhalt der Gebäude und Liegenschaften möglich. Es sieht zum Teil so aus, als ob die Bewohner nicht lange weg sind. Nur eine dicke Staubschicht und der Zahn der Zeit nagen an den Einrichtungen. Ich war froh früh dran zu sein, als ich gegen Mittag die Geisterstadt verließ, war es schon relativ voll. Fotos ohne Menschen waren da fast nicht mehr möglich.

Ich fuhr bis zum Mono Lake zurück um dann über den Tioga Pass zu fahren. Leider musste ich einige Zeit warten um endlich in den Yosemite zu kommen. Aber an einem Sonntag will halt jeder in den Park. Der mir bisher unbekannte Teil des Yosemite Nationalparks auf dem Pass ist wie der gesamte Park wirklich toll. Aber das Staunen fängt halt erst an wenn man in das Yosemite Valley schauen kann. Auf dem Weg zu meinem Ziel hielt ich noch am Yosemite Fall, einem eigentlich mächtigen Wasserfall. Durch die sommerlichen Temperaturen (28 Grad) war auch er etwas ausgedünnt. Ich fuhr über die wunderschöne 140 raus aus dem Park um in Mariposa mein Hotel für zwei Nächte zu beziehen. Zum Abendessen gönnte ich mich noch einen super leckeren Burger in einem örtlichen Lokal.

Distanz: 235 Meilen (376 km)

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USA 2015 – 16. Tag – Sa. 13.06.2015

Las Vegas – Bishop

strecke20150613

Da ich wusste es wird ein langer Tag, ging es auch schon vor 8 Uhr los. Es ging nach Süden über die I-15 um dann nach Westen in Richtung Death Valley abzubiegen. Leider gab es kein schönes Welcome Schild bei der Rückkehr nach California. Ich fuhr über den Highway 190 in den National Park um zu Dantes View zu fahren. Der Aussichtspunkt liegt 13 Meilen abseits des Highways, ist aber jeden Umweg wert. Er liegt direkt über Badwater Basin, dem tiefsten Punkt der nördlichen Hemisphäre. Während Dantes View auf 1670 Metern Höhe liegt, befindet sich Badwater Basin auf 85,5 Meter unter normal null. Der Ausblick ist atemberaubend und kann von hier oben die Dimensionen des „Tal des Todes“ sehr gut abschätzen.

Im Anschluss ging es dann direkt hinunter ins Tal und mit jedem Meter stieg die Temperatur. Auf dem Weg durch das Tal unterschreitet man immer wieder die Meereshöhe. Ich folgte der 190 und hielt noch einmal bei den Mesquite Sand Dunes, welche wirklich gigantisch sind. Hier befindet sich ein Warnschild, man sollte nicht nach 10 Uhr hinein wandern. Als Grund wird extreme Hitze angegeben. Ich lief trotzdem ein paar Meter hinein um bessere Bilder zu machen. Die Sanddünen waren schon in mehreren Filmen Kulisse. Hier war es auch wo ich die Höchsttemperatur 114 Grad Fahreinheit (Entspricht 45,5 Grad Celsius!) gesehen habe. Ohne Klimaanlage und viel Wasser keine Chance dies zu überleben

Der Highway 190 verlässt das Tal dann auf der Westseite über einen Pass. Hier wird es dann besonders anstrengend. Aufgrund der Gefahr von Überhitzung wird den Reisenden geraten die Klimaanlage auszuschalten. So wird die Strecke wirklich lange und mich war froh, als es auf der anderen Talseite endlich nach unten ging, ehe es dann bei Lone Pine für mich weiter nach Norden ging.

Auf der ziemlich verlassenen und auch unwirklichen Ostseite der Sierra Nevada wurde während des 2. Weltkriegs das Internierungslager Manzanar errichtet. Das Lager war eines von insgesamt 10 Lagern in den USA. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor unterzeichnete Präsident Roosevelt eine Executive Order, welche die Internierung anordnete. Alle Bewohner Alaskas, Kalifornien sowie in Teilen Oregon, Washington und Arizona mit japanischen Vorfahren, selbst wenn sie in den USA geboren waren, wurden durch die Kriegs-Umsiedlungs-Behörde östlich der Pazifik-Region eingewiesen.

Insgesamt wurden über 116.000 Menschen interniert. In Manzanar waren es bis zu 10.000 Menschen welche hier in der Wüste leben mussten. Von 1942 bis in die Anfänge von 1945 wurden die Menschen ihrer Freiheit beraubt. Leider stehen vom Lager nur noch zwei Baracken, eine Kombüse sowie Teile des Friedhofs. Hier hat man viel zu spät damit angefangen sich mit einem ganz dunklen Kapitel der Geschichte der USA zu beschäftigen. Erst seit 1992 ist das Lager eine National Historic Site. Immerhin aber beschäftigt man sich endlich mit diesem Kriegsverbrechen. Bei Wikipedia gibt es dazu noch mehr Informationen.

Distanz: 318 Meilen (509 km)

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USA 2015 – 15. Tag – Fr. 12.06.2015

Las Vegas

Da es gestern etwas später wurde, fing der Tag auch etwas später an. Aber auch der heutige Tag ist schnell erzählt. In Las Vegas kann man stundenlang rumlaufen und die verschiedenen Hotels besichtigen. Es ist unglaublich was hier gebaut wurde. Besonders das Venetian und das Ceasar Hotel finde ich unglaublich beeindruckend.

Ich lief den Strip auf der einen Seite nach unten und auf der anderen Seite nach oben. Immer wieder toll ist auch die Wassershow am Bellagio. Allgemein ist Las Vegas einfach komplett verrückt. Auf der einen Seite dieser Glitzer und die Reichen. Auf der anderen Seite unglaublich viele Touristen die Spaß suchen und dann gibt an jeder Ecke Obdachlose.

Das Treasure in dem ich schlafe hat übrigens 2.885 Zimmer. Ich habe ein tolles im 32. Stock bekommen, absolut toll!

Distanz: – Meilen (- km)

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