USA 2010 – 19. Tag – So. 30.05.2010

Los Angeles – München

Da wir unser Auto am ersten Urlaubstag bereits um 9 Uhr morgens abgeholt hatten, mussten wir es auch vor 9 Uhr wieder zurückgeben, um nicht einen weitern Tag bezahlen zu müssen. Deshalb checkten wir früh im Hotel aus und gaben das Auto bei Hertz zurück. Wir haben unser Auto bei 5442 Meilen abgeholt und gaben es bei 8393 Meilen wieder zurück. Damit sind wir 2951 Meilen ca. 4720 km gefahren.

Da wir nun mit unseren Koffern unterwegs waren, nahmen wir einen Bus von Hertz zum Flughafen. Dort mussten wir einige Stunden warten, ehe wir endlich unser Gepäck aufgeben konnten. Unser Flieger hob erst um ca. 20 Uhr Ortszeit ab und so hatten wir genügend Zeit für Mc Donalds, lesen und schlafen.

Als es dann endlich Zeit zum einsteigen war, verging die Zeit endlich etwas schneller. Der Flieger hob pünktlich ab und offenbarte uns einen schönen Blick auf das nächtliche Los Angeles. Da wir durch die Nacht flogen, konnten wir alle auch sehr gut schlafen und so war der Rückflug wesentlich kürzer als der Hinflug. In München landeten wir pünktlich am späten Nachmittag des 31. Mai 2010 und wurden von Lilli & Rudi abgeholt und nach Hause gebracht.

So ging unser Urlaub mit vielen neuen Eindrücken ohne große Probleme zu Ende.

Distanz: 3 Meilen (5 km)

USA 2010 – 18. Tag – Sa. 29.05.2010

Los Angeles

Da heute nichts mehr auf dem Programm stand, ließen wir uns viel Zeit. Wir frühstückten und gingen noch einmal aufs Zimmer zurück ehe wir gegen Mittag aufbrachen. Wir wollten noch den Walk of Fame sehen und so fuhren wir wie am Vortag nach Hollywood.

Der Walk of Fame ist allerdings mehr Mythos als wirklich schön anzuschauen. Ein paar Sterne am Boden, lauter verrückte Menschen und hunderte Souvenirshops. Viele der Sterne haben noch nicht einmal einen Besitzer.

Wir wollten uns noch etwas Sonne und Meer gönnen und so fuhren wir zum Strand direkt am Flughafen. Echt ein beeindruckendes Schauspiel wenn die Flugzeuge ins Meer hinaus starten. Dass dort einmal eine Siedlung stand, sieht man nur noch an eingezäunten Strassen. Die Häuser wurden komplett abgerissen.

Wir besuchten noch einen Burger King auf dem Rückweg und tankten unser Auto voll bevor wir uns im Hotel mit Packen beschäftigten.

Distanz: 38 Meilen (61 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 17. Tag – Fr. 28.05.2010

Los Angeles

Die Sehnsucht nach Brot, Wurst und Käste steigt von Tag zu Tag! Nachdem wir Nahrung zu uns genommen hatten, checkten wir aus dem Hotel aus und fuhren zum Griffith Observatorium. Vom Observatorium hat man einen wunderschönen Blick auf Downtown LA und auf die berühmten Hollywood Buchstaben.

Da wir noch den gesamten Freitag und auch den Samstag zur Verfügung hatten, entschieden wir uns zu den Universal Studios zu fahren. Dort erlebten wir den ersten Preisschock bereits beim Parken, wofür wir schlappe 20 $ hinlegten. Wir liefen dann durch einen Einkaufspassage welche zum eigentlich Parkeingang führt. Alle drei suchten wir wieder in den Gift Shops nach Bärchenanhängern, Pins oder T-Shirts.

Vor dem eigentlichen Eingang zum Park mussten wir noch einmal richtig schlucken. Der Eintritt betrug 69 $ pro Person aber am Ende entschieden wir uns doch in die Studios zu gehen. Ich kaufte mir noch einen „all-you-can-eat“ Pass, welcher sich leider nicht bezahlt machte. Man konnte nur an ausgewählten Ständen kostenfrei essen und dort warteten natürlich lange Schlangen von dicken Amerikanern.

Die Studios sind eigentlich ein großer Vergnügungspark, ähnlich einem Europapark. Als erstes gingen wir zur Simpsons Plaza, eine Art Flugsimulator. Absolut genial gemacht, würde mein Magen so etwas mitmachen dann hätte könnte ich mehr Spaß daran haben. Ich verzichtete auf weitere Abenteuer.

Wir wollten unbedingt die Studio Tour machen und so ging es nach etwa 20 Minuten warten auf eine 45 minütige Tour. Eine absolut interessant gestaltete Runde durch diverse Kulissen der Filmgeschichte. Vorbei ging es an Fahrzeugen aus Zurück in die Zukunft, Knight Rider oder den Häusern von Desperate Housewifes. Wir wurden Opfer einer Springflut, einem Haiangriff und einem Wassereinbruch in die U-Bahn. Mit Spezialeffekten wurde hier nicht gegeizt. Leider war die Tour viel zu schnell vorbei.

Zurück im Vergnügungspark fuhren wir dann noch per ewig langer Rolltreppe in den unteren Bereich. Marcus wollte unbedingt noch eine Achterbahn fahren. Auf der Rolltreppe wurde man permanent darauf hingewiesen, dass man sich nicht hinsetzen darf und dass man die Arme nicht hinausstrecken soll. In manchen Beziehungen sind die Amerikaner wirklich krank. Nachdem jeder seinen Spaß hatte, liefen wir noch etwas durch Filmkulissen in Richtung Ausgang.

Nachdem Marcus sich noch sein Hard Rock Cafe T-Shirt gekauft hatte, fuhren wir zum Hotel. Wir checkten im Best Western Airpark Hotel ein, in welchem wir schon die erste Nacht verbracht hatten. Da wir das Hotel dieses Mal von der anderen Seite und bei Tageslicht anfuhren, wirkte die Gegend auch gleich nicht mehr so unfreundlich wie die erste Nacht.

Zum Abendessen gingen wir zu Mc Donald’s. Übrigens wird in den USA der Burger erst produziert wenn eine Bestellung eingegangen ist. Damit dauert es zwar etwas bis man sein Essen bekommt, dafür ist es absolut frisch. Da wartet man gerne etwas und verzichtet auch festgeklebtes wie man es in Deutschland oft bekommt.

Distanz: 43 Meilen (69 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 16. Tag – Do. 27.05.2010

strecke-20100527

San Simeon – Solvang – Los Angeles

Nach einem dieser besonders hervorragenden Frühstücke dieses Landes, ging es weiter auf dem Highway 1 in Richtung Los Alamos. Ich wollte die Stadt anfahren, weil wir bei meinem ersten Besuch 1998 dort zu Mittag gegessen hatten. Also machten wir einige Bilder bevor es weiter ging.

Als nächstes machten wir einen kleinen Rutsch über die halbe Welt und landeten in Solvang. Einer Kleinstadt die sich ganz Dänemark verordnet hat. Der gesamte Stadtkern, nicht nur eine Strasse sondern mehre Blocks sehen aus wie in Dänemark. Wir machten viele Bilder und liefen in Europa auf amerikanischen Boden umher ehe es weiter ging.

Regina und Marcus wollten auch unbedingt in einen dieser großen Outlet Stores. Ich hatte am Morgen eines in Camarillo rausgesucht, welches wir auch anfuhren. Drei neue Polos später ging es weiter in Richtung Malibu. Leider suchten wir hier vergeblich nach einem Hotelzimmer. Entweder gefielen uns die Hotels nicht oder Sie waren viel zu teuer. Wir fuhren weiter nach Santa Monica und versuchten dort in einem Holiday Inn unser Gluck. Als ich allerdings das Schild „20 $ Parking“ gelesen hatte, drehten wir um und suchten weiter.

Als nächstes probierten wir es in einem Best Western. Dieses war allerdings aufgrund des Memorial Days bereits ausgebucht. Er schickte uns zu einem anderen Best Western, welches weiter in der Stadt lag und noch ein Zimmer für eine Nacht frei hatte. Mir wurde das ganze etwas zu heiß uns so ließ ich im Airpark Best Western ein Zimmer für die morgige Nacht buchen.

Das Zimmer heute war sehr verwirrend, das Bad so klein das man Probleme hatte beim umdrehen. Dafür gab es einen Balkon und einen Nebenraum und Wände aus Pappe. Bevor wir uns in die weichen Betten verzogen, liefen wir noch zum Jack in the Box zum Essen.

Distanz: 241 Meilen (386 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 15. Tag – Mi. 26.05.2010

strecke-20100526

San Francisco – Big Sur – San Simeon

Leider neigt sich unser Urlaub schön langsam aber sicher dem Ende zu. Zwei Wochen ging es nach Osten, Norden und Westen. Um Los Angeles unser letztes großes Ziel zu erreichen, geht es jetzt zum ersten Mal richtig lange nach Süden.

Bevor wir San Francisco verließen, holten wir noch den Ausflug zum Alamo Square nach. Dieser war gestern sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Am Alamo Square, das ein kleiner Park ist, befinden sich die so genannten „Painted Ladys“. Die „Ladys“ sind eine Häuserreihe, die oft im TV zu sehen ist. Es handelt sich um wunderschöne viktorianische Häuser in verschiedenen Farben, welche auf einer Anhöhe liegen und in deren Hintergrund die Skyline von San Francisco zu sehen ist. Wahrlich ein super schöner Anblick.

Leider hatten wir heut eine größere Etappe vor uns und so verabschiedeten wir uns von San Francisco mit einem Frühstück bei Starbucks und Subway. Wir fuhren auf den California Highway 1 in Richtung Süden und verließen die Stadt am Golden Gate.

Der traumhafte Pacific Coast Highway führt zu großen Teilen direkt an der Steilküste entlang. Besonders im Küstenabschnitt Big Sur befindet sich hinter jeder Kurve eine neue atemberaubende Aussicht. In Big Sur liegt auch der Julia Pfeiffer Burns State Park. Der Park ist ein wunderschönes kleines Paradies mit einem Wasserfall der in den Pazifik mündet. Wir verweilten einige Zeit ehe wir uns vom heutigen Highlight verabschiedeten und weiterfuhren.

Leider wurde im weiteren Verlauf das Wetter im schlechter und die Küste von Big Sur wurde in tief hängende Nebelschwaden gehüllt. Wir fuhren weiter bis San Simeon wo wir ein Days Inn für 78,92 $ fanden. Hier gab es auch endlich wieder richtiges Internet. Auch wenn wir im Vorfeld den Großteil geplant hatten, sucht man auch unterwegs immer wieder Informationen wie Wetter, Strecke etc., da ist es natürlich ärgerlich wenn man offline ist.

Abends gingen wir aufgrund mangelnder Alternativen ins San Simeon Cafe welches direkt am Hotel lag. Dort ließen wir uns zu Hähnchen und Spare Ribs nach BBQ Art, also geräuchert überreden. Eine absolut unbekannte Geschmacksrichtung welche ich jetzt nicht jeden Tag haben müsste.

Regina hat übrigens den Unterschied zwischen einem Highway und einem Freeway herausgefunden. Ein Highway und ein Freeway können beide unzählige Fahrspuren in beide Richtungen haben. Nur auf dem Freeway gibt es freie Fahrt für alle Autos, dieser hat nämlich keine störenden Ampeln.

Distanz: 216 Meilen (346 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 14. Tag – Di. 25.05.2010

San Francisco

Heute hatten wir richtiges Pech mit dem Wetter. Es regnete den ganzen Tag und wir konnten leider nicht das gewünschte Programm abspulen. Insgesamt glauben wir aber trotzdem, dass wir viel von San Francisco gesehen haben.

Als erstes machten wir uns heute auf den Weg zum Cablecar Museum. Einer der Fahrer der Cablecar sagte darüber „It’s Free and it’s Open“. Viel zu sehen gab es im Museum allerdings nicht. Es laufen dort vier große Räder, die die Kabel durch die Stadt ziehen an denen die Cable Cars die Berge hochklettern. Dazu gibt es noch historisches zur großen Touristenattraktion. Übrigens ist es durchaus so, dass auch die Bewohner von San Francisco das Cable Car als Fortbewegungsmittel nutzen.

Im Downtown suchten wir einen Starbucks auf, um dann frisch gestärkt per Cablecar zur Lombard Street zu fahren. Die kurvigste Strasse der Welt ist ein absoluter Anziehungspunkt für Touristen, deshalb waren wir ja auch da. Noch während wir Bilder machten und umherschlenderten, fing es zu regnen an. Wir machten uns deshalb auf den Weg zurück in die Stadt und nahmen eine U-Bahn zum Baseballstadion der SF Giants. Wir wollten Abends ein Spiel anschauen und kauften uns Karten für 21 $ pro Person.

Wir hatten gehofft das wir damit etwas Zeit vertreiben können, bis der Regen aufhört. Leider klappte dies nicht uns so fuhren wir zurück ins Hotel um uns aufzuwärmen. Da das Stadion nicht überdacht ist, hatten wir doch etwas Angst beim Spiel komplett nass zu werden. Der Wettergott war aber doch gnädig mit uns. Als wir um kurz nach 18 Uhr am Stadion ankamen, regnete es nicht und während des Spiels nieselte es nur leicht. Wir hatten, dass das Stadion nicht ausverkauft war und so konnten wir uns auf die etwa fünf überdachten Reihen zurückziehen.

Der „AT & T Ballpark“ der SF Giants ist ein echtes Schmuckkästchen. Malerisch an der Bucht von San Francisco gelegen, Backsteinfassade, eine sicher 30 auf 15 Meter große HD-Anzeige und beste Sicht von allen Plätzen. Auf ein Dach hat man wohl bewusst verzichtet, da Baseball eher weniger im Regen gespielt wird. Sehr nett auch die „Splash Hits“ Tafel, auf der angezeigt wird wie viele Homeruns hinter dem Stadion in die Bucht ins Wasser platschten. Leider kam am heutigen Tag kein weiterer hinzu und so blieb die Anzeige bei 51 stehen.

Marcus und ich versorgten uns erst einmal mit original US Baseballcaps „Made in Korea“, ehe wir uns auf Essensuche begaben. Von Fast Food verstehen die Amerikaner ja etwas und auch hier im Stadion wurde man satt! Hot Dog, Bratwurst, Nacos mit Käse, Sandwiches, Softgetränke (bis zu 1,5 Liter groß), Bier (günstige 9 $) und vieles mehr. Wir entschieden uns für ein Käsesteak (glich einem Döner mit Käse), das mit 7 $ zwar nicht günstig war, aber dafür verdammt lecker.

Die Giants gewannen Ihr Heimspiel vor 27.000 Zuschauern mit 4:2 und standen damit weiter im Mittelfeld der Tabelle. Am Ende der Saison 2010 sollte allerdings der erste Titel für die Giants seit dem Umzug aus New York in den 50er Jahren stehen. Das Spiel war schon einmal interessant zu sehen, auch wenn es sich doch recht lange hinzieht. Die Amerikaner haben allerdings ein komplett anderes Verständnis für Stimmung. Hier wird der Gast von der Anzeigetafel dazu animiert Lärm zu machen, für uns undenkbar.

Nach dem Spiel machten wir uns direkt auf den Heimweg und sofort ins Bett.

nächster Tag ->

USA 2010 – 13. Tag – Mo. 24.05.2010

San Francisco

Bereits um halb 7 klingelte der Wecker. Wir hatten um 9 Uhr die erste Tour nach Alcatraz gebucht und wollten auf keinen Fall zeitliche Probleme bekommen. Wir machten uns fertig, erwischten den Bus und waren so pünktlich an Pier 33. Um kurz nach 9 Uhr legte dann auch unser Boot in Richtung Alcatraz ab. Für die etwa zwei Meilen lange Strecke, benötigen die Boote gerade einmal 15 Minuten um die Gäste auf „The Rock“ zu bringen.

Auf dem Nationalpark Alcatraz angekommen, wurden wir von einem Park Ranger begrüßt und auf die Regeln der Insel hingewiesen. Wir erkundeten auf eigene Faust die Insel. Vorbei an alten Gebäuden, aus einer Zeit als Alcatraz noch eine Festung der Spanier war, ging es zum eigentlichen Zellentrakt. In den Waschräumen des Zellentrakts bekam jeder ein Kopfhörerset (in Deutsch!) ehe wir uns zum Startpunkt der Audiotour begaben.

Die interessante und wirklich super gemachte Tour bringt einem Alcatraz deutlich näher. Wenn man an der Zelle steht, hineinsieht und einem dabei erzählt wird, dass dort ein Wärter erschossen wurde, dann wird einem anders. An einer anderen Stelle sieht man Schäden von Granateneinschlägen, die von einem Ausbruchsversuch stammen. Perfekt auch wie man einige Zellen eingerichtet hat um zu zeigen wie wenig, oder wie viel Platz es dort gab. Die Tour endet im Speisesaal, an dem noch der Speiseplan des letzten Tages (21. März 1963) hängt. Nachdem wir die Tour beendet hatten, gingen wir hinaus auf die Insel um einige Bilder von San Francisco zu machen, ehe wir mit dem Schiff zurück an Land fuhren.

Nachdem wir wieder an „Land“ waren, fuhren wir mit einer alten historischen Straßenbahn in Richtung Downtown. Faszinierend ist dieses San Francisco, große Hochhäuser und dazwischen ein ganz kleines Haus. Wir machten einen kleinen Frühstücksstopp in meinen neuen Lieblingsladen Subway. Ich machte mich dann auf den Weg neue Speicherkarten zu kaufen, ich knipse doch etwas mehr als ich dachte. Fündig wurde ich im Radio Shack, einem kleinen Elektronikladen, bei uns mit Electronics zu vergleichen.

Nachdem wir uns noch einen Kaffee im Starbucks geholt hatten, fuhren wir das erste Mal U-Bahn. Wir wollte in Richtung des Golden Gate Parks am Pazifik. Also nahmen wir einen „Zug“ der Linie N in Richtung Ocean Beach. Wir wunderten uns schon beim Einsteigen, dass der Zug nur so groß ist wie bei uns eine normale Straßenbahn. Als der Zug allerdings an die Oberfläche fuhr und dann als ganz normale Straßenbahn fungierte war uns alles klar. Wir fuhren einige Zeit bis wir die Endstation erreichten.

Wir schlenderten sicher zwei Meilen über den traumhaften Sandstrand. Anschließend nahmen wir einen Bus um zur Golden Gate Bridge zu kommen. Wir hatten heute verdammtes Glück mit dem Wetter, obwohl es in den Morgenstunden noch geregnet hatte, lachte jetzt über SF die Sonne. An der GG angekommen, liefen wir bis zum ersten Pfeiler in der Mitte und machten natürlich diverse Bilder.

Wir verließen die Golden Gate und fuhren mit dem Bus in Richtung Hotel. Wir wollten einkaufen gehen und zuvor unsere Regenklamotten loswerden. Als wir dann wieder in Downtown waren, wurden wir vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten bitter enttäuscht. Zwar haben die Geschäfte jeden Tag offen, aber spätestens um 20:30 Uhr machen die meisten zu. Lediglich Lebensmittelgeschäfte sind oft 24 Stunden am Tag offen. Regina schaffte es in der kurzen Zeit trotzdem noch zwei Paar Chucks zu kaufen. Ich habe auch ein Paar probiert, aber festgestellt, dass ich eindeutig kein Chucksträger bin.

Shopping macht Hungrig und so ging es per Cablecar in Richtung Fishermans Wharf. Dort liefen wir etwas planlos umher, ehe wir einen Hooters entdeckten. Hooters ist eine Restaurantkette die dafür bekannt ist, dass die Bedienungen im Hot Pans rumlaufen und eine enorme Oberweite haben. Wir wurden nicht enttäuscht! Es liefen wirklich einige sehr hübsch anzusehende Bedienungen rum, leider war unser nicht ganz so heiß. Ich nahm knochenlose Chicken Wings und landete damit einen Volltreffer! Absolut lecker mit einer genialen Soße. Mit das beste Essen in diesem Land bisher.

Heute ist mir aufgefallen wie selbstverständlich man nach ein paar Tagen Englisch spricht. Zwar gibt es immer wieder Momente an denen man stockt, aber das alltägliche kommt ohne Probleme über die Lippen. Ich habe übrigens ganz vergessen zu erwähnen, dass die Dame beim Eingang des Sequia Nationalparks mein Englisch wie folgt gelobt hat: Man hört gar nicht das Sie Deutscher sind, Ihre Aussprache ist so perfekt. Das ging runter wie Öl 🙂

nächster Tag ->

USA 2010 – 12. Tag – So. 23.05.2010

strecke-20100523

Yosemite – Jamestown – San Francisco

Nach drei Tagen Natur und vier besuchten Nationalparks, ging es heute wieder zurück in die Zivilisation. Um kurz nach 8 Uhr verließen wir die View Lodge in El Portal und brachen in Richtung Westküste mit Ziel San Francisco auf. Wir machten einen kleinen Umweg über den Highway 49, der Goldgräberhighway genannt wird. Im kleinen verschlafenen Westernstädtchen Jamestown wollten wir frühstücken. Leider fanden wir nichts und so fuhren wir nach einem kleinen Spaziergang weiter.

Wir frühstückten dann in irgend einer dieser typischen amerikanischen Kleinstädte mit einer mehrspurigen Hauptstrasse, an der man alles was man zum leben benötigt findet. Da wir mit Taco Bell keine all zu schlechten Erfahrungen gemacht hatten, versuchten wir es mit Del Taco. Ein Griff ins Klo trifft es allerdings am besten. Die Qualität war schlicht und ergreifend nicht besser als Hundefutter. Das mit Abstand schlechteste Essen das wir in diesem Urlaub zu uns genommen haben.

Gegen drei Uhr Nachmittag erreichten wir San Francisco von Osten über die Bay Bridge (4 $ Gebühr) kommend. Aufgrund der Quadratischen Anordnung von San Francisco war es uns auch absolut kein Problem unser Hotel zu finden und einzuchecken. Nachdem wir unser Auto ausgeladen hatten, machten wir uns bei Sonnenschein auf den Weg zum Stadtzentrum.

Wir hatten schon vorab entschieden ein 3-Day-Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Diese kann man aber weder im Bus selbst, noch an den Bushaltestellen erwerben und so mussten wir nach Fishermans Wharf laufen. Dort konnten wir dann gegen einige Dollars unsere Fahrscheine erwerben.

An Fishermans Wharf liefen wir gleich in den ersten Shop um uns etwas wärmeres zum anziehen zu kaufen. Es schien zwar die Sonne, aber es wehte ein bitter kalter Wind. Am Ende liefen wir dann alle drei in Partnerlook mit SF Pullis, nur getrennt durch die unterschiedlichen Farben, durch die Stadt. Wir erkundeten die Gegend um das Touristenzentrum von San Francisco und liefen in Richtung Pier 33. Ich wollte mir anschauen wo die Boote nach Alcatraz ablegen um morgen früh keinen Stress zu haben.

Nachdem wir genug von Fischen und vor allem von Menschenmassen hatten, fuhren wir per Bus nach Downtown. San Fran hat einfach einen unvergleichlichen Charme. Die Hochhäuser einer Großstadt, die kleinen engen Strassen einer italienischen Kleinstadt und diese Hügel, hinter denen jederzeit mit dem Cablecar ein Verkehrsmittel aus dem letzten Jahrhundert auftauchen kann. Natürlich waren wir auch alle ganz verrückt darauf mit einem Cablecar zu fahren und so fuhren wir kreuz und quer durch die Stadt. Zum Abendessen kehrten wir in einem Burger King an Fishermans Wharf ein um von dort mit dem Bus zurück zum Hotel zu fahren.

Distanz: 200 Meilen (320 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 11. Tag – Sa. 22.05.2010

Yosemite National Park

Endlich einmal ausgeschlafen! Erst um halb 10 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Yosemite Nationalpark, dessen Eingang nur etwas mehr als eine Meile vom Hotel entfernt liegt. Der Yosemite ist übrigens nach dem Yellowstone Nationalpark der Besucherstärkste der USA. Da Wochenende war, hatten wir leider damit auch zu kämpfen. An vielen Stellen im Park wurde es mit den Parkplätzen ziemlich eng.

Wir fuhren zuerst einmal das Visitor Center an um etwas zum Frühstücken zu kaufen. Am Visitor Center findet man neben den allgemeinen Informationen zum Park hier eine kleine Stadt. Es gibt einen Supermarkt, ein kleines Krankenhaus und auch einige Restaurants. Da im Park jährlich mehrere tausend Menschen übernachten ist dies auch kein Wunder. Nachdem wir uns etwas über den Park informiert hatten, fuhren wir diverse Aussichtspunkte an um Bilder zu machen. Bei nur etwa 10 Grad und Schneeregen machte das ganze leider nur bedingt Spaß. Auch konnte der Park so seinen Zauber nicht komplett entfalten und unsere geplante Wanderung viel buchstäblich ins Wasser. Wir waren ziemlich ausgefroren als wir einige kleine Spaziergänge später, nach etwas mehr als fünf Stunden den Park wieder verließen.

Im Zimmer wurde ich dann auf den sehr vertrauenerweckenden Hochwassergefahr Hinweis aufmerksam. Das Hotel liegt direkt am Merced River, der sich auch an der 140 schlängelt und wenn im Frühling die Schneeschmelze beginnt, kann es sein, dass das Hotel evakuiert wird. Einfach sympathisch…

Heute im Laufe des Tages erfuhren wir auch von der Niederlage der Bayern im Finale der Championsleague. Es ist immer etwas surreal, wenn es bei uns gerade Mittag ist und in Deutschland, bzw. Europa schon Abend.

Distanz: 32 Meilen (51 km)

nächster Tag ->

USA 2010 – 10. Tag – Fr. 21.05.2010

strecke-20100521

Three Rivers – Sequoia – Yosemite

Nach einem typisch amerikanischen Frühstück, fett, süß und wenig geschmackvoll, brachen wir auf in Richtung Sequoia Nationalpark. Von Three Rivers aus, ging es nach Nordosten den Berg hinauf. Serpentine um Serpentine quälten wir uns zum Parkeingang. Bevor wir diesen erreichten, mussten wir noch eine 20 minütige Zwangspause einlegen. Aufgrund einer Baustelle war nur eine Fahrspur befahrbar, deshalb wurde der Verkehr per Ampel geregelt.

Im Park der Mammutbäume fuhren wir den Aussichtspunkt Moro Rock an. Früher führte die Parkstrasse unter einem Felsen hindurch. Aufgrund der immer größer werdenden Autos und des wachsenden Verkehrs, führt die Strasse heute außen um den Felsen herum. Am Moro Rock angekommen bestiegen wir den Felsen. Nach einem fünfzehnminütigen Aufstieg hatten wir kurzweilig einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung, ehe dichter Nebel aufzog. Deshalb zogen wir einen schnellen Abstieg dem verweilen vor.

Wir wollten als nächstes den Tunnelrock, einen umgestürzten Baum durch den eine Strasse gebaut wurde, anfahren. Da der Park auf über 2000 Metern Höhe liegt, hat es sogar im Mai noch frische 7 Grad und jede Menge Schnee. Deshalb war auch die Strasse zum Tunnelrock noch gesperrt, weshalb wir weiterfahren mussten. Unseren nächsten Halt legten wir am General Sherman Tree ein. Dort machten wir einen kurzen Rundgang um uns den größten und ältesten lebenden Baum der Welt genauer anzuschauen. Der Baum ist zwischen 1900 und 2500 Jahre alt und 83,8 Meter hoch. Damit ist er zwar nicht der höchste Baum, dieser steht im Redwood Nationalpark (Hyperion 115,55 Meter hoch), aber er ist der gewaltigste.

Wir verließen den Sequia Nationalpark um gleich direkt in den Kings Canyon Nationalpark zu kommen. Beide Parks gehören zusammen und sind nur durch den Namen getrennt. Im Kings Canyon NP schauten wir uns den General Grant Tree an, welcher der zweitälteste Baum der Welt ist. Der General Grant ist übrigens der Weihnachtsbaum der US-Nation und trägt deshalb den Beinamen „National Christmas Tree“. Natürlich verzichteten wir nicht auf den üblichen Stopp im Visitor Center um etwas im Shop zu stöbern und die Blasen zu leeren bevor es weitergeht.

Landschaftlich sehr reizvoll ging es wieder nach Norden. Unser nächstes Ziel war der Yosemite Nationalpark. Da wir zwei Nächte am gleichen Ort vor uns hatten, versorgten wir uns unterwegs noch mit ordentlich Lebensmitteln, immerhin wollten wir am nächsten Tag etwas im Park wandern. Nachdem wir eingekauft hatten, machten wir noch einen Essenshalt bei „Jack in the Box“, der qualitativ sicher einer der besten Bürgerladen während des ganzen Urlaubes war.

Wir fuhren die Yosemite View Lodge über die 140 von Westen aus an. Von Mariposa kommend fanden wir bei El Portal unser Hotel etwa eine Meile vor dem Parkeingang. Die 140 kann man wirklich bedenkenlos empfehlen. Landschaftlich absolut reizvoll in einem Tal gelegen, durch das sich auch ein wilder Fluss schlängelt. Auf der anderen Flussseite finden sich auch noch die Reste einer alten Bahnstrecke. Auch auf diesem Abschnitt mussten wir eine Zwangspause von 15 Minuten einlegen. Ein Steinrutsch hatte die Strasse versperrt und so ging es nur einspurig voran. Wie ich allerdings herausgefunden habe, gibt es diese Engstelle wohl schon etwas länger.

In der View Lodge werden wir jetzt zwei Mal nächtigen. Dafür bezahlen wir pro Nacht 193,14 $ und freuen uns das wir am Samstag endlich einmal wirklich ausschlafen können und nicht gleich wieder aufbrechen müssen.

p. s. für Wissbegierige: Die Sequoia Bäume sind mit den Redwoods verwandt. Die Redwoods wachsen direkt an der Californischen Küste und werden höher als die Sequoia Bäume. Die Sequoia Bäume hingegen werden älter und sind massiver.

Distanz: 213 Meilen (341 km)

nächster Tag ->

1 2